Lineartechnik Die Ronden müssen ins Eckige

Redakteur: M.A. Bernhard Richter

Schleifscheibenrohlinge in die automatische Laserbeschriftungsanlage rein und wieder raus – klingt einfacher als es ist. Lineartechnik von Rollon löst das Problem.

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(Bild: Rollon)

Die Penteq GmbH ist Spezialist für die Laserbeschriftung. Das Unternehmen mit Sitz in Wien baut Laserbeschriftungsanlagen für die industrielle Kennzeichnung. Auf Basis der Standardmaschinen werden bei Sonderanforderungen auch individuelle Beschriftungsanlagen konstruiert bis hin zu Komplettlösungen. Jetzt baute das Unternehmen unter Verwendung von Rollon-Linearführungen eine eigene Zuführeinheit für die zu kennzeichnenden Werkstücke.

Die Kennzeichnung mittels Laser hat gegenüber anderen Kennzeichnungsverfahren wie der Bedruckung mit Inkjets oder dem Aufbringen von Etiketten klare Vorteile: Sie ist dauerhaft, manipulationssicher und kann nicht entfernt werden. Hinzu kommt, dass nur Strom und eine Absaugung der entstehenden Laserfeinstäube aus der abgeschirmten Laserkammer benötigt werden. Verbrauchsmaterial und die zugehörigen Beschaffungs-, Lager- und Logistikkosten entfallen. So können auch große Stückzahlen kostengünstig beschriftet werden. Der Laser selbst ist wartungsfrei und erreicht problemlos eine Lebensdauer von 50.000 bis 70.000 Betriebsstunden. Der oft kritisierte Materialabtrag am Kennzeichnungsobjekt ist so geringfügig, dass er keinen Einfluss auf die Eigenschaften des Werkstückes hat.

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Laserbeschriftung Methode der Wahl

Das automatische Markieren reduziert schon ab mittelgroßen Stückzahlen die Nebenzeiten, erhöht den Durchsatz und steigert dadurch die Wirtschaftlichkeit. Für einen Kunden entwickelte Penteq daher eine Lösung für das automatische Beschriften von Schleifmitteln für den Industrieeinsatz. Der Kunde produziert Schleifscheiben unterschiedlichster Art und Abmessung und wollte auf jede Scheibe den Produktnamen und -typ sowie sein Logo lasern. Wegen der Sortimentsbreite musste die Laseranlage flexibel einsetzbar sein: Sie kann große Stückzahlen produzieren, es ist aber durchaus auch möglich kleine Lose zu kennzeichnen. Dazu baute Penteq eine automatische Zuführung, in der die Bogenführung Curviline von Rollon zum Einsatz kommt.

Flexibilität durch Eigenkonstruktion

„Bisher haben wir solche Förderstrecken komplett zugekauft, aber für diese Anlage haben wir sie auf Basis der Rollon-Produkte erstmals selbst konzipiert und gebaut“, erklärt Thomas Penkner, der Geschäftsführer von Penteq. „So sind wir flexibler und können besser auf die Wünsche unserer Kunden eingehen.“

Das Oval mit den Werkstückträgern bietet genügend Platz für das Auflegen und die Abnahme der zu kennzeichnenden Schleifscheiben
Das Oval mit den Werkstückträgern bietet genügend Platz für das Auflegen und die Abnahme der zu kennzeichnenden Schleifscheiben
(Bild: Rollon)

Die Bogenführung wurde erforderlich, da die Zuführung als umlaufende, geschlossene Bahn gebaut wurde. Ein gerades Stück führt durch die Laserkammer, davor im Freien verläuft parallel eine identische gerade Bahn. An den beiden Enden verbindet je ein Bogensegment die beiden geraden Strecken zu einem Oval. Auf der Bahn laufen tellerförmige Werkstückträger um, auf welche die zu kennzeichnenden Werkstücke mit Hilfe einer Zielscheibenmarkierung präzise aufgelegt werden können. Der größte Teil der Strecke ist frei zugänglich, sodass für die Aufgabe und Abnahme der Teile genügend Platz zur Verfügung steht. Rollon Curviline ist die ideale Wahl für diese Anwendung: Der Laufwagen hält die gewünschte Vorspannung auf dem gesamten Schienenverlauf, ob gerade oder gebogen. Bewegliche Rollenaufnahmen und der paarweise Einsatz von konzentrischen und exzentrischen Rollenzapfen sorgen für einen gleichmäßigen Lauf.

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