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Klimavorteil: Mehrere Tausend Tonnen CO2-Einsparung
Der entscheidende Vorteil der verfahrenstechnischen Innovation: Es fallen keine Stanzabfälle mehr an. Der Materialnutzgrad liegt bei nahezu 100 Prozent. Die SUL-Anlage arbeitet insgesamt fast vollständig abfallfrei und reduziert den Materialeinsatz um durchschnittlich 73 Prozent im Vergleich zum konventionellen Stanzprozess. Das bedeutet konkret: Eine einzige SUL-Anlage spart jährlich 1.800 Tonnen Stahl und reduziert damit die CO2-Emission um rund 2.700 Tonnen. Weniger Waren- und Abfalltransporte senken den CO2-Ausstoß zusätzlich. Mittelfristig liegt das Einsparpotenzial noch deutlich höher, wenn Freudenberg Sealing Technologies – wie geplant – weitere SUL-Anlagen in Betrieb nimmt.
Auf chemische Reinigungsmittel verzichten
Zwei weitere Vorteile der SUL-Technologie aus ökologischer Sicht: Die außerordentlich hohe Qualität und Präzision der Blechringe ermöglicht bei ihrer Weiterverarbeitung zur Dichtung Materialeinsparungen beim Elastomer. Darüber hinaus kommt der Herstellprozess – anders als beim herkömmlichen Stanzverfahren – gänzlich ohne Ziehöle aus. Dadurch kann Freudenberg Sealing Technologies auf chemische Reinigungsmittel verzichten.
Auch in puncto Arbeits- und Gesundheitsschutz bringt die SUL-Technologie wesentliche Fortschritte. Die Anlage arbeitet deutlich leiser, das beim Stanzen übliche Handling schwerer Werkzeuge entfällt. Die Gefahr, sich Schnittverletzungen zuzuziehen, ist für Mitarbeiter deutlich verringert.
Mit dem Innovationspreis für Klima und Umwelt (IKU) zeichnen das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit (BMU) und der Bundesverband der Deutschen Industrie seit 2009 Ideen aus, die helfen, Klima und Umwelt zu schützen. Wissenschaftlicher Partner ist das Fraunhofer-Institut für System- und Innovationsforschung. Mit dem Innovationspreis würdigen die Veranstalter das Engagement von Wirtschaft und Forschung für Klima- und Umweltschutz. (jup)
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