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Technik kurz erklärt Die Entwicklung des Touchscreens

| Autor / Redakteur: M.A. Bernhard Richter / Katharina Juschkat

In unserer Serie „Technik kurz erklärt“ stellen wir jede Woche ein Meisterwerk der Konstruktion vor. Heute: Der Touchscreen.

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Touchscreens umgeben uns heute überall.
Touchscreens umgeben uns heute überall.
(Bild: gemeinfrei / CC0 )

Der Ort, an dem Technikträume wahr werden können – CERN. Frank Beck und Bent Stumpe, zwei Ingenieure an der Europäischen Organisation für Kernforschung, suchten nach einer Möglichkeit, die Computer im Kontrollraum eines Teilchen-Beschleunigers effektiver zu bedienen. Und so entwickelten die beiden in den frühen 1970er Jahren einen durchsichtigen, berührungssensiblen Monitor, der im Jahre 1973 in Dienst gestellt wurde.

Touchscreens schon bei Röhrenmonitoren

Seit den ersten Überlegungen zur Umsetzung gibt es mehrere Funktionsprinzipien zur Umsetzung. Erste Versuche wurden mit Röhren-Bildschirmen durchgeführt, vor die ein Lichtschrankengitter „gespannt“ wurde. Die Strahlen wurden durch eine Fingerspitze optisch unterbrochen. Damit konnte immerhin eine Auflösung von bis zu 5 mm erreicht werden.

Resistive Touchscreens reagieren auf Druck, der zwei elektrisch leitfähige Schichten stellenweise verbindet. Die Schichten bilden so einen Spannungsteiler, an dem der elektrische Widerstand gemessen wird, um die Position der Druckstelle zu ermitteln. Ein Oberflächen-kapazitiver Touchscreen ist eine mit einem durchsichtigen Metalloxid beschichtete Folie. Eine an den Ecken angelegte Wechselspannung erzeugt ein elektrisches Feld. Wird dieses Feld durch eine Berührung gestört, lässt sich daraus die Berührungsposition errechnen.

Faszinierende Zahlen der Konstruktion
Bildergalerie mit 79 Bildern

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Über den Autor

M.A. Bernhard Richter

M.A. Bernhard Richter

Redakteur Online/Print/Video, konstruktionspraxis – Alles, was der Konstrukteur braucht