Umsatz EBM-Papst meldet leichten Umsatzrückgang

Redakteur: Katharina Juschkat

Der Ventilatoren-Hersteller EBM-Papst verzeichnet einen leichten Umsatzrückgang im Pandemiejahr. Das Unternehmen sieht sich aber auf einem guten Weg – und plant die größte Investition seiner Unternehmensgeschichte.

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Das vergangene Geschäftsjahr schloss der Ventilatorhersteller mit leichtem Umsatzrückgang ab.
Das vergangene Geschäftsjahr schloss der Ventilatorhersteller mit leichtem Umsatzrückgang ab.
(Bild: EBM-Papst / Louisa Marie Summer)

EBM-Papst schließt das vergangene Geschäftsjahr mit leichten Verlusten ab: Der Umsatzerlös von 2,129 Milliarden Euro bedeutet einen Rückgang um 2,5 Prozent. Der scheidende Geschäftsführer Stefan Brandl zeigt sich dennoch zufrieden: „Hinter uns liegt ein sehr schwieriges Geschäftsjahr. Nach einem Umsatzrückgang von -28,6 % im April 2020 konnten wir Monat für Monat stetig aufholen und ein gutes Geschäftsjahr erzielen.“

Fragile Lieferketten bereiteten Probleme

Fragile Lieferketten zu Beginn der Pandemie forderten EBM-Papst höchste Flexibilität ab. Die Auswirkungen konnten unter anderem durch langfristige Verträge mit etablierten Lieferanten sowie durch die Internationalisierungsstrategie „local for local“ und dem damit verbundenen Ausbau lokaler Produktionskapazitäten in China, USA und Europa gering gehalten werden.

Auch die aktuell starke Nachfrage und Verknappung von Rohstoffen und Vormaterialien betreffen das Unternehmen. „Unsere Auftragsbücher sind gut gefüllt und wir setzen unter enormer Kraftanstrengung alles daran, unsere Kunden wie gewohnt zu bedienen“, bekräftigt Thomas Wagner, stellvertretender Vorsitzender und zukünftiger CEO der EBM-Papst Gruppe.

4,7 Prozent Umsatzwachstum geplant

Für das aktuelle Geschäftsjahr plant das Unternehmen mit einem Umsatzwachstum von 4,7 Prozent und eine leicht steigenden Belegschaft. Für den Bereich „Forschung und Entwicklung“ will das Unternehmen 126,2 Millionen Euro bereitstellen, unter anderem für die Weiterentwicklung auf den Gebieten Aerodynamik/Akustik, Digitalisierung und Material- und Fertigungsinnovation.

Mit einer neuen Unternehmensstrategie will EBM-Papst bis 2026 einen Umsatz von 2,6 Milliarden Euro erreichen. Mit der Strategie „Move26“ will man sich neben der Fokussierung auf das Kerngeschäft insbesondere auf Systemlösungen, digitale Lösungen und neue Geschäftsmodelle konzentrieren. Ab 2030 wird sich EBM-Papst in seinen europäische Produktion ausschließlich auf energiesparende EC-Ventilatoren und Motoren konzentrieren.

Größte Investition in der Unternehmensgeschichte

Aufgrund der steigenden Nachfrage investiert EBM-Papst insgesamt 182,7 Millionen Euro – die bisher größte Investition des Unternehmens – in vier Standorte: Im US-amerikanischen Johnson City startet der Bau eines neuen Produktionswerks. Durch einen Erweiterungsbau in Xi‘an, China, wird die Kapazität für das wachsende Geschäft in Asien weiter erhöht. In Deutschland investiert EBM-Papst in drei neue Forschungs- und Entwicklungsgebäude und in Italien erfolgt ein kompletter Produktionsneubau für Schutzgitter.

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