Technik kurz erklärt

Die Entwicklung der Magdeburger Halbkugeln

| Autor / Redakteur: Bernhard Richter / Katharina Juschkat

Der Versuchsaufbau für die Magdeburger Halbkugeln.
Der Versuchsaufbau für die Magdeburger Halbkugeln. (Bild: gemeinfrei / CC0)

In unserer Serie „Technik kurz erklärt“ stellen wir jede Woche ein Meisterwerk der Konstruktion vor. Heute: Die Magdeburger Halbkugeln.

Bis Mitte des 17. Jahrhunderts ging die Wissenschaft davon aus, dass die Natur die Leere ablehnt. Lange wurde dies als der „Horror vacui“ bezeichnet und postuliert. Der Raum zwischen den Gestirnen wurde in diesem Gedankenkonstrukt von einem Äther erfüllt. Dann erfand Otto von Guericke 1649 die Luftpumpe und das Luftgewehr – und begann, die Eigenschaften des Vakuums zu untersuchen.

Obwohl schon einigen Wissenschaftlern bekannt, hat sich die Idee des Vakuums nicht richtig durchgesetzt. Mit einem anschaulichen Experiment konnte Guericke Luftdruck und Vakuum darstellen: Er legte zwei kupferne Halbkugeln mit ca. 50 cm Durchmesser so aneinander, dass sie eine Kugel bildeten. Zwischen den Halbkugeln diente ein Lederstreifen als Dichtung. Er entzog dem so entstandenen Hohlraum mit seiner Kolbenpumpe über ein Ventil die Luft. Der Luftdruck, der von außen auf die Kugel wirkte, drückte diese so stark zusammen, dass sich diese selbst mit 30 Pferden nicht mehr auseinanderziehen ließ. Die Halbkugeln konnten erst wieder getrennt werden, nachdem durch das Ventil wieder Umgebungsluft zurück in die Kugel gelassen worden war.

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