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Einsatz der Sensoren auch in E-Bikes und Windkraftanlagen
Auch in anderen Bereichen punktet der Sensor mit seinen besonderen Eigenschaften. Nicht ganz so schnell unterwegs, dafür aber für jedermann erhältlich, ist er etwa bei E-Bikes. Optisch sind die Fahrräder mit elektronischer Unterstützung heute kaum noch von „normalen“ Fahrrädern zu unterscheiden. Deshalb entscheiden sich auch immer mehr junge, sportliche Menschen für die modernen Bikes, mit denen sie längere Strecken und anstrengende Steigungen in einem komfortablen, gleichmäßigen Rhythmus absolvieren können.
Der NCTE-Sensor ist in E-Bikes im Tretlager oder im Getriebe integriert. Neben dem Drehmoment erfasst er Drehzahl sowie die Drehrichtung, also die Vorwärts- bzw. Rückwärtsbewegung. Mit Hilfe der gewonnenen Daten berechnet er in Sekundenbruchteilen, mit wie viel Kraft der Fahrer in die Pedale tritt und wie viel der Motor zusteuern muss, um die zuvor eingestellte Fahrleistung zu erreichen. Die Elektronik steuert also nur so viel Energie bei, wie tatsächlich benötigt wird, statt konstante Leistung zu bringen – das senkt den Stromverbrauch und erhöht die Reichweite der E-Bikes.
Auch in Getrieben von Windkraftanlagen kommen NCTE-Sensoren zum Einsatz. Durch sogenannte Lifetime-Berechnungen werden die Wartungszyklen optimiert. Dies verhindert Schäden an Zahnrädern, Lagern und anderen Komponenten und somit Anlagenstillstände sowie teure Instandhaltungen. Zudem zeigt ein entsprechendes Monitoring, wie effizient das System im jeweiligen Lastenzustand läuft und wie sich der Antriebsstrang weiter optimieren lässt.
Dabei ist die Sensorik leicht integrierbar: Bei bestehenden Anlagen kann beispielsweise zwischen Getriebe und Generator die herkömmliche Kupplung durch eine sensorische ersetzt werden. Wird ein Getriebe neu entwickelt, lässt sich der Sensor auch im Lagerdeckel platzieren.
Ein weiteres Einsatzgebiet sind Schneckenextruder. Extruder, die unter anderem in der Kunststoffproduktion eingesetzt werden, sollen bei immer höheren Durchsätzen und steigenden Antriebsleistungen stets gleichbleibende Produktqualität liefern.
Ein Monitoring mit NCTE-Sensoren hilft, dies sicherzustellen: Wird an jeder Schneckenwelle ein Sensor angebracht, misst dieser an der Ausgangswelle des Verzweigungsgetriebes oder am Kupplungsstück das auftretende Drehmoment. Erkennt er Veränderungen, etwa weil Materialien unterschiedlicher Konsistenz zugeführt wurden und sich Schnecken verklemmen oder es zu einer ungleichförmigen Drehmomentverteilung kommt, speist er diese Daten direkt in die Steuerung ein. Diese kann sofort auf Überbelastung reagieren; das Drehmoment wird angepasst, eine übermäßige Abnutzung oder Getriebeschäden werden verhindert.
Ob in Extrudern, Windkraftanlagen, E-Bikes oder im Motorsport, am Ende zählt vor allem eines: dass die Sensoren auch unter extremen Bedingungen wie Feuchtigkeit, Ölen, hohen Temperaturen und Temperaturwechseln, Vibrationen und Biegungen langzeitstabil arbeiten, exakte Daten liefern und wartungsfrei sind. Der fünffache Dragracing-Europameister Ian King jedenfalls ist vollauf zufrieden, dass er mit den NCTE-Sensoren sein Bike ideal auf das nächste Rennen einstellen kann – denn auf der Viertelmeile bis zum Ziel zählt jede hundertstel Sekunde. (jv)
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