Pneumatik Druckluftsysteme nach Bedarf auslegen

Redakteur: Dipl.-Ing. Dorothee Quitter

Neue Druck- und Durchflussregelventile von SMC Pneumatik senken den Druckluftverbrauch von Antrieben und vermeiden ein ruckartiges Anfahren der Zylinder.

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Druckregelventil ASR. Druckregelventil und Durchflussregelventil werden kombiniert auf den Zylindern montiert. Dabei sitzt das Durchflussregelventil ASQ auf der Arbeitshubseite und das Druckregelventil ASR auf der Rückhubseite.
Druckregelventil ASR. Druckregelventil und Durchflussregelventil werden kombiniert auf den Zylindern montiert. Dabei sitzt das Durchflussregelventil ASQ auf der Arbeitshubseite und das Druckregelventil ASR auf der Rückhubseite.
(Bild: SMC Pneumatik)

Eine Maßnahme zur Steigerung der Energieeffizienz von pneumatischen Systemen ist die bedarfsgerechte Auslegung des Druckluftsystems. Unterscheiden sich der benötigte Zylinderbetriebsdruck im Arbeitshub und Rückhub, kann mit den neuen Druckluftreglern und Durchflussreglern von SMC Pneumatik der Eigenluftverbrauch beim Rückhub um 40 % gesenkt werden. Das trägt erheblich zur Energieeffizienz bei.

Dazu müssen Anwender das Druckregelventil ASR und das Durchflussregelventil ASQ auf dem Zylinder ihrer Antriebe kombinieren. Mit den Regelventilen lässt sich auch die Ansprechzeit beim Rückhub erheblich verkürzen.

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Darüber hinaus tragen die Regelventilserien ASR und ASQ in vertikalen Anwendungen dazu bei, die Hubbewegung zu harmonisieren und das ruckartige Anfahren zu verhindern. Ventilkörper und Steckanschluss der neuen Regelventile sind um 360° schwenkbar, sodass eine schnelle und einfache Montage gewährleistet ist. Insgesamt umfasst das Sortiment der neuen Druckregel- und Durchflussregelventile ASR/ASQ je 5 Modelle. SMC bietet diese für die Anschlussgrößen R1/4, R3/8, R1/2 und für Schlauchdurchmesser von 6 bis 12 mm an. Kunden können dabei zwischen Ventilen mit fixem oder variablem Einstelldruck wählen.

Energieeffizienz im Druckluftsystem

Während die optionale Variante auf einen Druck von 0,2 MPa fest fixiert ist, kann der Druck bei den variablen Standardmodellen zwischen 0,1 und 0,3 MPa anwendungsspezifisch angepasst werden. Die Einstellung erfolgt manuell über einen Drehknopf mit dreiteiliger Skala. Druckregelventil und Durchflussregelventil werden kombiniert auf Zylindern montiert. Dabei sitzt das Durchflussregelventil ASQ auf der Arbeitshubseite und das Druckregelventil ASR auf der Rückhubseite. Im Aufbau unterscheiden sich beide Ventilserien nur wenig: Die Druckregelventile der Serie ASR bestehen aus einem Regler mit Rückschlagventil und Drosselrückschlagventil. Die Durchflussregelventile der Serie ASQ enthalten ein Schnellversorgungs- und ein Entlüftungsventil sowie ein Drosselrückschlagventil. Das Einschraubgewinde ist mit Fluorpolymer beschichtet.

Einspareffekt steigt mit Zylindergröße

„Die Bedeutung der Energieeffizienz von Maschinen und Anlagen wird aufgrund der politischen Rahmenbedingungen und der steigenden Energiepreise immer weiter zunehmen. Das bestätigen viele aktuelle Studien“, erklärt Harald Kühne, SMC Sales Engineering. „Mit den neuen Drucklufteinspar- ventilen von SMC haben Maschinenhersteller jetzt die Möglichkeit, ihr Produkt energieeffizienter zu gestalten. Und das, ohne grundlegende Konstruktionsänderungen vornehmen zu müssen. Hersteller, die das für sich nutzen, können Wettbewerbsvorteile generieren, die sich im Umsatzwachstum und Zugewinn von Marktanteilen auszahlen.“

Der Einsatz der ASR/ASQ Regelventile ist bei allen Zylindern wirtschaftlich sinnvoll, die einen Durchmesser von mindestens 50 mm und einen Hub von mindestens 200 mm bei einem Eingangsdruck von mindestens 6 bar aufweisen. Voraussetzung ist, dass sich der benötigte Zylinderbetriebsdruck im Arbeitshub und Rückhub unterscheiden. Dabei steigt der Einspareffekt für Anwender mit dem Druckunterschied zwischen Arbeitshub und Rückhub sowie der Größe des Zylinders bzw. der benötigten Luftmengen. (qui)

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