Konstruktionsleiter-Forum 2024 Digitale Zwillinge erfolgreich einführen

Von Dipl.-Ing. (FH) Monika Zwettler 2 min Lesedauer

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Der digitale Zwilling gilt als zentrales Werkzeug für die Industrie 4.0. Die Asset Administration Shell (AAS) stellt dabei das technische Fundament für den industriellen Einsatz bereit. Wie Wittenstein die AAS erfolgreich eingeführt hat, erfahren Teilnehmer auf dem Konstruktionsleiter-Forum 2024.

Mit der Verwaltungsschale lässt sich der digitale Zwilling eines physischen Assets darstellen. Sie enthält alle relevanten Daten, Modelle und Funktionen und birgt großes Potenzial.(Bild:  Sawyer0 - stock.adobe.com / KI-generiert)
Mit der Verwaltungsschale lässt sich der digitale Zwilling eines physischen Assets darstellen. Sie enthält alle relevanten Daten, Modelle und Funktionen und birgt großes Potenzial.
(Bild: Sawyer0 - stock.adobe.com / KI-generiert)

Mit der Asset Administration Shell (AAS) als standardisierter digitaler Zwilling hat die Industrial Digital Twin Association e.V. (IDTA) die Möglichkeit geschaffen, Produktmodelle und -daten entlang des gesamten Produktlebenszyklus interoperabel und skalierbar zu nutzen. Auch im Hinblick auf künftige Anforderungen der Initiative für nachhaltige Produkte der EU ist der digitale Zwilling in Form eines digitalen Produktpasses gefordert.

Die AAS fördert in der Produktentwicklung eine engere Verzahnung von digitalen Modellen mit dem realen Produkt und erleichtert eine effiziente, interdisziplinäre Zusammenarbeit. Sie optimiert die Entwicklungsprozesse, fördert die Integration aller beteiligten Disziplinen und verbessert die Kommunikation und den Informationsfluss über den gesamten Lebenszyklus eines Produkts hinweg. Damit ist sie ein zentrales Werkzeug, um die Herausforderungen in der datengetriebenen Produktentwicklung zu meistern und Innovationen schneller sowie nachhaltiger auf den Markt zu bringen.

Welchen Nutzen bringt die Verwaltungsschale?

Doch wie lässt sich die AAS im Unternehmen einführen, welchen Nutzen bringt sie und wo steht das Konzept im internationalen Vergleich?

Antworten auf diese Fragen hat Bernd Vojanec, Senior Expert Industrial Digital Twin, Wittenstein SE. Er wird auf dem Konstruktionsleiter-Forum 2024 in seinem Vortrag „Vom Engineering zum Kunden: Wie sich die Verwaltungsschale durchgängig als digitaler Zwilling nutzen lässt“ zunächst auf das Konzept der AAS eingehen und im Anschluss die Anwendung an praxisnahen Beispielen aufzeigen.

Bernd Vojanec, Senior Expert Industrial Digital Twin, Wittenstein SE, treibt seit 2017 im Digitalization Center der Wittenstein SE mit einem Team aus Sensorik-, Elektronik-, Software-, Daten- und Cloudspezialisten die Digitalisierung in der Antriebstechnik voran. (Bild:  Wittenstein)
Bernd Vojanec, Senior Expert Industrial Digital Twin, Wittenstein SE, treibt seit 2017 im Digitalization Center der Wittenstein SE mit einem Team aus Sensorik-, Elektronik-, Software-, Daten- und Cloudspezialisten die Digitalisierung in der Antriebstechnik voran.
(Bild: Wittenstein)

Herr Vojanec, warum ist das Thema Ihres Vortrags für Konstrukteure und Entwickler relevant?

Ein 3D-Modell allein reicht heute nicht mehr aus, um den steigenden Informationsbedarf der Kunden zu decken. Auch im Unternehmen, insbesondere durch ein Simultaneous Engineering, wird ein gesamtheitlicher Blick aus der Konstruktion heraus benötigt. Konstrukteure und Entwickler sollten sich daher mit dem standardisierten digitalen Zwilling, der Asset Administration Shell, auseinandersetzen, welche eine effiziente und herstellerübergreifende Lösung dieses Problems bietet. Am Beispiel der Produkte von Wittenstein wird praxisnah aufgezeigt, wie ein solcher standardisierter digitaler Zwilling im Unternehmen eingeführt werden kann und welche Zusatzservices sich daraus für Kunden entwickeln können.

Was sind die wichtigsten Aspekte Ihres Vortrags?

Im Vortrag wird das Konzept der Asset Administration Shell erläutert und praxisnah aufgezeigt, wie dies bei Wittenstein implementiert wurde. Der Fokus liegt darauf, wie Informationen aus der Konstruktion im weiteren Produktlebenszyklus neue Zusatzservices für Kunden entstehen lassen können. Auch wird auf die EU-Ökodesignverordnung und dem darin geforderten digitalen Produktpass zur Steigerung der Nachhaltigkeit und Kreislaufwirtschaft eingegangen, um auf künftige regulatorische Anforderungen einzugehen.

Was lernen die Teilnehmer durch Ihren Vortrag?

Die Teilnehmer lernen das grundlegende Konzept und die Mehrwerte der Asset Administration Shell (AAS) kennen – insbesondere, wie sich die AAS entlang der Customer Journey und in Verbindung mit smarten Produkten und Services nutzen lässt. Konstrukteure und Entwickler lernen dadurch auch, wie eine Datendurchgängigkeit auf Basis internationaler Standards im eigenen Unternehmen aufbauen und nutzbringend einsetzen lässt.

Weitere Themen auf dem Konstruktionsleiter-Forum 2024 sind u.a.:

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