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Entwurf Drei Neuheiten aus der Simulation

| Redakteur: Lilli Bähr

Hier stellen wir drei Neuheiten aus dem Bereich der Simulation vor – von der Prozesssimulation für 3D-Drucker bis hin zur Investitionsrechnung, um Einsparpotenziale bei virtueller Inbetriebnahme zu ermitteln.

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Dank der neuen Partnerschaft von Markforged und MSC können Hersteller die Festigkeit und Leistungsfähigkeit ihrer 3D-gedruckten Bauteile validieren.
Dank der neuen Partnerschaft von Markforged und MSC können Hersteller die Festigkeit und Leistungsfähigkeit ihrer 3D-gedruckten Bauteile validieren.
(Bild: MSC)

1. 3D-gedruckte Verbundteile validieren

Markforged, Hersteller von 3D-Druckern für Metall- und Kohlefaser, und MSC Software, Anbieter von CAE-Simulationssoftware und Dienstleistungen, sind eine Technologie-Partnerschaft eingegangen. Die Unternehmen bieten für die 3D-Drucker von Markforged jetzt Prozesssimulation, Simulation des Bauteilverhaltens und Materialanalysetools an:

  • Material Engineering: Kunden von MSC und Markforged haben Zugriff auf digitale Materialkarten, welche mechanische und weitere Materialeigenschaften der endlosfaser- und kurzfaserverstärkten Kunststoffe von Markforged erfassen.
  • Prozesssimulation: Anwender können zukünftig den 3D-Druck in der Software von MSC modellieren. Sie können auch Standards zur Druckkalibrierung erstellen, jede Maschine für das Bauteil optimieren und erreichen, dass jedes Bauteil auf Anhieb richtig gedruckt wird.
  • Bauteilverhalten: Die Material- und Druckinformation von Markforged werden mit der FE-Simulation von MSC verbunden. Es lassen sich Simulationen für Entwürfe mit Endlosfasern und gedruckten Thermoform-Kunststoffen durchführen, um Festigkeit und Betriebsverhalten der Teile vorherzusagen.

2. CAD und Anlagensimulation wachsen enger zusammen

Die Simplan-Gruppe präsentiert auf der diesjährigen Logimat in Stuttgart „CAD Is The Model“ (CITM). Mithilfe dieser Applikation lassen sich „Aspects“ zur Beschreibung des Verhaltens einer Anlagenkomponente, wie Maschinen, Roboter oder Handling-Systeme, bereits im CAD-System definieren und direkt an die Simulationssoftware Emulate 3D übergeben. Die bislang übliche, zeitaufwändige Erfassung entfällt.

Export und Import von Emulate-3D-CAD-Daten über CITM. Mit CITM überträgt das CAD-System die Daten mit jedem Export, so der Hersteller.
Export und Import von Emulate-3D-CAD-Daten über CITM. Mit CITM überträgt das CAD-System die Daten mit jedem Export, so der Hersteller.
(Bild: SimPlan AG)

Bisher wurden CAD-Daten ohne jegliche Informationen für die Emulation nach Emulate 3D übernommen. Auch gingen bei einem Update die Informationen zur Beschreibung des Anlagenverhaltens verloren und mussten neu protokolliert werden. Mit CITM überträgt das CAD-System die Daten mit jedem Export, so der Hersteller. Das soll den Planungsprozess beschleunigen und die Planungsqualität erhöhen.

Konstrukteure können somit in ihrer gewohnten CAD-Umgebung arbeiten und die erforderlichen Angaben für die Simulation oder Emulation erfassen. Die Technologie ist für Solidworks und Autodesk Inventor sowie in Kürze für Creo Parametric verfügbar.

Simplan auf der Logimat 2020: Halle 8, Stand B06

3. Einsparpotenziale bei virtueller Inbetriebnahme ermitteln

Machineering, Lösungsanbieter rund um Simulation und Automation, bietet Unternehmen ab sofort eine Investitionsrechnung an, mit der die individuellen Potenziale beim Einsatz einer virtuellen Inbetriebnahme ermittelt werden können.

Das Unternehmen hat bereits zusammen mit einem Kunden den gesamten Analyseprozess durchlaufen und so konnten die damit ermittelten Potenziale vollkommen ausgeschöpft werden. Bei dem Sondermaschinenbauer wurde eine Bestandsaufnahme durchgeführt und Prozesskennzahlen ermittelt. Daraufhin wurde ein kundenspezifisches Konzept mit einem Regelwerk zum Simulationseinsatz ermittelt, der zeigt, welche positiven Auswirkungen der Einsatz haben wird.

Ein Jahr nach der erfolgreichen Implementierung der Simulationssoftware Industrial Physics wurden die gleichen Kennzahlen nochmals ermittelt und so konnten die tatsächlich erzielten Einsparungen beziffert werden.
Ein Jahr nach der erfolgreichen Implementierung der Simulationssoftware Industrial Physics wurden die gleichen Kennzahlen nochmals ermittelt und so konnten die tatsächlich erzielten Einsparungen beziffert werden.
(Bild: Machineering)

Ein Jahr nach der erfolgreichen Implementierung der Simulationssoftware Industrial Physics wurden die gleichen Kennzahlen nochmals ermittelt und so konnten die tatsächlich erzielten Einsparungen beziffert werden. Der Kunde konnte über alle Unternehmensbereiche hinweg insgesamt 2,5 Mio. Euro einsparen. Mit einem Einsparungspotenzial von rund 1,7 Mio. Euro amortisieren sich die Kosten für die Anfangsinvestition bereits nach drei Monaten.

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