Dosiersystem Firmenübernahme stärkt Position bei Diesel-Abgastechnologien

Redakteur: Dipl.-Ing. Dorothee Quitter

Emitec, ein Joint Venture der Continental und GKN Driveline, übernimmt mit Wirkung zum 15. September 2010 das dänische Unternehmen Grundfos NoNOx, Hersteller von Dosiersystemen für SCR-Anlagen.

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Stickoxid (NOx)-Minderung mit SCR (Bild: Emitec)
Stickoxid (NOx)-Minderung mit SCR (Bild: Emitec)

Die Selective Catalytic Reduction (SCR) ist das erfolgversprechendste Verfahren zur Senkung von Stickoxiden in Abgasen, wie vom Gesetzgeber gefordert, und ermöglicht gleichzeitig die Entwicklung sehr sparsamer Motoren. Bei dieser Abgasnachbehandlungstechnologie stellen die Dosiersysteme die Kernkomponente dar und sind das entscheidende Element, mit dem sich weitere Einsparungen im Verbrauch erzielen lassen. Der Erwerb von Grundfos NoNOx durch Emitec ergänzt die Komponenten für die Abgasnachbehandlung, die Emitec zur Verfügung stehen, und unterstreicht damit die führende Rolle des Unternehmens als Lieferant einer großen Produktbandbreite.

SCR-Systeme: Stickoxide werden mit Harnstoff um etwa 80 Prozent abgebaut

Emitec übernimmt vom weltweit agierenden dänischen Industriepumpenhersteller Grundfos dessen Tochter Grundfos NoNOx mit Entwicklungs- und Fertigungsanlagen in Frankreich. Das Unternehmen beschäftigt rund 80 Mitarbeiter. Grundfos NoNOx ist einer der drei wesentlichen Entwickler und Produzenten von Dosiersystemen für SCR-Abgasnachbehandlungsanlagen. Von ihnen wird aus einem separaten Tank eine Harnstofflösung in den Abgasstrom eingespritzt. Das aus der Harnstofflösung durch Hydrolyse entstehende Ammoniak reagiert mit den Stickoxiden (NOx) im Abgas und baut diese um mehr als 80 Prozent ab. Mit dem SCR- System werden nicht nur die Schadstoffe im Abgas in hohem Maße reduziert, sondern auch der Kraftstoffverbrauch deutlich gesenkt. SCR ist die optimale Lösung, die strengere Abgasnorm Euro 5 und die einzige um Euro 6 zu erfüllen und dabei gleichzeitig den CO2-Ausstoß zu senken.

Die Grundfos-Gruppe startete ihre Aktivitäten im Bereich NoNOx im Jahr 2002 und hat inzwischen jeweils Produkte für die zwei tragfähigsten Lösungen auf dem Markt platziert, nämlich Harnstoff-Einspritzsysteme mit und ohne Luftunterstützung. Zielmärkte sind insbesondere Dieselmotoren für die Segmente Lastwagen, Busse sowie Bau- und Landmaschinen. (qui)

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