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UV-härtende Farben Die richtige Farbe für Bedienpanels am HMI

| Redakteur: M.A. Bernhard Richter

UV-härtende Farben ermöglichen schnelle Druckvorgänge in hoher Qualität. Damit beim Druck mit unter UV-Licht aushärtenden Farben ein gutes und robustes Druckergebnis erzielt wird, muss auf einiges geachtet werden.

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Fingerführende Prägungen, hinterleuchtete Symboliken und Verschwindeeffekte unterstützen die sichere, ergonomische Maschinenbedienung
Fingerführende Prägungen, hinterleuchtete Symboliken und Verschwindeeffekte unterstützen die sichere, ergonomische Maschinenbedienung
(Bild: Griessbach)

Als Hersteller für Bedien- und Anzeigesysteme setzt das Unternehmen Griessbach verstärkt UV-härtende Farben für die Frontfolien-Bedruckung der Steuerungssysteme ein, die komplett nach den Design-Vorgaben des Anwenders gestaltet werden können. Am Beispiel des HMI-Herstellers zeigt sich, warum UV-härtende Lacke eine gute Alternative zu herkömmlich aushärtenden Farben sein können. Unter UV-Licht aushärtende Farben lassen sich fast unmittelbar nach dem Druck weiterverarbeiten. Sie sind sehr farbkonstant, bieten eine hohe Punktschärfe und setzen sich nicht an den Sieböffnungen fest. „Aufgrund der schnellen Aushärtung können wir die verschiedenen Farbschichten zügig nacheinander auftragen und haben dann sofort das endgültige Druckergebnis ohne spätere trocknungsbedingte Farbtonveränderung vor Augen“, erklärt Christian Schorm, Fertigungstechnologe der Luckenwalder Griessbach GmbH.

Unterschiede in der Härte, Haftung und Geschwindigkeit

Spezialisierte Hersteller bieten eine breite Palette UV-härtender Siebdruckfarben für verschiedene Druckaufgaben, Bedruckstoffe, Druckgeschwindigkeiten, Aushärtezeiten und Haftbedingungen an. Bei Bestrahlung mit UV-Licht bilden die Fotoinitiatoren reaktive Teilchen, die durch Polymerisation der Monomere die Aushärtung des Druckfilms bewirken. Abhängig von Farbtyp, Druckaufgabe, Maschinengeschwindigkeit und dem Bedruckmaterial benötigen unter Bestrahlung mit UV-Licht aushärtende Farben unterschiedlich hohe Trocknungsenergien.

Während schnellreaktive Farben zur Bedruckung von Papier, Kunststoffen wie PVC oder Polystyrol im Trockner bei Bestrahlung mit 100 mJ/cm² bis 350 mJ/cm² aushärten, bedarf die Fixierung von Farben, die für den UV-Druck auf Polycarbonat, Metall oder Glas spezifiziert sind, einer vielfach höheren UV-Energie.

Haftet sicher auch im Schichtaufbau

Der Grad der Aushärtung beeinflusst wesentlich die Haftung und Haltbarkeit des Schichtaufbaus. Wenngleich sich UV-Farben in der Regel gut überdrucken lassen, sollte die Aushärtung des Druckfilms beim mehrfarbigen Schichtaufbau kontinuierlich geprüft werden, um gegebenenfalls die Bestrahlungsenergie mit zunehmender Schichtstärke zu erhöhen. Bei zu geringer UV-Bestrahlung der einzelnen Druckschichten reduzieren sich die Farbhärtung und -haftung, weil das UV-Licht die Farbschichten nicht vollständig durchdringen kann. Farbtöne neigen dann zum Verwischen und die Kratzfestigkeit nimmt ab.

Fazit

Die akkurate, farbtreue, witterungs- und reinigungsbeständige Folienbedruckung für Bedienfronten leistet einen wichtigen Betrag zur sicheren und nutzerfreundlichen Maschinenbedienung im Innen- wie Außeneinsatz. Für eine ebenso hochwertige wie zeit- und kosteneffiziente Folienbedruckung setzt Griessbach Drucktechnik mit UV-Aushärtung ein. Auch bei großen Schichtstärken werden damit optimale Druckergebnisse in hoher Prozessgeschwindigkeit erreicht.

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