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Erhöhte Flexibilität und weniger Kosten in der industriellen Fertigung

| Autor/ Redakteur: Alexander Müller* / Jan Vollmuth

Der Maschinenbauer Staufermatic setzt bei der neuen Montageanlage für Radträger, die das Unternehmen im Auftrag eines namhaften schwäbischen Automobilherstellers entwickelt hat, auf Füge- und Überwachungstechnologien von Kistler.

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Bei automatisierten Füge- und Einpressaufgaben zeigen die elektromechanischen NC-Fügesysteme von Kistler gegenüber herkömmlichen Systemen deutliche Vorteile: Sie tragen markant dazu bei, Energiekosten zu verringern, die Anlagenauslastung zu steigern und die Wirtschaftlichkeit der Produktion insgesamt zu erhöhen.
Bei automatisierten Füge- und Einpressaufgaben zeigen die elektromechanischen NC-Fügesysteme von Kistler gegenüber herkömmlichen Systemen deutliche Vorteile: Sie tragen markant dazu bei, Energiekosten zu verringern, die Anlagenauslastung zu steigern und die Wirtschaftlichkeit der Produktion insgesamt zu erhöhen.
(Bild: Kistler)

Stück für Stück ein Unikat: Jede Maschine, die der Göppinger Maschinenbauer Staufermatic GmbH entwickelt, wird nach spezifischen Kundenbedürfnisse hergestellt. So auch Beim Auftrag, den das 40 Mitarbeiter zählende Unternehmen für einen namhaften schwäbischen Automobilhersteller realisiert, geht es um eine neue Produktionsanlage für Radträger. Das Thema Sicherheit und damit verbunden eine hundertprozentige Qualitätskontrolle in der Produktion standen bei der Planung der Anlage von Anfang an in Fokus. Denn Radträger sind für die Autohersteller besonders sicherheitsrelevante Komponenten, da jedes schadhafte Teil ein potenziell hohes Risiko für die betroffenen Verkehrsteilnehmer bedeutet.

Produktion auf hohe Stückzahlen auslegen

Weitere Herausforderungen kamen gemäß Geschäftsführer Holger Zilian hinzu: „Unsere Aufgabe war es, eine Anlage zu konzipieren, die nicht nur sicherheitstechnisch höchste Ansprüche erfüllt, sondern dem Endkunden eine hohe Flexibilität in der Produktion ermöglicht.“

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Eine der Vorgaben bestand also darin, die Produktion auf hohe Stückzahlen auszulegen. Denn beim Vorgängermodell wurde der Autohersteller gleichsam Opfer des eigenen Erfolgs: Die hohe Nachfrage führte plötzlich zu einem Produktionsengpass und damit verbunden zum Kauf einer Zweitanlage. Dieses Szenario möchte man beim neu lancierten Modell, durch eine auf hohe Stückzahlen ausgelegte Anlage, von Anfang an ausschliessen.

Aufgrund der begrenzten Platzverhältnisse im Werk wünschte der Kunde zudem, dass die neue Fertigung mit einer einzigen Montageanlage realisiert werden soll. Holger Zilian erinnert sich: „Wir standen vor der Herausforderung, eine kompakte Produktionsanlage für Radträger zu konstruieren, die sicherer und schneller produzieren kann und gleichzeitig wenig Platz benötigt. Aufgrund des Konzepts, das wir dem Auftraggeber schliesslich vorlegten, erhielten wir den Zuschlag. Dabei war von Anfang an klar, dass wir hierbei Kistler-Technologie miteinbeziehen.“

Hohe Präzision sichergestellt

Für den Bau der neuen Radträger-Produktionsanlage benötigte Staufermatic rund 12 Monate. Das primäre Augenmerk lag laut Zilian in der Sicherstellung der Präzision: „Beim Einpressen der Gummilager in die Radträger auf ein fixes Mass ist höchste Genauigkeit gefordert. Dies ist mit konventionellen hydraulischen Systemen nicht möglich. Mit einem solchen Verfahren besteht die Gefahr, dass der Gummi eingedrückt werden könnte. Deshalb setzten wir wie bereits bei ähnlichen Projekten auf die NC-Fügesysteme von Kistler.“

In der neu realisierten Anlage stehen jetzt drei NC-Fügespindeln vom Typ NCFN von Kistler. Die drei Spindeln kommen an drei von insgesamt vier Stationen zum Einsatz, um die Gummilager in die Radträger einzupressen. Dabei führen sie unterschiedliche Fertigungsschritte aus. An der ersten Station werden sogenannte Schubstrebenlager mit einem Kistler Fügemodul eingepresst. An der zweiten Station erfolgt das automatisierte Einpressen der Federlinkerlager. Nach dem Verschrauben der Radlager an der dritten Station wird schliesslich der Radflansch – wiederum mit einer NCFN Spindel von Kistler – eingepresst. Dabei wird das Bauteil jeweils von einem Roboter von Station zu Station weitergereicht.

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Über den Autor

Jan Vollmuth

Jan Vollmuth

, konstruktionspraxis – Alles, was der Konstrukteur braucht