Lagertechnik

Flexible OP-Tische richtig lagern

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Zu dieser Flexibilität trägt auch die eingesetzte Lagertechnik bei. „Zweireihige Schrägkugellager sind eine gute Wahl für die Leichtlaufrollen der OP-Tische“, sagt Volkan Yilmaz, Anwendungstechniker bei Findling Wälzlager. „Durch ihre innere Geometrie, auch O-Anordnung genannt, lassen sich sehr steife und spielfreie Lagerungen realisieren.“ Zudem können die Lager Kräfte in radiale und axiale Richtung aufnehmen. Die gelieferte ZZ-Ausführung mit einer beidseitigen Stahlblechabdeckung soll einen ausreichenden Schutz gewähren, während ein integrierter Kunststoffkäfig für einen sehr geräuscharmen Lauf der Lager sorgt.

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Die richtige Lagertechnik wählen

In den Hydraulikzylindern verbaut Schaerer Radial-Gelenklager, die generell für Schwenkbewegungen geeignet sind und Schiefstellungen ausgleichen können. Findling liefert sie in einer ungedichteten, wartungsfreien Ausführung, bei der keine Schmierung in Form von Fett oder Öl notwendig ist. Die Wartungsfreiheit wird durch eine Auskleidung mit Polytetrafluorethylen (PTFE) zwischen dem Innenring und dem Außenring ermöglicht. Der Innenring selbst ist gehärtet, geschliffen, poliert und hartverchromt.

Die Auslegung der Lager erfolgte gemäß den statischen Tragzahlen: Auf die Gelenk- und Schrägkugellager wirken Kräfte, die sich aus dem maximalen Patientengewicht und der Konstruktion ergeben. Diese betragen für die Gelenklager maximal 10 kN bzw. 2 kN bei den Schrägkugellagern. „Bei den einzelnen Anwendungen wird aber praktisch nie die technisch mögliche mechanische Belastungsgrenze erreicht“, erklärt Volkan Yilmaz. „Andererseits haben wir bei der Auslegung auch eine unnötige Überdimensionierung vermieden, die sich auf den Preis auswirken würde.“

Nicht überdimensionieren

Mit der von Findling Wälzlager entwickelten ABEG-Methode will das Unternehmen die korrekte Auslegung der Lager erleichtern. Seit über 10 Jahren profitieren Anwender von dem herstellerunabhängigen Dienstleitungskonzept. Die Methode und deren Funktionsprinzip werden im Wissenskasten genauer erläutert.

„Das ABEG-System spielte eine große Rolle in unserer Entscheidungsfindung“, betont Simone Bruderer. „Als global agierende Firma mit 87 % weltweitem Exportanteil sind wir einem großen Innovationsdruck unterworfen und müssen gleichzeitig wettbewerbsfähig bleiben.“ Deshalb achtet Schaerer bei der Auswahl seiner Lieferanten nicht nur auf die Qualität, sondern auch auf ein optimales Preis- Leistungs-Verhältnis. Findling soll in beiden Bereichen überzeugt haben und hat sich laut Schaerer Medical durch die in der Vergangenheit gezeigte Flexibilität und die Liefertreue einen guten Ruf geschaffen. So erzielt der Wälzlager-Spezialist bei der jährlichen Lieferantenbewertung von Schaerer Medical auch immer ein gutes Ergebnis. (sh)

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