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Oberflächenbeschichtung Direct-Coating-Technologie kombiniert Spritzguss und Spritzlackierung

| Redakteur: Dorothee Quitter

Auf der K 2016 zeigt Covestro den Prototyp einer neu gestalteten Lenkradabdeckung. Die Entwicklung demonstriert eine große Bandbreite an Farben, Oberflächenstrukturen und haptischen Eindrücken, die mittels Direct-Coating aus einem Werkzeug am selben Bauteil darstellbar ist.

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Visionärer Prototyp einer mit DirectCoating gefertigten Lenkradabdeckung
Visionärer Prototyp einer mit DirectCoating gefertigten Lenkradabdeckung
(Bild: Covestro)

Das Bauteil selbst kann transparent, transluzent oder opak sein. Seine Oberfläche lässt sich in verschiedenen Farben lackieren, mit einer Mattlack- oder Klavierlackoptik dekorieren oder mit kratzfesten Funktionsbeschichtungen schützen. Hinzu kommen verschiedene Möglichkeiten der haptischen Gestaltung sowie der Oberflächenstrukturierung. Hier zeigt sich ein weiterer Vorteil des DirectCoating-Verfahrens gegenüber der Sprühlackierung: Mit dem injizierten Lack können auch Konturen wie scharfe Kanten, Rundungen oder erhabene Flächen dargestellt werden, weil er die Werkzeugoberfläche detailgetreu abbildet. Eine Variante sind Feinstnarbungen mit scharf abgegrenzten Hochglanz- und Mattbereichen.

Auf Basis eines von Covestro erstellten Materialdatensatzes für die Simulation mit Moldflow kann die Füllung des Werkzeugs mit dem Polyurethanlack im Voraus berechnet werden. Das Simulationsmodell berücksichtigt verschiedene Einflussgrößen. Dadurch können zum Beispiel Lufteinschlüsse vermieden werden. Das Modell ist inzwischen so weit erprobt, dass Covestro seinen Kunden und deren Werkzeugbauern im Rahmen von Projekten anbietet, das optimale Anguss- und Entlüftungsdesign für die Lackkomponente zu berechnen. (qui)

K 2016: Halle 6, Stand A 75

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