Suchen

VR/AR

Drei Neuheiten aus dem Bereich VR und AR für die Entwicklung

| Redakteur: Dipl.-Ing. (FH) Monika Zwettler

Hier stellen wir drei Produktneuheiten aus dem Bereich Virtuelle und Erweiterte Realität vor, die ihre Vorteile unter anderem in der Entwicklung und Konstruktion von Fahrzeugen ausspielen.

Firmen zum Thema

In der Fahrzeugentwicklung wird schon länger auf die Möglichkeiten der Virtuellen und Erweiterten Realität gesetzt.
In der Fahrzeugentwicklung wird schon länger auf die Möglichkeiten der Virtuellen und Erweiterten Realität gesetzt.
(Bild: Asap)

1. Komplette Fahrzeuge automatisch in einer VR-Brille visualisieren

Neue intelligente VT-DMU-Algorithmen in der Datenreduzierung von Invenio sollen die Visualisierung in der Virtual-Reality (VR)-Welt revolutionieren. Komplette Fahrzeuge lassen sich so zum Beispiel auf Abruf automatisch in einer VR-Brille visualisieren. Der Algorithmus entscheidet selbständig ob und wie die Daten um bis zu 90 % reduziert werden können. Die Innovation kombiniert eine maximale Datenreduzierung mit größter Oberflächenqualität – die Darstellungsgrenzen sind einzig von der Qualität der Ausgangsdaten abhängig.

Bildergalerie

Ausgangsdaten maßgeblich für Darstellungsqualität

Herausforderung war es, die große Anzahl der möglichen Stellgrößen so zu orchestrieren, damit die notwendigen Rahmenbedingungen für eine mögliche VR-Visualisierung geschaffen werden. Zentrale Stellgrößen hierbei sind das Manipulieren und Bereinigen der tessilierten Daten sowie das Entkernen der Bauteile. Mit der Lösung sind die Darstellungsgrenzen nur von der Qualität der Ausgangsdaten abhängig.

2. Wie aus Daten mit AR-Mapping erlebbare Produkte werden

In einem aktuellen Kundenprojekt setzt Asap Communication Service Augmented Reality (AR) ein, um den Nutzern das Eintauchen in eine virtuelle Welt zu ermöglichen: Für das Audi Forum in Neckarsulm hat die Kommunikationsagentur die Karosserie eines Audi A8 mit all seinen Facetten virtuell zum Leben erweckt. Besucher des Forums erhalten auf Wunsch ein Tablet, mit dem sie die simulierte Karosserie virtuell besichtigen können. Der Nutzer hat von überall aus die Möglichkeit, 3D-Geometrien in Echtzeit in den Raum zu projizieren und so mit dem Objekt zu interagieren.

Interessant auch für Entwickler

Die Technologie ist auch für Entwickler interessant, die damit von den erweiterten Möglichkeiten der Informationsbeschaffung sowie Datenverarbeitung und -darstellung profitieren. Für seine Kunden arbeitet der Asap Communication Service mit AR beispielsweise auch an der Visualisierung von Bauteilen und Systemen, bevor diese real existieren. Daten-Modelle können dadurch bereits ab frühestem Entwicklungsstadium realistisch dargestellt werden und ermöglichen eine 360°-Betrachtung. Dafür wählt die Agentur Konstruktionsdaten aus, bereitet sie auf und wandelt sie anschließend über VR-Software-Engines in fotorealistische Filme, Bilder, 3D-Animationen oder eingebettete Hologramme um.

3. Stereomonitor ergänzt VR-Brillen für CAx-Anwendungen

Mit dem VR Plura-View Monitor bekommt der Begriff 3D-CAD laut Schneider Digital eine neue Wertigkeit für CAx, Konstruktion & Design: Durch das VR-System werde das Arbeiten in Virtual Reality-Umgebungen sowie die stereoskopische Visualisierung in Konstruktion und Design Wirklichkeit.Der VR Plura-View ist ein passiver Virtual-Reality-Stereomonitor. Als vollwertiges VR/AR-Desktop-System basiert er auf dem 3D-Plura-View-Monitor. Die flimmerfreie Beamsplitter-Technologie ermöglicht dem Anwender - auch über einen längeren Zeitraum - ein ermüdungsfreies VR-Arbeiten. Ausgerüstet mit einem High-Tech-Tracking-System, ermöglicht der Monitor nun die Interaktion mit 3D-Stereo-Modellen und -Content über alle Achsen: Zoomen, drehen und neigen ohne Maus, entweder über Head-Tracking und/oder mittels Tracking-Balls oder 3D-Pen.

Monitor ergänzt VR-Brillen

Das integrierte Infrarot-Tracking-System des VR Plura-View lässt den Anwender „virtuell“ in die 3D-Umgebung eintauchen. Per Head-Tracking, mit den Tracking-Balls und/oder dem Tracking-Pen bewegt der Anwender das Modell intuitiv über Kopf- und Handbewegungen. Der Einsatz einer CAD-Maus oder anderer 3D-Eingabegeräte entfällt dadurch komplett. Große, retroreflektierende Marker ermöglichen eine sichere Erkennung durch die IR-Kameras und ermöglichen so eine flüssige Bewegung im virtuellen Raum beim perspektivischen Betrachten von Modellen.

Der VR Plura-View ist aufgrund seiner Konzeption eine sehr gute Ergänzung zu VR-Brillen. So kann beispielsweise ein Modell oder eine Konstruktion im virtuellen Raum mittels VR-Brille eindrucksvoll präsentiert werden, die weitere CAD-Bearbeitung und Optimierung erfolgt jedoch auf einem passiven VR-Monitor. Die Monitore lassen sich mit vielen CAD-Systemen Plug & Play betreiben.

Dieser Beitrag ist urheberrechtlich geschützt. Sie wollen ihn für Ihre Zwecke verwenden? Kontaktieren Sie uns über: support.vogel.de (ID: 46100876)