Windenergieanlage

Forschen für die Zukunft der Windenergie

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Kooperation seit über zehn Jahren

Seit mehr als zehn Jahren kooperieren die Uni Bremen und die Deutsche WindGuard bereits auf dem Feld der Windenergieforschung. Fast ebenso alt ist die Idee von einer gemeinsamen Forschungs-WEA. Im Herbst vergangenen Jahres erfolgte der erste Spatenstich. Ziel der Zusammenarbeit ist es, durch ein breites Spektrum von grundlagen- und anwendungsorientierten Forschungsprojekten die Leistungsfähigkeit, Lebensdauer und Umweltverträglichkeit von WEA aller Größenordnungen nachhaltig zu verbessern.

Die 3,4-MW-Anlage des Hamburger Herstellers REpower ist eine der ersten des Typs 3.4M104 mit einem so hohen Turm. Die Nabenhöhe beträgt 128 m, der Rotordurchmesser 104 m. Die Anlage kann rund 3000 Haushalte versorgen, vor allem aber bietet sie zahlreichen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern die Chance, ihre Forschungen weiter voranzutreiben.

In erster Linie wird die Universität Bremen Zugang zur WEA haben. Auch die Universitäten Oldenburg und Hannover, die zusammen mit der Uni Bremen den Windenergie-Forschungsverbund ForWind bilden, sollen Projekte mit der neuen Anlage durchführen können. Die Begehrlichkeiten sind groß, und erste Anfragen für Projekte liegen bereits vor.

Entwicklung und Erprobung praxistauglicher Lösungen

Die Forschungs-WEA ist die technische Basis für systematische Untersuchungen zur Entwicklung und Erprobung praxistauglicher Lösungen in der Anlagentechnik. Sie soll Messdaten für Verbesserungen bei Konstruktion, Werkstoffwahl, Fertigung und Steuerung von WEA liefern. Darüber hinaus wird sie windenergiespezifische Qualifizierungsangebote ermöglichen.

Im Fokus der Forschungen stehen die Steigerung der Anlagenlebensdauer, die Optimierung von Anlagenbau und -betrieb sowie effektive und sichere Energieeinspeisung. Zu diesem Zweck werden am BIMAQ der Uni Bremen unter anderem neuartige Sensoren sowie Systeme zur Fernüberwachung der Anlagen entwickelt und an der neuen WEA erprobt.

Schon im vergangenen Jahr haben die Uni-Forscher mit der Akquisition von Forschungs- und Entwicklungsprojekten mit der neuen Anlage begonnen. Bald soll auch die Datenleitung stehen, über die Echtzeitdaten der Messungen direkt in die Uni-Labore übermittelt werden können.

Die Forschungs-WEA hat bereits einen Platz in der Lehre

Zudem laufen aktuell Gespräche mit dem Anlagenhersteller REpower zum Einbau und Einsatz erster Sensoren. Die Forscher stehen in den Startlöchern. Es könne losgehen mit den ersten konkreten Forschungsprojekten, meinen sie, und erklären, dass die Forschungs-WEA in der Lehre bereits einen festen Platz habe.

WindGuard-Geschäftsführer Dr. Knud Rehfeldt freut sich über die ersten konkreten Projekte auch in der Lehre. „Wir engagieren uns sehr stark im Bereich Forschung und Entwicklung. Für ebenso wichtig halten wir aber auch eine adäquate Qualifizierung des Nachwuchses“, sagt er. „Auch in der Ausbildung möchten wir Impulse geben und sie unterstützen. Wir würden unsere Praxiserfahrungen gerne stärker einbringen. Die neue Anlage und die Zusammenarbeit mit der Universität bietet da ein großes Potenzial.“ (jv)

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