Technik kurz erklärt Die Entwicklung der Thermoskanne

Autor / Redakteur: M.A. Bernhard Richter / Katharina Juschkat

In unserer Serie „Technik kurz erklärt“ stellen wir jede Woche ein Meisterwerk der Konstruktion vor. Heute: Die Thermoskanne.

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Die Thermoskanne – seit Jahrzenten die beste Möglichkeit, Flüssigkeiten warm oder kalt zu halten.
Die Thermoskanne – seit Jahrzenten die beste Möglichkeit, Flüssigkeiten warm oder kalt zu halten.
(Bild: gemeinfrei / CC0 )

Eigentlich müsste die Thermoskanne „Isolierkanne“ heißen, denn wie bei anderen Produkten auch hat sich hier ein Markenname als Gattungsname verselbstständigt. Die US-amerikanische Firma Thermos stellt seit 1904 isolierende Nahrungsmittelgefäße her und hat im ersten Jahrzehnt des 20. Jahrhunderts erfolgreich das Produkt mit dem Firmennamen verknüpft.

Vakuum in Wänden isoliert

Das Prinzip eines isolierenden Gefäßes beruht auf der geringen Wärmeleitfähigkeit des Vakuums, das sich in den Wänden befindet. Im äußeren Gehäuse, welches keinen Beitrag zur Wärmedämmung leistet, befindet sich in der klassischen Ausführung ein doppelwandiges Glasgefäß, dessen Zwischenraum evakuiert ist, um die Wärmeleitung zu unterbinden. Eine zusätzliche Beschichtung oder Verspiegelung der inneren Seite der Doppelwand vermindert durch Reflexion zusätzlich den Wärmeverlust über Wärmestrahlung.

Faszinierende Zahlen der Konstruktion
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Vakuumgefäße wurden bereits 1874 vom Chemiker James Dewar in seinen Versuchen genutzt- Gegen Ende des 19. Jahrhunderts wurden die ursprünglich aus Metall gefertigten Flaschen aus ineinander liegenden Glaskolben gefertigt, als zwei findige Glasbläser herausfanden, dass in den Dewar-Gefäßen Getränke sehr gut kalt oder heiß gehalten werden können- Die Fertigungstechnik verkauften die beiden Glasbläser dann an die Firma Thermos.

 

 

 

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Über den Autor

M.A. Bernhard Richter

M.A. Bernhard Richter

Redakteur Online/Print/Video, konstruktionspraxis – Alles, was der Konstrukteur braucht