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Technik kurz erklärt Die Entwicklung des Anlassers

| Autor / Redakteur: M.A. Bernhard Richter / Katharina Juschkat

In unserer Serie „Technik kurz erklärt“ stellen wir jede Woche ein Meisterwerk der Konstruktion vor. Heute: Der Anlasser.

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Der Aufbau eines Anlassers.
Der Aufbau eines Anlassers.
(Bild: gemeinfrei / CC0 )

Obwohl im technologischen Sinne nicht wirklich ein Meisterwerk, hat ihn doch die Verwendung zu einem solchen gemacht: Die Rede ist vom Anlasser. Zu Beginn der Massenproduktion im 20. Jahrhundert konnten Autos wie das Ford Modell T vergleichsweise günstig erworben werden. Das Starten eines solchen Vehikels stellte den frühen Automobilisten jedoch auf eine Fertigkeitsprobe sondersgleichen: Zuerst musste die Zündung auf „spät“ gestellt werden, um Zerrungen und Knochenbrüche zu vermeiden. Dann musste bei gezogenem Choke-Zug der Motor mit der Handkurbel so oft durchgedreht werden, bis der Ansaugunterdruck so viel Treibstoff angesaugt hatte, dass der Vergaser überlief. Dann wurde die Zündung auf Batterieeinstellung umgestellt.

Faszinierende Zahlen der Konstruktion

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Anlasser treibt Schwungscheibe des Motors an

Nun musste der Motor mit der Handkurbel (vorne unter dem Kühler) durchgedreht werden, bis er ansprang und von selbst lief. Anschließend musste die Zündung auf „früh“ zurückgestellt und dann auf „Magnet“ umgestellt werden, eine eingehende Feineinstellung von Gas und Zündung half beim Warmlaufen des Motors. Einfach gesprochen ist der Anlasser nicht mehr als ein Elektromotor, welcher anstelle der Motorkurbel die Schwungscheibe des Motors antreibt. Besonders große Motoren hatten bislang einen Verbrennungsmotor als Anlasser. Diese wiederum wurden per Seilzug gestartet.

Das Video zeigt den Aufbau und die Funktion eines Anlassers:

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Über den Autor

M.A. Bernhard Richter

M.A. Bernhard Richter

Redakteur Online/Print/Video, konstruktionspraxis – Alles, was der Konstrukteur braucht