Egal ob Leistung, Signale oder Daten – oder bestenfalls alles auf einmal: In der Industrie geht nichts ohne eine zuverlässige Übertragung. Wir zeigen, welche Neuheiten die Steckverbinder-Hersteller auf der Hannover Messe präsentieren werden.
Die zunehmende Automatisierung in der Industrie verlangt nach einem wachsenden Portfolio an Verbindungs- und Anschlusstechnik für die Übertragung von Leistung, Signalen und vor allem Daten.
Die zunehmende Automatisierung in der Industrie verlangt nach einem wachsenden Portfolio an Verbindungs- und Anschlusstechnik für eine zuverlässige Leistungs-, Signal- und Datenübertragung. Die Hersteller reagieren und haben auf der Hannover Messe einige Neuheiten im Gepäck. Wir stellen vier neue Steckverbinder vor, die es in Hannover zu sehen geben wird.
Daten und Energie kontaktlos übertragen
Roproxcon ist ein Verbindungssystem von Rosenberger, das auf Basis der Funkübertragung im mm-Wellenbereich konstruktiv bedingte Luftspalten mit hoher Störfestigkeit und ohne Verschleiß überbrückt.
(Bild: Rosenberger)
Rosenberger bringt u. a. Roproxcon (Anm. der Redaktion: unternehmenseigene Schreibweise: RoProxCon) mit nach Hannover. Dabei handelt es sich um ein neuartiges Verbindungssystem, das auf Basis der Funkübertragung im mm-Wellenbereich konstruktiv bedingte Luftspalten mit hoher Störfestigkeit sowie geringem Wartungsaufwand und ohne Verschleiß überbrückt. Mit Roproxcon lassen sich bestehende Anwendungen verbessern und gleichzeitig neue Lösungen für bisher nicht realisierbare Szenarien schaffen.
Mit dem Verbindungssystem ist eine Übertragung im Vollduplex-Betrieb bis zu 6 Gbit/s möglich. Zudem lassen sich mit dieser Lösung Daten unabhängig vom jeweils verwendeten Protokoll übertragen. D. h. Roproxcon ist im Übertragungskanal transparent. Eine zusätzliche Adaption in einen weiteren Übertragungsstandard ist daher nicht notwendig. Zusätzlich ist die Echtzeitfähigkeit gewährleistet. Der Einsatz in zeitkritischen Anwendungen, z. B. in der Automatisierungstechnik ist daher uneingeschränkt möglich.
Der Vorteil der kontaktlosen Übertragung besteht darin, dass keine starren elektromechanischen Kopplungen erforderlich sind und die Funktechnologie ein hohes Maß an zusätzlicher Flexibilität bietet, z. B. wenn Systeme geändert werden müssen, so Rosenberger.
Rosenberger auf der Hannover Messe 2022: Halle 8, Stand F33
Die Leiterplatten-Steckverbinder in Schutzart IP 20 und Patch-Kabel entsprechend der IEC 63171-2 eignen sich für die effiziente Datenübertragung in der Fabrik- und Gebäudeautomatisierung.
(Bild: Phoenix Contact)
Phoenix Contact zeigt in Hannover u. a. neue Datensteckverbinder der Serie Onepair für das Single Pair Ethernet. Die Leiterplatten-Steckverbinder in Schutzart IP20 und Patch-Kabel entsprechend der IEC 63171-2 eignen sich für die effiziente Datenübertragung in der Fabrik- und Gebäudeautomatisierung. Das Portfolio umfasst vorkonfektionierte Patch-Kabel in verschiedenen Längen sowie kompakte Geräteanschlüsse in unterschiedlichen Bauformen für den Reflow-Lötprozess.
Neu hinzugekommen ist der Steckverbinder mit IDC-Schneidanschlusstechnik. Die robusten, zweiteiligen Gehäuse lassen sich einfach ohne Spezialwerkzeug konfektionieren. Das IP-geschützte Portfolio in der Bauform M8 nach IEC 63171-5 umfasst vorkonfektionierte Patch-Kabel mit unterschiedlichen Kabeltypen und -längen für unterschiedliche Applikationen und Geräteanschlüsse. Durch den neu hinzugekommenen SPE-M8-Bulkhead-Steckverbinder wird der Übergang der IP-geschützten Feldverkabelung zur geschützten Schaltschrankverkabelung ermöglicht.
Die IP20- und IP65/67-Steckverbinder in der Schutzart IP20 und IP65/67 nach IEC63171-2 und -5 verfügen über ein einheitliches Steckgesicht und sind daher miteinander steckkompatibel. Durch den Einsatz von M8- und M12-Gehäusen mit Standardverschraubung lassen sich auch bestehende Gehäusekonturen weiternutzen.
Phoenix Contact auf der Hannover Messe 2022: Halle 9, Stand F40
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Die Harting Technologiegruppe zeigt in Hannover u. a. die T1-Industrial-SPE-Schnittstelle im robusten M12-Rundsteckverbindergehäuse.
(Bild: Harting)
Die Harting Technologiegruppe präsentiert auf der diesjährigen Hannover Messe u. a. die T1-Industrial-SPE-(Single Pair Ethernet)-Schnittstelle im robusten M12-Rundsteckverbindergehäuse. IP65/67-geschützt ist Ethernet nun auch in einer international genormten Schnittstelle für anspruchsvolle Anwendungen im Feld verfügbar. Damit steht Anwendern nun ein Portfolio aus IP20- und IP65/67-Schnittstellen für alle erdenklichen SPE-Anwendungen zur Verfügung.
Rund um die nach IEC 63171-6 international genormte Schnittstelle hat sich das SPE Industrial Partner Network gegründet, dessen Mitglieder geschlossen auf das T1-Industrial-Style-Steckgesicht setzen. Das Netzwerk besteht als eingetragener Verein aktuell aus 54 Mitgliedsunternehmen, die mit ihren SPE-Lösungen ein gesamtes SPE-Ökosystem bilden.
Neben dem T1 Industrial in der M12-Schnittstelle bringt die Harting Technologiegruppe ein umfangreiches SPE-Portfolio für die industrielle Automation mit nach Hannover.
Harting auf der Hannover Messe 2022: Halle 11, Stand C15
M12L-Stecker im Miniaturformat
Der Epic-Power-M12L-Leistungsstecker mit L-Kodierung ist der kleinste am Markt verfügbare M12L-Stecker.
(Bild: Lapp)
Lapp stellt auf der Hannover Messe u. a. den Epic-Power-M12L-Leistungsstecker mit L-Kodierung vor (Anm. der Redaktion: unternehmenseigene Schreibweise: EPIC POWER M12L). Bei der Entwicklung des neuen Mini-Steckers ging das Unternehmen ganz neue Wege. So wurden die technischen Eigenschaften der Steckverbinder anhand von virtuellen Modellen simuliert und virtuell geprüft, noch bevor das erste 3D-Druck-Modell erstellt wurde.
Stand: 08.12.2025
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Der Epic-Power-M12L-Steckverbinder eignet sich z. B. für Cobots, die gemeinsam mit dem Menschen in der Fertigung agieren. Ein weiteres Anwendungsfeld sind fahrerlose Transportsysteme (FTS). E/A-Module für Profinet sind ein weiteres großes Einsatzgebiet für den Steckverbinder. Bis dato waren 7/8“-Steckverbinder die Standard-Powerschnittstelle für Sensor/Aktor-Verteiler. Der Wechsel vom alten Standard hin zu M12L ermöglicht in der Größe um mehr als 50 % reduzierte Boxen. Die PNO hat für alle Profinet-Anwendungen den M12L-kodiert als Schnittstelle zur Stromversorgung definiert. Für Profinet-Geräte wie intelligente Motoren oder eben E/A-Module ist dies der gesetzte Standard.
Die mechanische L-Kodierung des Steckgesichts verhindert Fehlstecken mit dem Gegensteckverbinder. Ein Crimpanschluss stellt eine vibrationssichere Verbindung her, sorgt für maximale Kontaktierungssicherheit zwischen Kontakt und Leitung und eignet sich für die automatisierte Konfektionierung. Im gesteckten und verriegelten Zustand kann Schutzart IP65/67 und IP69 erreicht werden. Dank UL-Zertifizierung ist der Epic Power M12L im nordamerikanischen Raum zugelassen. Den neuen Stecker gibt es auch als 4-polige Variante mit schwarzem Isolierkörper und als 4+FE-Variante mit grauem Isolierkörper und Funktionserdekontakt (FE).
Auch bei den Epic-„Klassikern“ präsentiert Lapp einige Steckverbinder-Neuheiten in Hannover.
Lapp auf der Hannover Messe 2022: Halle 11, Stand C03