Fasswechsel-System Fasswechsel-System vermeidet Lufteintrag in Förder- und Dosierpumpen

Redakteur: Lea Ziegler

Das neue Fasswechsel-System von Tartler reduziert die Kosten und erhöht die Sicherheit bei der Förderung pastöser, hochviskoser Medien aus Deckelfässern.

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Tartler-Anlage Nodopox 200 V für das Tooling (Pasten): Das neue vollautomatische Fasswechsel-System ist ein sicherer und problemloser Standardprozess, der hohe Einspareffekte generiert.
Tartler-Anlage Nodopox 200 V für das Tooling (Pasten): Das neue vollautomatische Fasswechsel-System ist ein sicherer und problemloser Standardprozess, der hohe Einspareffekte generiert.
(Bild: Tartler)

„In der Misch- und Dosiertechnik erfolgt die Förderung pastöser Materialien vielerorts aus Deckelfässern unter Einsatz von Fassfolgeplatten-Pumpen, wobei Entlüftungsprobleme auftreten, die die Prozesssicherheit und den Anlagenbediener gefährden sowie auch Materialverluste verursachen“, sagt Firmenchef Udo Tartler. Er und seine Entwicklungsingenieure nahmen dies zum Anlass, ein neuartiges, vollautomatisches Vakuumsystem für den Fasswechsel zu entwickeln, das seit 2013 in die Misch- und Dosieranlagen der Tartler-Baureihen Nodopox und Tardosil eingebaut wird. Wegen des wachsenden Interesses der Kunden gibt es das System seit dem letzten Jahr auch zum Nachrüsten für alle Anlagen ab Baujahr 2008 an. Der Um- bzw. Einbau (mit Steuerung) lässt sich werkseitig oder vor Ort beim Kunden durchführen. Das neue Fasswechsel-System von Tartler hat sich inzwischen in vielen Bereichen bewährt. „Wir haben damit bereits viele Misch- und Dosieranlagen ausgerüstet – etwa zur Herstellung von Tooling-Pasten auf Epoxidharzbasis, von Klebstoffpasten oder von Spachtelmassen“, berichtet Udo Tartler.

Fassfolgeplatte ist luft- aber nicht mediendurchlässig

Bisher erfolgte die Weiterverarbeitung der in Deckelfässern gelieferten pastösen Medien mit Hilfe von Pumpen, die auf Fassfolgeplatten montiert sind. Die zur Blechfasswand hin abgedichteten Platten werden auf das Medium gepresst oder sinken durch ihr Eigengewicht bei der Materialentnahme nach unten. Allerdings sind die gelieferten Deckelfässer meist nicht bis zum oberen Rand gefüllt, wodurch sich oberhalb des Mediums eine Luftkammer bildet. Weil jedoch im Moment des Fasswechsels aus prozesstechnischen Gründen ausgeschlossen sein muss, dass Luft in die Förder- bzw. Dosierpumpe gelangt, wird sie meist über pneumatische, elektrische oder manuelle Entlüftungseinrichtungen abgeführt. Dabei besteht das Risiko, dass sich vom vorherigen Fasswechsel noch Materialreste in der Entlüftungseinrichtung befinden, die beim Entweichen der Luft nach außen spritzen. Gleichzeitig kann es zum raschen Absacken der Folgeplatte kommen. Abgesehen davon, dass das Entlüftungssystem oft per Hand vom Restmaterial befreit werden muss, unterliegt der Maschinenbediener bei alledem einem ständigen Verletzungsrisiko.

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Das Vakuumfasswechsel-System von Tartler arbeitet vollautomatisch, schließt den Lufteintrag in Pumpe sowie Misch- und Dosieranlage aus und reduziert so den Materialverlust. Die gesamte im Fass und in der Förder- und Dosierpumpe vorhandene Luft wird via Vakuumanschluss durch eine zwar luft- aber nicht mediendurchlässige Fassfolgeplatte abgesaugt. Das Ergebnis ist ein hoher Anwenderschutz sowie die erhöhte Prozesssicherheit ohne Materialverlust und Handarbeit. Damit im Fass kein Vakuum zurückbleibt, wird beim Ausfahren der Spezialplatte durch den gleichen Vakuumanschluss, durch den entlüftet wurde, wieder Luft eingebracht. Das geschieht aufgrund des großflächigen Eintrags durch den luftgängigen Plattenwerkstoff ohne Spritzgefahr für den Bediener. (lz)

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