Magnetsensor

Feedback für Linearantriebe

Seite: 2/3

Anbieter zum Thema

Im Handlingbereich dagegen stößt es recht schnell an seine Grenzen, nämlich sobald Verschmutzungen aller Art wie Staub, Späne, Öle und Fette ins Spiel kommen und diese der Optik die „Sicht versperren“. „Optische Leseköpfe bauen nicht nur größer als magnetische“, meint dazu Andreas Wiessler, „die rauen Bedingungen machen es zudem notwenig, die Optik mechanisch zu schützen und vielleicht sogar eine doppelte Abtastung vorzusehen. Dies alles bedeutet mehr Masse, was letztendlich zu Lasten der erzielbaren Dynamik geht.“

Magnetische Messtechnik ist unempfindlich gegen Verschmutzungen

Ein magnetisches Messsystem dagegen lässt sich von Schmutz und Feuchtigkeit nicht aus der Ruhe bringen, ebenso wenig wie durch starke Stöße oder Vibrationen. Das liegt am verschleißfreien Messprinzip, bei dem ein Sensor berührungslos den Magnetmaßstab abtastet und aus den detektierten Magnetfeldern die Weginformation errechnet. „Dazu lässt sich der kompakte Magnetsensor auch bei beengten Platzverhältnissen flexibel integrieren, wie die vielen bereits umgesetzten Projekte belegen.

Bei dem inkrementalen Encoder LE100/1 beträgt der Abstand zwischen zwei Polen auf dem Magnetband 1 mm. Das Messsystem bietet eine Genauigkeitsklasse von 10 µm mit einer Periodenlänge von 1000 µm und einem maximalen Abstand zwischen Sensor und Band von 0,4 mm. Im Jahre 2009 hat Siko diesen Encoder nochmals überarbeitet und ihn in ein robustes und schützendes Metallgehäuse integriert. Weitere Verbesserungen gab es an der Elektronik in punkto Temperaturkompensation, Offset-Abgleich und Signalkorrektur zur Verbesserung der Signalgüte.

Ein weiteres Messsystem der Schwarzwälder für den Einsatz in Direktantrieben hört auf den Namen MSK1100 (ebenfalls mit dem Magnetband MB100). Die beim LE100/1 genannten Systemdaten treffen auch auf diesen Sensor zu, und beide Geräte besitzen eine Status-LED-Anzeige. Zusätzlich verfügt der MSK1100 über zwei im Metallgehäuse integrierte Endlagenschalter, was dem Anwender klare Vorteile in Bezug auf Kostenersparnis, reduzierten Aufwand bei der Montage und zuverlässigen Betrieb bietet. Da beide Typen – LE100/1 wie auch MSK1100 – inkrementell arbeiten, muss nach jedem Einschalten des Antriebs die Motorkommutierung gesucht und eine Referenzfahrt durchgeführt werden.

Absolute Positionswerte machen lästiges Referenzieren überflüssig

Und genau hier lag für viele Anwender, insbesondere auch aus dem Handlingbereich, der Knackpunkt: Der zusätzliche Aufwand für die Referenzierung sollte zukünftig unterbleiben. Ab sofort gelingt das mit dem absolut messenden Magnetsensor MSA111C, zusammen mit dem Magnetband MBA111. Andreas Wiessler bringt die Alleinstellungsmerkmale des neuen Produktes auf den Punkt: „Wir sind momentan der einzige Hersteller, der diese Kombination aus absolutem Messprinzip, hoher Kompaktheit und dabei noch recht beachtlicher Auflösung von 1 µm bei einer Genauigkeitsklasse von 10 µm anbieten kann.“

Dafür hat das Unternehmen auch sehr viel Entwicklungsarbeit investiert. „Es ist uns gelungen, die Breite des Absolutmaßstabes von 20 auf nur noch 10 mm zu reduzieren, das neue Magnetband mit seinen beiden Kodierungen für den Absolut- und den Inkrementalwert ist also genauso schmal wie der bisherige einspurige Inkrementalmaßstab“, meldet der Ingenieur nicht ohne Stolz.

(ID:340640)