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Technik kurz erklärt Die Entwicklung der Fernbedienung

Autor / Redakteur: M.A. Bernhard Richter / Katharina Juschkat

In unserer Serie „Technik kurz erklärt“ stellen wir jede Woche ein Meisterwerk der Konstruktion vor. Heute: Die Fernbedienung.

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Ohne Fernbedienung kann man heute keinen Fernseher mehr konfigurieren. Zu Anfangszeiten verfügten sie noch nicht einmal über einen Ein/Aus-Schalter.
Ohne Fernbedienung kann man heute keinen Fernseher mehr konfigurieren. Zu Anfangszeiten verfügten sie noch nicht einmal über einen Ein/Aus-Schalter.
(Bild: gemeinfrei / Pixabay )

Ursprünglich wurde die 1948 erfundene Fernbedienung mit einem 50 cm langen Kabel am Fernsehgerät befestigt und konnte somit nicht im Sofa verloren gehen. Der Nutzen beschränkte sich dabei auch nur auf zwei Modi: das Bild vergrößern oder verkleinern – die Sinnhaftigkeit der Funktion bei einer durchschnittlichen Bildschirmdiagonale von 10" sei hier in Frage gestellt.

Von Kabel über Ultraschall zu Infrarot

Eine Ultraschallfernbedienung von Grundig.
Eine Ultraschallfernbedienung von Grundig.

Ein paar Jahre später hat sich die Technik so weit entwickelt, dass es mittels der Fernbedienung möglich war, unterschiedliche TV-Stationen mittels einer Zahlenwählscheibe anzuwählen, wie sie bei analogen Telefonen üblich waren. An/Aus-Schalter wurden zu dieser Zeit auch eingeführt.

1956 hielt die Ultraschalltechnik Einzug in die TV-Welt. Der Österreicher Robert Adler entwickelte den „Space Commander“. Dieses Gerät funktionierte ohne Batterien, indem ein Hämmerchen – ähnlich wie beim Klavier – auf einen Stab schlug, der Ultraschalltöne erzeugte, auf die der Fernseher reagierte – allerdings auch der Hund, der die hohen Töne hören konnte.

Fernbedienungen arbeiten heute mit Infrarotsignalen, die Reichweite hat sich auf bis zu 20 m verbessert und ohne sie lassen sich TV-Geräte heute nicht mehr konfigurieren. Dennoch sind Fernbedienungen dank Smart-Home-Anwendungen vom Aussterben bedroht – Smartphoneanwendungen sind übersichtlicher und gehen nicht im Sofa verloren.

Faszinierende Zahlen der Konstruktion
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Über den Autor

M.A. Bernhard Richter

M.A. Bernhard Richter

Redakteur Online/Print/Video, konstruktionspraxis – Alles, was der Konstrukteur braucht