Prototyping Die Brille aus dem Drucker

Redakteur: Katharina Juschkat

Der italienische Brillenhersteller Safilo produziert die Prototypen seiner Brillengestelle mit dem 3D-Drucker J750 von Stratasys. Damit verkürzt das Unternehmen seine Entwicklungszeit und profitiert von größeren Gestaltungsspielräumen.

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Der Brillenhersteller Safilo profitiert durch den Einsatz des Druckers J750 von mehr Kreativität im Design, dem kostengünstigen Testen verschiedener Modelle und einer beschleunigten Markteinführung.
Der Brillenhersteller Safilo profitiert durch den Einsatz des Druckers J750 von mehr Kreativität im Design, dem kostengünstigen Testen verschiedener Modelle und einer beschleunigten Markteinführung.
(Bild: Stratasys)

Der Brillenhersteller Safilo beschleunigt seine Prozesse jetzt mit dem 3D-Drucker J750 von Stratasys, Unternehmen für 3D-Druck und Additive Fertigung. Mit dem Multimaterial- und Multifarb-3D-Drucker ist das italienische Unternehmen in der Lage, fotorealistische Brillengestelle 60 % schneller herzustellen als mit herkömmlichen Prototyping-Methoden.

Schnellere Prototypen fördern kreative Entfaltung

Bislang dauerte die Herstellung mittels CNC-Maschine plus manueller Endbearbeitung rund 15 Stunden laut Daniel Tomasin, Product Sample Coordinator bei Safilo. Jetzt konnte diese Zeitspanne durch den Einsatz des 3D-Druckers auf 3 Stunden verkürzt werden. Aufgrund der hohen Geschwindigkeit des Druckers, der glatten Oberflächen sowie den farbenreichen Details kann Safilo schnell Prototypen herstellen – und das sowohl für die Eigenmarken Safilo, Carrera und Polaroid als auch für Luxusmarken wie Dior, Hugo Boss, Max Mara oder Jimmy Choo.

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„Mit unserem J750 können wir Prototypen innerhalb weniger Stunden entwerfen und produzieren. Darüber hinaus erlaubt uns seine große Bauplattform, mehrere Varianten eines Brillengestells im selben Druckauftrag herzustellen, wodurch wir unsere Produktentwicklungskosten senken und gleichzeitig die kreative Entfaltung fördern können“, erklärt Tomasin.

Schnellere Reaktion auf Markttrends

David Iarossi ist Kreativdirektor bei Safilo und zuständig für Brillenmarken wie Carrera, Givenchy und Havanianas. Für ihn ist die Möglichkeit, Prototypen mit der gleichen Farbgebung und Textur wie das Endprodukt in 3D drucken zu können, ein entscheidender Faktor, wenn es darum geht, schnell auf Markttrends zu reagieren.

„Das ist der Beginn eines neuen Zeitalters für Designer. Mit den Fähigkeit des Druckers, eine große Palette unterschiedlicher Farben mit diversen Transparenzlevels zu kombinieren, ist es uns möglich, völlig unterschiedliche Gestelle zu erzeugen. Auf diese Art können wir verschiedene Designs frühzeitig perfektionieren, um so neue Modelle rechtzeitig auf den Markt zu bringen und unseren Wettbewerbsvorteil zu behaupten“, sagt Iarossi. „Der 3D-Druck ist fantastisch, weil die so hergestellten Gestelle die manuell gefertigten übertreffen. Darüber hinaus müssen wir uns keine Sorgen mehr über das Verblassen der Farben machen, da die Farbe ja in das 3D-gedruckte Modell integriert ist.“

Giuseppe Cilia, der italienische Vertriebsleiter von Stratasys, erklärt: „Safilo ist ein Paradebeispiel dafür, wie die 3D-Drucktechnologie unseren Kunden einen Mehrwert bietet. Durch die Kombination von 360.000 verschiedenen Farben, verschiedensten Materialeigenschaften und glatten Oberflächen produziert der Drucker produktrealistische Prototypen in einem einzigen Druckvorgang.“ Das bedeute, dass Unternehmen nun Produkte schneller auf den Markt bringen können. In vielen Branchen – und dazu gehört auch die Modeindustrie – sind Geschwindigkeit und Innovation ein wichtiger Faktor für Erfolg. „Und das macht Safilo und Stratasys zu perfekten Partnern in diesem Spiel,“ sagt Cilia. (kj)

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