3D-Druck Faserverstärkte Bauteile im 3D-Druck herstellen

Redakteur: Dipl.-Ing. Dorothee Quitter

Unter Leitung der Fraunhofer-Projektgruppe Regenerative Produktion entwickelt das Netzwerk „3D Composite Print (3D-CP)“ neue Lösungen mit generativer Fertigung.

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Das Netzwerk »3D Composite Print« entwickelt unter Leitung des Fraunhofer IPA neue Lösungen, um FVK-Bauteile mit 3D-Druck kostengünstig herzustellen.
Das Netzwerk »3D Composite Print« entwickelt unter Leitung des Fraunhofer IPA neue Lösungen, um FVK-Bauteile mit 3D-Druck kostengünstig herzustellen.
(Bild: Fraunhofer IPA)

FVK-Bauteile sind extrem leicht und gleichzeitig sehr fest. Da sie schnellere und präzisere Bewegungen ermöglichen, steigern sie die Leistungsfähigkeit vieler Produkte. Davon profitieren zahlreiche Branchen, z. B. die Flugzeug- und Automobilindustrie, die Windkraft oder der Maschinen- und Anlagenbau. Allerdings werfen die Herstellung und Reparatur der Werkstücke noch Fragen auf. Heutzutage werden die Bauteile meistens mit Formwerkzeugen gefertigt. Deren Produktion ist vor allem bei kleinen Stückzahlen zeitintensiv und teuer. Außerdem müssen die Bauteile manuell in der Form abgelegt und laminiert werden. 3D-Drucktechnologien bieten vielseitige Potenziale, Bauteile schneller herzustellen und instand zu setzen. Hierfür ist allerdings ein breites Kompetenzspektrum erforderlich, das KMU selten abdecken. Notwendig ist z. B. Expertise in der Bauteilherstellung, im 3D-Druck, der Steuerungs- und Antriebstechnik und bei Softwaresystemen. Um neue Lösungen zu entwickeln und ein Kooperationsnetzwerk aufzubauen, gründete die Projektgruppe Regenerative Produktion mit dem Lehrstuhl Umweltgerechte Produktionstechnik der Universität Bayreuth im November 2015 den Verbund 3D-CP. Im Verbund lassen sich Projekte realisieren, für die einzelne Unternehmen nicht imstande wären. »Indem wir z. B. faserverstärkte Bauteile mit 3DDruck herstellen, können wir ultraleichte Seitenspiegel für Sportwagen umsetzen«, meint Joachim Kleylein, Projektleiter der Fraunhofer-Projektgruppe und Führungsmitglied im Netzwerk 3D-CP. Denkbar sei auch, Reparaturen direkt am Produkt mit einem mobilen 3D-Drucker durchzuführen. Dafür müssten dann Autos oder Kleinflugzeuge nicht mehr in die Werkstatt fahren, sondern die Werkstatt könnte zum Produkt kommen. (qui)

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