Pneumatik Druckluft im Formprozess doppelt genutzt

Redakteur: Juliana Schulze

Das Unternehmen Drucklufttechnik aus Chemnitz hat ein Verfahren entwickelt, um PET-Flaschen mit Druckluft in Form zu bringen. Die Deutsche Bundesstiftung Umwelt (DBU) fördert die Entwicklung mit rund 135 000 Euro.

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Das Design von Plastikflaschen treibt die schönsten Blüten. Um PET-Flaschen und Kunststoffbehälter in Form zu bringen, wird in der Industrie Druckluft verwendet. Nach dem Aufblasen „verpufft“ aber die Luft und auch die dafür angewendete Energie. Das Unternehmen Drucklufttechnik aus Chemnitz entwickelt derzeit ein neues Verfahren, das das verhindern soll: In einem Puffer soll die im Prozess verbrauchte Druckluft zwischengespeichert und für weitere Arbeitsgänge verwendet werden. Das senkt den Energieverbrauch und schont die Umwelt. Die Deutsche Bundesstiftung Umwelt fördert die Entwicklung aus Sachsen mit rund 135 000 Euro. „Das Aufbereiten von Druckluft, also das Entfeuchten und Verdichten, ist sehr energieaufwendig“, erklärt DBU-Fachreferent Ulrich Löscher. Das mache die Druckluft zu eine der teuersten Energieformen überhaupt. Bei der sogenannten Blasformung gehe die Energie nach dem Ausformen von Flaschen und anderen Behältern aus Plastik ungenutzt an die Atmosphäre verloren. Ein Puffer, der die verbrauchte Druckluft auffängt und zwischenlagert, sei die energiesparende Lösung. Die Luft könne für das Formen mit niedrigerem Druck weiter verwendet werden.

20 Prozent weniger Energie werden gebraucht

Die technischen Komponenten sollen in bereits bestehende Anlagen integriert werden können. Mindestens 20 Prozent weniger Energie sollen mit der neuen Technik beim Herstellen von hohlen Plastikbehältern verbraucht werden. Bei einem bundesweiten Einsatz ließen sich in Deutschland annährend 20 Millionen Kilowattstunden Energie im Jahr einsparen, soviel wie 40 000 Gefrierschränke in einem Jahr verbrauchen.

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