Drehgeber Drehgeber regeln die Nachführung des Suntrackers auch in eisigen Einsatzgebieten

Redakteur: Ute Drescher

Die Ausrichtung von Messvorrichtungen und anderen Geräten auf die Sonne erfordert eine Nachführeinrichtung. Sie folgt dem scheinbaren Lauf der Sonne, in Wahrheit der Erddrehung. Je genauer die Ausrichtung, desto zuverlässiger die wissenschaftlichen Messergebnisse und desto höher die Ausbeute von Sonnenkollektoren. Zuverlässige Rückmeldung über die aktuelle Position der Nachführeinheit gibt im Suntracker SPTR ein magnetischer Absolutwertgeber.

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Auf einer Eisscholle durch die Arktis driften, das klingt nach Schiffbruch und Katastrophe – aber auch nach wissenschaftlichen Untersuchungen. Von September 2007 bis April 2008 nahm ein deutscher Wissenschaftler an der mittlerweile 35. derartigen Mission russischer Forscher teil.

Das Alfred-Wegener-Institut für Polar- und Meeresforschung hatte zu diesem Zweck unter anderem einen Suntracker und ein Sonnenphotometer der Dr. Schulz & Partner GmbH zur Datenerhebung ausgewählt. Die Mitarbeiter des Unternehmens sind bereits seit 1978 im Bereich der Forschung und Entwicklung von Messgeräten für die Meteorologie und die Klimaforschung tätig, zunächst im Observatorium Lindenberg und seit 1991 als eigenes Unternehmen.

Die ersten Arbeiten auf dem Gebiet spektraler Sonnen- und Himmelsstrahlenmessung brachten BAS-Spektralphotometer (Boden-Atmosphären-Spektrometer) hervor. Das Team von Dr. Schulz sammelte bei internationalen Messeinsätzen große Erfahrung mit Strahlungsmessungen in der Atmosphäre. Heute bietet das Unternehmen mit Sitz in Buckow Photometer für die Messung von Sonnenstrahlen und Sternenlicht sowie den Suntracker SPTR, der mit Sensorik aus Putzbrunn auf der Eisscholle den Stand der Sonne verfolgte.

Nachführsystem eignet sich auch für das industrielle Umfeld

Technisch ist der SPTR ein Nachführsystem, mit dem kleine und mittlere Lasten ausgerichtet werden können. Die Ausrichtung eines Messgerätes auf die Sonne ist eine besonders typische Anwendung, die dem System den Namen gibt. Möglich ist ebenso der Einsatz von Kameras oder anderen Geräten für wissenschaftliche Untersuchungen oder im industriellen Umfeld.

Das Nachführsystem funktioniert an allen Positionen auf der Welt; lediglich in Äquatornähe wird ein Null-Grad-Adapter benötigt, um die Ausrichtung korrekt auszuführen. Die Achsen für die Drehung werden über Schrittmotoren gesteuert, mit denen sehr feine Bewegungen möglich sind – hier beträgt der kleinste Schrittwinkel nur neun Tausendstel Grad (0,009°).

Für die Nachführung im mobilen Einsatz erfolgt die exakte Ausrichtung über Visiersignale. Diese Betriebsart ist besonders geeignet, wenn der Aufstellort des Suntrackers sich bewegt, etwa im Flugzeug, auf einem Schiff oder eben auf einer Eisscholle. (Absolutwertgeber erfassen die Daten für die Positionskontrolle – das lesen Sie auf der nächsten Seite)

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