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Entwurf FH Aachen verleiht erstmalig Aachener Automobil Design Award

| Redakteur: Juliana Pfeiffer

Die FH Aachen hat erstmalig den Aachener Automobil Design Award (AADA) verliehen. Bei dem mit 2750 Euro dotierten Award sollten Designstudenten in einem Zeitraum von einem Semester ein umfassendes Konzept für einen Roadster der Zukunft entwickeln.

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(v.l.n.r.:) Carolyn Schulteis (2. Platz), Jan-Frederik Niehues (1. Platz) und Jan Rienäcker (2. Platz) vor dem Siegerkonzept „EZRA“
(v.l.n.r.:) Carolyn Schulteis (2. Platz), Jan-Frederik Niehues (1. Platz) und Jan Rienäcker (2. Platz) vor dem Siegerkonzept „EZRA“
(Bild: FH Aachen)

Neben dem auf das Produktdesign gerichteten Schwerpunkt galt es für die Studenten dabei auch Aspekte wie die technischen Komponenten des Fahrzeugs, zum Beispiel Motortyp und -leistung und daraus abgeleitet deren Packaging, die Produktion des Fahrzeugs oder auch seine Vermarktung in dem Konzept zu berücksichtigen und auszuarbeiten. Unterstützt wurden hier die Design-Studenten bei den technischen Fragestellungen von Studenten-Teams der Fachrichtung „Fahrzeugbau“ aus dem Fachbereich „Luft- und Raumfahrttechnik“.

Niehues Roadster „EZRA“ überzeugte Jury

Am besten umgesetzt hatte dies Jan-Frederik Niehues – so das einhellige Urteil der fünfköpfigen Jury, die sich aus Professoren der FH Aachen und Unternehmensvertretern von FEV und Imperia zusammensetzte. Das umfangreiche Konzept von Niehues Roadster „EZRA“ überzeugte durch den gelungenen Anspruch, das äußere Design des Roadsters ins Innere des Fahrzeugs zu überführen. Die generelle Formsprache in Verbindung mit innovativen Details wurde als sehr gelungen bewertet. Darüber hinaus punktete die Ausarbeitung nach der Präsentation vor der Jury damit, mit einer hohen Wahrscheinlichkeit in der Praxis in der vorgestellten Form umgesetzt werden zu können. Der Gewinner darf sich über ein Preisgeld in Höhe von 1250 Euro freuen. Die nächste Stufe der Umsetzung wird aktuell noch zwischen Sponsor und FH Aachen diskutiert. Den zweiten Platz teilen sich gleich zwei Studenten: Carolyn Schulteis und Jan Rienäcker erhalten ein Preisgeld in Höhe von jeweils 750 Euro.

Mit Geld nicht aufzuwiegen dürften indes die Erfahrungen sein, die alle Teilnehmer in den vergangenen Monaten gewinnen konnten. Besonders den hohen Realitätsbezug durch die Gesamtbetrachtung eines Entwicklungsprojekts lobten die Teilnehmer. Auch die Einblicke und die Zusammenarbeit mit anderen Fachbereiche, wie sie für diese Art der Konzepterstellung zwingend erforderlich waren, wurden als Bereicherung und gute Vorbereitung auf die Arbeitswelt gesehen.

Designer bei ihrer individuellen Findungsphase unterstützen

“Wir verstehen den Award als ein wichtiges Element unserer Hochschulausbildung, um angehende Designer bei ihrer individuellen Findungsphase zu unterstützen und den Austausch mit anderen Disziplinen zu fördern. Aus Fehlern zu lernen und das eigene Designempfinden auszubauen sind dabei essentiell“, so Professor Manfred Wagner, Jurymitglied des AADA vom Fachbereich „Gestaltung“ der FH Aachen. „Nach dem gelungenen Auftakt freuen wir uns auf eine erfolgreiche Fortsetzung mit unseren Sponsoren FEV und Imperia, ohne die eine solche Umsetzung an unserer Fachhochschule nicht möglich gewesen wäre und die uns hilft, den Automotive-Standort Aachen auch beim ‚Mobilitydesign‘ weiter zu stärken.“ (jup)

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