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Rundtische Druckmaschinen nutzt intelligente Rundtische als flexible Alleskönner

| Autor / Redakteur: Thorsten Schauder* / Jan Vollmuth

Die RS Druckmaschinen GmbH aus Bad Kreuznach setzt die kompakten Highspeed-Rundtische Fibrodyn DM an einer Heißprägemaschine zur Codierung von Kunststoffröhrchen für Blutanalysen ein und profitiert dabei von deren Flexibilität.

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Der FIBRODYN DM ermöglicht einen besonders kompakten Aufbau: Zuführung (halbrechts), Prägestation (links), Laserbeschriftung (Mitte) und Entnahme (rechts außen) sind dicht aneinandergereiht.
Der FIBRODYN DM ermöglicht einen besonders kompakten Aufbau: Zuführung (halbrechts), Prägestation (links), Laserbeschriftung (Mitte) und Entnahme (rechts außen) sind dicht aneinandergereiht.
(Bild: Fibro)

Ob Tachoanzeigen, Bremssättel, Smartphones, Kaffeeautomaten, Mülleimer, Gemüsekisten, Teelichter oder Kunststoffröhrchen für die Blutanalyse: Die RS Druckmaschinen GmbH in Bad Kreuznach zählt zu den weltweit erfahrensten Spezialisten für Maschinen zur Bedruckung industriell hergestellter Gegenstände.

Inhaber und Tüftler gleichermaßen

Wo andere längst abwinken, kommt das Team von RS Druckmaschinen so richtig in Fahrt und entwickelt gleichermaßen kompakte wie effiziente Heißpräge- und Siebdruckmaschinen. Inhaber und Macher Heinz-Jürgen Rickes versteht sich als Problemlöser und Pionier. Regelmäßig tüftelt er mit seinem Kreativteam an Neuentwicklungen, mit denen hocheffizient das bedruckt werden kann, was bislang noch gar nicht oder weit umständlicher bedruckt wurde.

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Dabei verfolgt Rickes eine konsequente Qualitätsstrategie. Vom Teilehandling über den Druck bis hin zur vollautomatischen Druckbildüberwachung überlässt er nichts dem Zufall. Entwicklungsprojekte umfassen daher bei RS Druckmaschinen immer auch entsprechende Versuchsreihen. Darauf legt Rickes größten Wert, erst recht, wenn Geometrien bedruckt werden, die niemals zuvor realisiert worden waren.

Perfektion als Maßstab

Während Drucke auf Kerzen möglichst ästhetisch sein müssen, werden Drucke mit metallischen Folien vor allem zur Veredelung von Produkten eingesetzt. Labor-Equipment wiederum muss eine automatisierte Identifizierung via Bar- oder Data-Matrix-Code und Reinraumbedingungen gewährleisten. „Für uns macht es keinen Unterschied, ob der Druck ästhetische Zwecke erfüllt oder eine Funktion hat – letztlich muss er immer perfekt sein“, betont Heinz-Jürgen Rickes.

Gezielt fahndet RS Druckmaschinen nach versteckten Reserven im Druckprozess. So gelingt es beispielsweise bei Mehrfarbendrucken über den Einsatz von Bilderfolien immer wieder, Anlagen deutlich zu verschlanken und damit das Investitionsvolumen der Kunden zu senken. Kein Wunder also, dass 80 % der weltweit rund 3000 Abnehmer von RS Druckmaschinen immer wieder mit neuen Aufträgen vor der Türe stehen. Umso wichtiger ist es, über bewährte Standards zu verfügen, auf die die kundenspezifischen Lösungen aufgesetzt werden können. Dazu zählen grundlegende Maschinenkonzepte ebenso wie standardisierte Komponenten, die kreative Spielräume ermöglichen.

Kompakter Aufbau

Bestes Beispiel: die direktangetriebenen Rundtische der Baureihe Fibrodyn DM von Fibro. Die preisattraktiven Highspeed-Rundtische vereinen kompakte Abmessungen und extrem kurze Schaltzeiten mit der Möglichkeit einer flexiblen Positionierung. An einer Heißprägemaschine zur Beschriftung von Kunststoffröhrchen für Blutproben, sogenannten Tubes, werden die Vorteile der intelligenten Rundtische deutlich: Mit einer Taktzeit von 1,5 Sekunden werden die Kunststoffteile (Länge 40 mm, ø 7 mm) im 24/7-Betrieb unsortiert aus einem Teilebunker entnommen, vereinzelt, orientiert, mit einer zweischichtigen Folie gelabelt, an der Stirn- und Mantelfläche mit einem 2D-Code zur eindeutigen Identifikation per Laser bedruckt, zu 100 % kontrolliert und schließlich in ein Rack abgelegt beziehungsweise als NIO-Teile ausgeschleust.

Da die Anlage Reinraumbedingungen erfüllen muss, war eine unmittelbare Bedruckung der Röhrchen nicht möglich. Zu groß wäre das Risiko, dass die dabei auftretenden Stäube beziehungsweise die Ausdünstungen beim Einsatz von Tinte im Rahmen der Reinraumzertifizierung zu Problemen geführt hätten. Besondere Herausforderungen waren die beengten Platzverhältnisse und die hohe Taktrate. „Der Rundtisch muss in dieser Anwendung kompakt, schnell und präzise sein“, erläutert Dominik Sperling, Konstrukteur bei RS Druckmaschinen. „Wenn er bei einem so kleinen Teil einen zehntel Millimeter versetzt positioniert, ist das für die Bedruckung schon ungünstig.“

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