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Distanzkupplung Distanz von 6 m mit Leichtigkeit überbrückt

KBK Antriebstechnik hat für einen Kunden eine neuartige Distanzkupplung zum Synchronisieren von Achsen und Überbrücken großer Achsabstände entwickelt und dabei einen Carbon-Werkstoff eingesetzt. Aufgrund der Werkstoffwahl lässt sich eine Distanz von 6 m problemlos überwinden.

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Mit der neuentwickelten Distanzkupplung aus carbonfaserverstärktem Kunststoff (CFK) von KBK Antriebstechnik sollen Achsabstände von 6 m überbrückt werden können.
Mit der neuentwickelten Distanzkupplung aus carbonfaserverstärktem Kunststoff (CFK) von KBK Antriebstechnik sollen Achsabstände von 6 m überbrückt werden können.
(Bild: KBK)

Eine Länge von 6 m überwinden ist auch für erfahrene Profis im Kupplungsbau keine leichte Aufgabe. Präzisionsaluminiumrohre gelten hierbei als hervorragende Lösung im Leichtbau von spielfreien Distanzkupplungen. Für den Kundenauftrag, den KBK Antriebstechnik erfüllen musste, stieß jedoch auch dieses Material an seine technischen Grenzen. „Wir mussten uns etwas völlig Neuartiges ausdenken“, erklärt Sven Karpstein, Vertriebsleiter bei KBK. Aus Aluminium hätte die Distanzkupplung ein Gewicht von ca. 18 kg erreicht. Abgesehen von der unpraktischen Handhabung bei der Montage hätte das hohe Eigengewicht zu leichtem Durchhängen der Kupplung geführt, so dass es bei schnellerer Rotation zum Aufschwingen des Systems gekommen wäre.

Verbundmaterial als neue Lösung

Die KBK-Ingenieure kontaktierten einen Hersteller von carbonfaserverstärktem Kunststoff (CFK) und konstruierten mit seiner Unterstützung auf Basis der Baugröße 28 der Distanzkupplung DRE eine nur rund 3 kg schwere Distanzkupplung, die sich nicht durchbiegt und dadurch auch bei 6 m Länge eine relativ hohe Umdrehungszahl von rund 100 min-1 bei einem übertragbaren Nenndrehmoment von 160 Nm erreicht. Außerdem soll diese Lösung eine hohe Torsionssteifigkeit bieten. Die DRE lässt sich laut Hersteller einfach radial montieren und wirkt schwingungsdämpfend durch beidseitige Elastomerzahnkränze.

Der Prototyp überzeugte den Kunden, der die Distanzkupplung für eine Automobilfertigungslinie benötigte. Die Naben wurden ebenso wie bei den Aluminiumvarianten mit dem Rohr verklebt. Dazu wurde das Klebeverfahren für den neuen Werkstoff abgewandelt. Für Sven Karpstein ist die Entwicklung mit dem erfolgreichen Prototypen noch nicht am Ende: „Mit der Erfahrung aus dieser Entwicklung werden wir selbstverständlich je nach Kundenbedarf noch weitere Baugrößen der Carbon-Distanzkupplung konstruieren.“ (sh)

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