Drehmodul Extrem flaches Drehmodul

Redakteur: Jan Vollmuth

Das neue Drehmodul ERS von Schunk bietet mit kompakten Abmessungen und einer Mittenbohrung zur Durchführung von Kabeln ideale Voraussetzungen für die Konstruktion kompakter und aufgeräumter Hochleistungsanlagen.

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(Bild: Schunk)
(Bild: Schunk)

Flach und gleichzeitig kraftvoll ist das neue Drehmodul ERS von Schunk. Als Nachfolger des bewährten STM bietet es mit seinen kompakten Abmessungen und einer Mittenbohrung zur Durchführung von Kabeln ideale Voraussetzungen für die Konstruktion kompakter und aufgeräumter Hochleistungsanlagen – sei es in der Funktion als frei programmierbarer Rundtakttisch, als Werkstückträger in Laserschweißmaschinen oder als Rotationsachse für Greifer in Portalen.

Dabei zahlt sich aus, dass es endlos drehend vollkommen flexibel beliebige Zwischenpositionen mit einer Wiederholgenauigkeit von 0,02° anfahren kann. Auch für bestehende Anlagen ist das hocheffiziente Modul eine gute Alternative: Ersetzt es konventionelle pneumatische Drehmodule, kann es die Energieeffizienz von Anlagen erhöhen und die Einsatzmöglichkeiten erweitern.

Das ERS gibt es vom Start weg in drei Baugrößen mit Durchmessern von 135, 170 und 210 mm. Es ist derzeit das kompakteste elektrische Drehmodul am Markt. So misst es beispielsweise in Baugröße 170 gerade einmal eine Höhe von 66 mm und erreicht dabei überzeugende Drehmomente von 5 Nm.

Kernstück ist ein Torquemotor mit Hohlwelle

Eine optional integrierbare pneumatische Haltebremse stellt sicher, dass einzelne Positionen zuverlässig fixiert werden können. Kernstück des ERS ist ein Torquemotor mit Hohlwelle. Er ermöglicht, dass das Modul leicht und kompakt baut und vollkommen verschleißfrei und damit extrem zuverlässig arbeitet. Im Gegensatz zu Drehmodulen mit herkömmlichem Servomotor weist das Modul des innovativen Familienunternehmens keine zusätzliche Störkontur auf. Zudem entfallen Elastizitäten durch Spiel und Reibung. Dafür steigen Dynamik, Präzision und Positionierauflösung. Das ERS Modul arbeitet daher ruhiger, genauer und effizienter als vergleichbare Servomotoren. Da es kaum Reibungsverluste gibt, kann ein Wirkungsgrad von 80 % erreicht werden. Aufgrund dieser hohen Leistungsdichte lassen sich mit ihm die Betriebskosten spürbar verringern.

Auch in Sachen Steuer- und Regelungsstrategie sind Anwender mit dem ERS hoch flexibel: Neben einer 560 V DC Version für Standardumrichter beispielsweise von Bosch oder Siemens gibt es das Drehmodul auch in einer 48 V DC Version für den Einsatz mit dem bewährten SCHUNK-Motion-Controller MCS-12. Dies ermöglicht sowohl den Einsatz als direkt interpolierbare Servoachse in Mehrachssystem als auch als Stand-Alone-Drehmodul für spezielle Aufgaben. (jv)

SPS/IPC/DRIVES: 4A.446

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