Windenergieanlage Forschen für die Zukunft der Windenergie
An der Universität Bremen ging Ende Mai eine Forschungs-Windenergieanlage in Betrieb. Die Bremer Wissenschaftler versprechen sich neue Erkenntnisse zu Konstruktion, Komponenten, Belastung, Verschleiß, Betrieb und Fernüberwachung.
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Nun hat die Universität Bremen einen zweiten Turm für die Wissenschaft – mit 180 m Gesamthöhe kann er sich sehen lassen: 15 Autominuten vom Uni-Campus entfernt im Industriepark Bremen wurde die Forschungs-Windenergieanlage (WEA) UNI Bremen mit einem Festakt offiziell in Betrieb genommen. Schon seit Januar speist sie Strom ins öffentliche Netz ein. Inzwischen ist der Probebetrieb beendet, und die Forschungen können beginnen. Auch für Lehre und Weiterbildung wird die Anlage künftig eingesetzt.
Das Zusammenspiel vieler Beteiligter hat dieses Projekt ermöglicht. Unter anderem die Universität Bremen, der Bremer Bau- und Umweltsenator, der Bremer Wirtschaftssenator sowie die WFB Wirtschaftsförderung Bremen haben sich dafür eingesetzt. Die Hauptakteure des Vorhabens sind der Dienstleister für die Windbranche Deutsche WindGuard aus Varel, der die WEA finanziert hat und betreibt, sowie das Bremer Institut für Messtechnik, Automatisierung und Qualitätswissenschaft (BIMAQ) der Universität Bremen.
Stärkung des Forschungsstandorts
„Diese Anlage stärkt den Forschungsstandort Bremen“, sagt Professor Dr. Rolf Drechsler, Konrektor für Forschung und wissenschaftlichen Nachwuchs der Universität Bremen. „Die Windenergieforschung hat an der Universität Bremen einen hohen Stellenwert. Mit dieser Forschungsanlage festigt sie ihre Position weiter. Sie eröffnet außergewöhnliche Optionen – auch mit interessanten Angeboten für die Studierenden und die Nachwuchswissenschaftler.“
In den vergangenen Jahren konnte die Region Nord-West bereits zahlreiche Großinvestitionen für die Infrastruktur der Windenergie-Forschung akquirieren. Große Erfolge hat hier auch die Universität gefeiert wie etwa mit der Einrichtung des Inside-Sensoring-Labors und der des Labors für Großverzahnungsmessungen; zwei universitäre, bundesweit einzigartige und vom Bundesumweltministerium geförderte Einrichtungen.
„Diese Forschungs-Windenergieanlage ist erneut ein beeindruckender Beleg für die Leistungsstärke des Landes und der Region auf diesem so wichtigen Zukunftsfeld“, sagte Dr. Joachim Lohse, Senator für Umwelt, Bau und Verkehr des Landes Bremen, in seiner Eröffnungsansprache. Es sei ein beispielhaftes Engagement, das bundesweit seinesgleichen suche. „Nur über die Bündelung der Kompetenzen aus Wissenschaft und Wirtschaft sowie in engen Kooperationen mit Politik und Verwaltung kann die Energiewende vollzogen werden. Sie haben hier beeindruckend gezeigt, wie das funktionieren kann“, so Lohse.
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