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Schraube

Direkt-Verschraubungen früh verifizieren

| Redakteur: Dorothee Quitter

Für die neue Evo-PT-Schraube von Ejot ist eine Vorausberechnung der Verbindung unter Berücksichtigung der relevanten Einsatzbedingungen bereits in der frühen Entwicklungsphase möglich.

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Die Evo-PT-Schraube kombiniert erstmalig fertigungs- und anwendungstechnisches Wissen mit neuen, auf physikalischen Computersimulationen beruhenden Methoden.
Die Evo-PT-Schraube kombiniert erstmalig fertigungs- und anwendungstechnisches Wissen mit neuen, auf physikalischen Computersimulationen beruhenden Methoden.
( Bild: Ejot )

Moderne technische Kunststoffe erschließen aufgrund ihrer außerordentlich hohen Belastbarkeit immer weitere Marktsegmente. Mögliche Anwendungsfelder finden sich in sämtlichen industriellen Bereichen. Insbesondere in der Automobilindustrie, wo die verwendeten Bauteile oftmals für sehr hohe Temperaturen ausgelegt werden, kommen diese thermoplastischen Konstruktionswerkstoffe zum Einsatz. Für diese hohen Belastungen muss auch die verwendete Verbindungstechnik konzipiert werden.

Ejot verfügt über eine jahrzehntelange Expertise in diesem Segment und bringt nun mit der Evo-PT-Schraube die nächste Evolutionsstufe in der Kunststoff-Direktverschraubung auf den Markt. Die lange Erfahrung in der Projektbegleitung beim Kunden war eine wertvolle Wissensbasis für die Entwicklung der neuen Schraube. Sie sollte nicht nur mit hervorragenden verbindungstechnischen Eigenschaften ausgestattet sein, sondern auch erstmalig fertigungs- und anwendungstechnisches Wissen mit neuen, auf physikalischen Computersimulationen beruhenden Methoden, kombinieren.

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Potenzial zur Vereinheitlichung

Durch eine konsequente Geometrieanalyse der Bauteile werden in enger Abstimmung mit den Kunden Potenziale zur Vereinheitlichung aufgezeigt. Bisher waren bei der Auslegung von Schraubverbindungen verschiedene Schraubenlängen erforderlich, um bei unterschiedlichen Klemmteildicken identische Einschraubtiefen zu erzielen. Ansonsten konnte nicht mit gleichen Anziehdrehmomenten gearbeitet werden. Durch die besondere Gewindeformzone der Evo PT besteht nun die Möglichkeit, ein nahezu konstantes Eindrehmoment über der Einschraubtiefe zu erzeugen. Identische Schraubenabmessungen, je nach individuellen Gegebenheiten auch bauteilübergreifend, sorgen für eine Reduzierung der Teilevielfalt in der Montage und tragen damit maßgeblich zu einer wirtschaftlichen und prozesssicheren Fertigung bei.

Intelligenter Berechnungsservice

Für unterschiedliche Schraubendurchmesser zeigen Berechnungen mit dem Tool Evo Calc, ob eine Vereinheitlichung mit bereits vorhandenen Schrauben möglich ist, oder eine Über- oder Unterdimensionierung der Schraubverbindung vorliegt. So wird wertvolle Entwicklungszeit eingespart. Die Vorhersage von Drehmomenten und Vorspannkräften ist dabei selbstverständlich. Als besondere Unterstützungsleistung für Konstrukteure und Entwickler ermöglicht Evo Calc darüber hinaus auch eine Berechnung des Relaxationsverhaltens der Kunststoff-Direktverschraubung unter Temperatureinfluss.

CAE für komplette Baugruppen

Zur Betrachtung und Analyse von Mehrschraubenverbindungen einer kompletten Baugruppe bietet Ejot leistungsstarke CAE-Services. Damit können Kunden prüfen, ob die Verbindungen den definierten Belastungen dauerhaft standhalten. Das frühzeitige Erkennen von eventuellen Überlastungen im Bauteil hilft bereits in einem frühen Stadium der Entwicklung, Fehlkonstruktionen zu vermeiden. Bei frühzeitiger Reaktion und Änderung der Konstruktion sind enorme Zeit- und Kosteneinsparungen möglich. Mittels FEM-Analyse des Bauteiles wird die höchstbelastete Stelle in der Verbindung ermittelt. Diese Informationen fließen dann in die weitere Entwicklung der Baugruppe ein.

Die Evo-PT-Schraube kombiniert damit die sehr guten verbindungstechnischen Eigenschaften mit neuartigen Prognosewerkzeugen, welche die Auslegung, die Montage und auch das Verhalten einer Schraubverbindung präzise abbilden können. Darüber hinaus möchte Ejot nicht nur dem Konstrukteur wertvolle Unterstützung bieten, sondern möglichst allen an der Produktion beteiligten Instanzen. Dies beinhaltet die Berücksichtigung der Bedürfnisse aller an den Beschaffungs-, Produktions- und Qualitätssicherungs-Prozessen beteiligten Personen. Denn jeder Prozess hat Einfluss auf den Gesamterfolg des Unternehmens. (qui)

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Mehr Informationen: Anwendertreff Leichtbau

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