SPS 2021 Elf Neuheiten aus der Elektrotechnik

Am 23. November öffnet die SPS smart production solutions ihre Tore in Nürnberg. Wir stellen heute schon einmal elf Neuheiten aus der Elektrotechnik vor, die auf der Messe zu sehen sein werden.

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Um die kompakten Motoren von SEW auch in der Bewegung sicher mit Energie und Daten versorgen zu können, hat Igus jetzt eine neue Hybridleitung entwickelt.
Um die kompakten Motoren von SEW auch in der Bewegung sicher mit Energie und Daten versorgen zu können, hat Igus jetzt eine neue Hybridleitung entwickelt.
(Bild: Igus)

1. Igus: neue Hybridleitung für SEW-Motoren

Hybridleitungen für die Antriebstechnik zeichnen sich dadurch aus, dass sie die Energie- und Datenübertragung in einer Leitung kombinieren. Die Folge: Die Anzahl der benötigten Leitungen halbiert sich. Im Fall der neuen SEW-Motoren mit Movilink-DDI-Schnittstelle vertraut der Antriebshersteller für die Datenübertragung der Motor­informationen auf ein Koaxelement. Um die kompakten Motoren auch in der Bewegung sicher mit Energie und Daten versorgen zu können, hat Igus jetzt eine neue Hybridleitung entwickelt. „Die Herausforderung bei Leitungen mit Koaxelementen besteht darin, dass sie bei hohen Dynamiken schnell störungsanfällig werden. Daher haben wir es uns zur Aufgabe gemacht, eine langlebige und flexible Leitung zu entwickeln, die auch in der Bewegung zuverlässig funktioniert“, erklärt Andreas Muckes, Leiter Produktmanagement Chainflex-Leitungen bei Igus. Für die neue Hybridleitung CF280.UL.H207.D wurden jetzt vier Energieadern mit einer Koaxialader und zwei Steuerpaaren zusammengeführt. durch die Zusammenlegung von zwei Leitungen in eine einzelne können Anwender 40 Prozent Platz in der Energiekette sparen.

SPS 2021: Halle 4, Stand 310

2. Michael Koch GmbH: strombasierte Lastspitzenreduktion per Plug-and-play

Strombasierte Lastspitzenreduktion kann einfach funktionieren: Ein kleines Kästchen aufgesteckt auf ein aktives Gerät der Energiemanagementfamilie Pxt der Michael Koch GmbH, Anschluss der mitgelieferten Strommesssensoren für die drei Phasen und die amperegenaue Eingabe des Maximalwerts für den Netzstrom. So ist sichergestellt, dass die für Lastspitzen der Maschine erforderliche Energie aus dem aktiven Energiemanagementsystem und nicht aus dem Stromnetz kommt. Der Mess- und damit Regelbereich des Pxt MX reicht bis 100 Ampere, so der Name des kleinen Kästchens. Viele Anwendungen mit geringerem Effektivstromwert können mit seiner Hilfe und dem verbundenen Pxt-System unter die Nennstromgrenzen der Sicherungen zum Stromnetz, z.B. von 63 oder 32 Ampere gebracht werden.

Erstmals auf einer Messe präsentiert die Michael Koch GmbH die Pxt-Familie inklusive Pxt MX auf der SPS 2021 in Nürnberg.
Erstmals auf einer Messe präsentiert die Michael Koch GmbH die Pxt-Familie inklusive Pxt MX auf der SPS 2021 in Nürnberg.
(Bild: Michael Koch)

Das aktive Energiemanagementsystem erweitert so die Einsatzbereiche elektrischer Maschinen und Anlagen. Schwache Stromnetze sind kein Hinderungsgrund mehr. Bestehende Infrastrukturen können auch für stärkere Antriebe genutzt werden, die nicht im Dauerbetrieb sind. Notwendig erscheinende und teils sehr aufwändige Investitionen in Netz- und/oder Absicherungs-Infrastrukturen müssen also nicht vorgenommen werden, um eine Maschine oder Anlage sicher und stabil zu betreiben. Von klein, d.h. maximal 20 Ampere Dauer und zwei Kilojoule Energiel, bis groß – mehrere Hundert Ampere Spitze und mehrere Megajoule Energie, sind je nach Anwendung individuell konfigurierbar. Die Lastspitzenreduzierung per Pxt MX bleibt dabei stets gleich einfach.

Visualisiert wird der Einsatz in Echtzeit über das Tool Pxt-Terminal, über das auch die aktiven Energiemanagementgeräte und -systeme der Pxt-Geräte parametriert und überwacht werden können. Optional mit Ethercat ausgestattet, ermöglicht Pxt MX auch die Einbindung in ein Feldbus-Netzwerk. Erstmals auf einer Messe präsentiert die Michael Koch GmbH die Pxt-Familie inklusive Pxt MX auf der SPS 2021 in Nürnberg.

SPS 2021: Halle 4, Stand 218

3. Helukabel: Lösungen für Antriebstechnik, Robotik, E-Mobilität

Helukabel zeigt u. a. sein Know-how in Sachen nachhaltiger Energieversorgung und Elektromobilität: Mit Ladeleitungen für elektrisch angetriebene Pkw, Lkw, Kleinkrafträder und Busse sowie Leistungskabeln für Pantographen und Hochfrequenzleitungen für induktive Ladesysteme bietet der Spezialist für viele Anwendungen optimale Lösungen. Das Portfolio umfasst auch Hybridleitungen, die mit Energie- und Datenübertragung mehrere Funktionen in sich vereinen. Mit Kabeln und Leitungen, die perfekt an unterschiedliche Einsatz- und Witterungsbedingungen angepasst sind, rüstet Helukabel zudem Wind- und Wasserkraftanlagen, Blockheizkraftwerke und Energiespeichersysteme aus. In der Industrie kommen die Helukabel-Produkte etwa in Schleppketten oder Robotern zum Einsatz. Als Systemanbieter liefert das Unternehmen hierfür komplette Lösungen aus einer Hand.

SPS 2021: Halle 2, Stand 230/231

4. Icotek: Kabeldurchführungen für den Reinraum

Icotek bietet Kabeleinführungssysteme speziell für den Einsatz in Reinräumen an.
Icotek bietet Kabeleinführungssysteme speziell für den Einsatz in Reinräumen an.
(Bild: Icotek)

Icotek bietet Kabeleinführungssysteme speziell für den Einsatz in Reinräumen an. Bereits erhältlich sind die bewährten Kabeleinführungsleisten für Leitungen mit und ohne Stecker vom Typ KEL-ER und KEL-U mit den dazu passenden Tüllen KT. Für Leitungen ohne Stecker sind die Kabeldurchführungsplatten KEL-DPZ ebenfalls als Reinraumversion erhältlich. Alle durch das Fraunhofer IPA geprüften und zertifizierten Kabeldurchführungssysteme für den Reinraum sind für Klasse 1 gemäß DIN EN ISO 14644-1:2015 geeignet und zertifiziert. In der Klasse 1 werden die höchsten An­forderungen gestellt.

SPS 2021: Halle 9, Stand 550+568 / Halle 3, Stand 371

5. Stäubli Electrical Connectors: neues Modul für modularen Combitac

Das Modul überwacht den Verbindungsstatus und bestätigt dem Nutzer, ob der Steckverbinder vollständig verbunden ist.
Das Modul überwacht den Verbindungsstatus und bestätigt dem Nutzer, ob der Steckverbinder vollständig verbunden ist.
(Bild: Stäubli)

Stäubli Electrical Connectors hat ein neues Modul für die jüngste Generation der modularen Steckverbinder Combitac direqt eingeführt: das nacheilende LMFB Modul (Last Mate First Break). Das Modul überwacht den Verbindungsstatus und bestätigt dem Nutzer, ob der Steckverbinder vollständig verbunden ist. Mit dieser Funktion ist die Fernüberwachung verschiedener Schnittstellen an einer zentralen Steuerung möglich. Dies können SPS-Steuerungen oder andere Meldesysteme auf Logikebene sein. Die Module eignen sich für Platten- und Gehäuseapplikationen in unterschiedlichen industriellen Anwendungen, Medizintechnik und Transportwesen.

SPS 2021: Halle 10, Stand 248

6. Rittal: die gesamte Wertschöpfungskette im Blick

Rittal, Eplan und German Edge Cloud (GEC) geben Antwort auf die Megatrends Digitale Transformation sowie Edge und Cloud Computing.
Rittal, Eplan und German Edge Cloud (GEC) geben Antwort auf die Megatrends Digitale Transformation sowie Edge und Cloud Computing.
(Bild: Rittal)

Von Engineering, Sourcing, Manufacturing bis zu Operations – die Unternehmen Eplan, Rittal und German Edge Cloud (GEC) zeigen auf der SPS 2021 neue Technologielösungen über die gesamte industrielle Wertschöpfungskette. Die Unternehmen geben Antwort auf die Megatrends Digitale Transformation sowie Edge und Cloud Computing. Sie zeigen neue Lösungen für eine datengestützte Optimierung im Steuerungs- und Schaltanlagenbau und Innovationen bis hinein in den Betrieb von Anlagen in industriellen Fertigungen. Stichworte sind der Digitale Zwilling von Engineering und Herstellung bis zur digitalen Schaltplantasche.

SPS 2021: Halle 3, Stand 133

7. Hummel: hybride Steckverbinder im Fokus

Hummel zeigt Hybridsteckverbinder in den Baureihen M16, M23 und M40.
Hummel zeigt Hybridsteckverbinder in den Baureihen M16, M23 und M40.
(Bild: Hummel)

Die Hummel AG bietet Hybridsteckverbinder in den Baureihen M16, M23 und M40. Besonders verbreitet sind die Steckverbinder der Baureihe M23, denn sie verbinden hohe Leistungsfähigkeit mit kompakter Bauform. Neu ist der M23 Hybrid Typ 2 (4 + 4 + 4 + PE) mit vier Leistungskontakten. Dieser Steckverbinder ist DC-fähig, d.h. er kann auch in Gleichstromnetzen eingesetzt werden. Genau wie der bewährte Hybridstecker (4 + 4 + 3 + PE) übertragen die vier Ethernet-Kontakte Daten bis 500 Mbit/s bei einer Leistungsverarbeitung von bis 28 A / 630 V. Sie sind konzipiert für die Datenübertragung via Single Pair Ethernet oder DSL. Der M40 Hybrid kann neben den Leistungsdaten der Standardbaureihe M40 auch Datenraten bis 100 Mbit/s übertragen. Darüber hinaus besitzt der M40 Hybrid ein zusätzliches Kontaktpaar, das dem Anwender in der Servo-Technik erlaubt auch hohe elektrische Kennwerte von Bremsen zu realisieren. Möglich sind hier bis 300 V / 8 A, eine Besonderheit im Hybridstecker. Eine bewährte Lösung bietet der Steckverbinder M16 (12 + 3) mit einer Leistungsverarbeitung bis 12 A sowie einer Datenübertragungsrate von bis zu 100 Mbit/s.

SPS 2021: Halle 10, Stand 358

8. Lapp: weitere Größen bei Mehrfacheinführungen

Auf Kundenwunsch erweitert Lapp sein Portfolio der Skintop-Multi-Mehrfacheinführungen um die Größen M25 und M32 für vier beziehungsweise acht Leitungen.
Auf Kundenwunsch erweitert Lapp sein Portfolio der Skintop-Multi-Mehrfacheinführungen um die Größen M25 und M32 für vier beziehungsweise acht Leitungen.
(Bild: Lapp)

Lapp baut sein Portfolio an Skintop-Multi-Mehrfacheinführungen weiter aus. Die Baureihe Skintop Multi-M steht für besonders kompakte Lösungen. Sie gibt es in rechteckiger Form und seit kurzem auch in runder Bauform. Die Kabel werden durch den elastischen Gel-Einsatz geschoben und sind durch die Haftreibung am Kabelmantel sicher positioniert sowie nach IP68-Schutz abgedichtet, so der Hersteller. Die patentierte Trichter-Stufen-Geometrie der einzelnen Einführungspunkte erhöht die maximalen Klemmbereiche mit bis zu 4 mm Varianz je Kabeldurchmesser. Die Skintop Multi-M besteht neben dem Geleinsatz aus einem stabilen Polycarbonat-Rahmen. Eine UL-Zertifizierung für den nordamerikanischen Markt ist gemäß den Normen UL 50, UL 50E, CSA C22.2 sowie UL 508A vorhanden. Bisher gab es die runde einschraubbare Mehrfacheinführung in drei Größen: M40 für bis zu 12 Leitungen, M50 für bis zu 18 Leitungen und M63 für bis zu 30 Leitungen, die gleichzeitig in ein Gehäuse eingeführt werden können. Auf Kundenwunsch erweitert Lapp nun sein Portfolio um die Größen M25 und M32 für vier beziehungsweise acht Leitungen.

SPS 2021: Halle 2, Stand 310

9. Carlo Gavazzi: Komponenten mit Funktionen für Predictive Maintenance

Der Motor-Softstarter RSGT eignet sich für 3-Phasen-Wechselstrom-Asynchronmotoren von 12 A bis 55 A.
Der Motor-Softstarter RSGT eignet sich für 3-Phasen-Wechselstrom-Asynchronmotoren von 12 A bis 55 A.
(Bild: Carlo Gavazzi)

Carlo Gavazzi präsentiert auf der SPS 2021 neue Komponenten mit Funktionen, die Ausschuss in der Produktion verringern und den Wartungsaufwand senken sollen. So hat der Hersteller in die digitalen Halbleiterrelais der NRG-Baureihe, die Überwachungs- und Diagnoseinformationen an die SPS übertragen, für eine präzise Temperaturregelung von Heizungsanwendungen eine Phasenanschnittsteuerung, eine Sanftanlauf-Funktion sowie Spannungskompensation integriert. Weiterhin unterstützt das Steuergerät und Gateway der NRG-Baureihe jetzt auch Ethercat. Mittels IO-Link umgesetzte Funktionserweiterungen der neuen Lichtschranken-Serie PD30...IO sollen den Aufwand insbesondere für Einrichtung und Wartung verringern. Neu ist weiterhin die Logging-Funktion zum Auslesen von Fehlermeldungen im Sanftanlaufgerät RSGT für Pumpen und Ventilatoren. Der Motor-Softstarter eignet sich für 3-Phasen-Wechselstrom-Asynchronmotoren von 12 A bis 55 A. Ein selbstlernender Algorithmus passt seine Parameter an unterschiedliche Anwendungen und Lastbedingungen an. Für den Bereich der mobilen Maschine zeigt Gavazzi induktive Sensoren mit E1-Zulassung.

SPS 2021: Halle 9, Stand 450

10. Escha: Konzeptlösung für Single-Pair-Ethernet-Technologie

Auf der SPS 2021 legt Escha ein Hauptaugenmerk auf die Single-Pair-Ethernet-Technologie (SPE). Escha wird ein erstes Konzept zeigen, das in Kundengesprächen weiterentwickelt und den aktuellen Bedürfnissen angepasst werden soll. SPE ist die Zukunftstechnologie in der industriellen Automatisierung. Über kompakte Leitungen und Steckverbinder können hohe Datenübertragungs raten bis an den weitentferntesten Sensor im Feld gebracht werden – ein wichtiger Baustein auf dem Weg zur vollvernetzten Produktion. Als Mitglied des SPE Industrial Partner Network e.V. treibt Escha die Entwicklung einer einheitlichen SPE-Schnittstelle mit voran. Auf dieser Grundlage hat das Unternehmen ein SPE-Konzept entwickelt, das auf der 2018 festgelegten T1-Industrial-Schnittstelle nach IEC 63171-6 basiert. Zudem präsentiert Escha zwei Produktneuheiten, die nach ihrer Messepremiere direkt erhältlich sein werden. Dazu zählen neue Steckverbinder in Deutsch- DT-Bauform, die sich vor allem an Applikationen im Bereich der mobilen Automation richten, sowie neue geschirmte Steckverbinder, die die bisherige hochpolige M8-Produktfamilie ergänzen.

SPS 2021: Halle 10, Stand 341

11. Tsubaki Kabelschlepp: Rückholeinheit für 3D-Energieketten

Die Pull-Back-Unit verhindert das Anschlagen der Energieführung am Roboterarm, indem sie sie auf Spannung hält.
Die Pull-Back-Unit verhindert das Anschlagen der Energieführung am Roboterarm, indem sie sie auf Spannung hält.
(Bild: Tsubaki Kabelschlepp)

Der aktive Rückholmechanismus Pull-Back-Unit (PBU) von Tsubaki Kabelschlepp soll sicherstellen, dass Robotrax-Energieführungen sicher geführt und abgelegt werden. Es handelt sich um ein bekanntes Problem in automatisierten Fertigungsprozessen: Bei schnellen Bewegungsabläufen und großen Arbeitsräumen schlagen die relativ langen Energieführungen am Roboterarm an. Die Pull-Back-Unit verhindert das, indem sie die Energieführung auf Spannung hält, so der Hersteller. Vorzeitiger Verschleiß tritt somit nicht auf, die Lebensdauer verlängert sich und teure Ausfallzeiten werden vermieden. Durch die kompakte Bauweise der Einheit ergeben sich weniger Störkonturen und ein geringeres Kollisionsrisiko. Die maximale Flexibilität in der Führung der Energiekette bleibt dem Unternehmen zufolge gewährleistet. Die PBU bewährt sich in unterschiedlichen Anwendungen. Sie lässt sich in Robotern unabhängig von Größe, Hersteller und Typ einsetzen und eignet sich auch für die Nachrüstung und Modernisierung von bestehenden Arbeitszellen. Standardbefestigungen sind für Roboter der Hersteller Kuka, ABB und Fanuc verfügbar.

SPS 2021: Halle 3, Stand 435

(ID:47782996)