Roboterförderung Das planen die besten Robotikländer in Sachen Roboterzukunft

Quelle: Pressemitteilung

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Die International Federation of Robotics (IFR) hat das World Robotics R&D Program jetzt veröffentlicht. Dieses zeigt auf, wie Europa, Asien und Amerika die Roboterentwicklung vorantreiben wollen.

Wird die Zukunft der Roboternutzung einmal nach Transformers aussehen, wie hier dargestellt? Nun, weltweit investieren die Länder in die Robotikentwicklung. Was mit den Millionen- und Milliardenbeträgen geschieht, hat die IFR analysiert. Die Ziele sind durchaus unterschiedlich.
Wird die Zukunft der Roboternutzung einmal nach Transformers aussehen, wie hier dargestellt? Nun, weltweit investieren die Länder in die Robotikentwicklung. Was mit den Millionen- und Milliardenbeträgen geschieht, hat die IFR analysiert. Die Ziele sind durchaus unterschiedlich.
(Bild: S. Malcolm)

Wie die Übersicht in Sachen weltweiter Roboterentwicklungsziele zeigt, verfolgen die fortschrittlichsten Robotikländer – gemessen an den jährlichen Installationen von Industrierobotern – China, Japan, USA, Südkorea, Deutschland und auch die EU im Allgemeinen ganz unterschiedliche Forschungs- und Entwicklungsstrategien.

China rückt bei Roboterdichte 15 Plätze nach vorn

In China wurde der „14. Fünfjahresplan" für die Entwicklung der Roboterindustrie vom Ministerium für Industrie und Informationstechnologie (MIIT) am 21. Dezember 2021 in Peking veröffentlicht. Die zugrunde liegende Strategie konzentriert sich auf die Förderung von Innovationen. Chinas erklärtes Robotikziel ist es demnach, zu einem weltweit führenden Land im Bereich der Robotertechnik und des industriellen Fortschritts zu werden. Die Robotik ist dabei Teil von insgesamt acht Schlüsselindustrien über die nächsten fünf Jahre, wie man lesen kann. Zur Umsetzung der nationalen Wissenschafts- und Technologieinnovationsvereinbarungen wurde am 23. April 2022 im Rahmen des Nationalen Schlüsselplans für Forschung und Entwicklung das Sonderprogramm „Intelligente Roboter" mit einem Finanzvolumen von 43,5 Millionen US-Dollar gestartet. Wie das jüngste statistische Jahrbuch „World Robotics" der IFR zeigt, hat China in der verarbeitenden Industrie eine Roboterdichte von 322 Einheiten pro 10.000 Arbeiter erreicht. Damit liegt das Land im Jahr 2021 weltweit auf Platz 5, wobei es noch 2018 nur den Platz 20 belegte (damals 140 Einheiten).

Japan will zur Robotik-Innovationsschmiede werden

In Japan zielt die sogenannte „Neue Roboterstrategie" darauf ab, das Land zum weltweit führenden Zentrum für Roboterinnovationen zu machen. Die japanische Regierung hat dafür im letzten Jahr über 930,5 Millionen US-Dollar an Fördermitteln bereitgestellt. Schlüsselsektoren sind das verarbeitende Gewerbe (77,8 Millionen), Pflege und Medizin (55 Millionen), Infrastruktur (643,2 Millionen) und Landwirtschaft (66,2 Millionen). Der Aktionsplan für das verarbeitende Gewerbe und den Dienstleistungssektor umfasst Projekte wie autonomes Fahren, fortschrittlichere Luftfahrt oder die Entwicklung integrierter Technologien als Kernstück der nächsten Generation von Künstlicher Intelligenz und Robotern. Im Rahmen des „Moonshot Research and Development Programms" wurde ein Budget von 440 Millionen für Robotikprojekte bereitgestellt, die über einen Zeitraum von fünf Jahren (2020 bis 2025) laufen. Laut des statistischen Jahrbuches „World Robotics" der IFR ist Japan derzeit der weltweit führende Hersteller von Industrierobotern. Das Land der Samurai lieferte im Jahr 2021 insgesamt 45 Prozent der weltweiten Roboternachfrage.

Südkorea ist Spitzenreiter bei der Roboterdichte

Der dritte Basisplan für intelligente Roboter, den Südkorea geschmiedet hat, zielt darauf ab, die Robotik als Kernindustrie der vierten industriellen Revolution zu entwickeln. Die koreanische Regierung hat dafür 172,2 Millionen US-Dollar für den „2022 Implementation Plan for the Intelligent Robot" bereitgestellt. Von 2022 bis 2024 sollen dann insgesamt 7,41 Millionen für das „Full Scale Test Platform Project for Special Purpose Manned or Unmanned Aerial Vehicles" fließen. Das statistische Jahrbuch „World Robotics" der IFR weist für das Land im Jahr 2021 ein Allzeithoch von 1.000 Industrierobotern pro 10.000 Beschäftigte aus. Damit ist Südkorea die Nation mit der höchsten Roboterdichte weltweit.

So sieht die deutsche Hightech-Roboter-Strategie aus

Die deutsche Hightech-Strategie 2025 (HTS) ist die vierte Auflage des Forschungs- und Innovationsprogramms in Deutschland. Die Bundesregierung wird bis 2026 jährlich dafür rund 69 Millionen US-Dollar bereitstellen, was sich zu einem Gesamtbudget von 345 Millionen für fünf Jahre aufsummiert. Im Rahmen der HTS 2025 wurde das Programm „Technik für den Menschen" aufgelegt. Dieses Programm visiert an, den technologischen Wandel in der Gesellschaft insgesamt und in der Arbeitswelt zum Nutzen der Menschen einzusetzen. Erklärte Forschungsthemen sind digitale Assistenzsysteme wie Datenbrillen, die Mensch-Roboter-Kollaboration, Exoskelette zur Unterstützung von Beschäftigten bei der körperlichen Arbeit und darüber hinaus aber auch Robotiksysteme zur flexibleren Gestaltung von Arbeitsprozessen oder die Unterstützung von mobilem Arbeiten. Laut des Reports „World Robotics" der IFR ist Deutschland der größte Robotermarkt in Europa. Seine Roboterdichte mit 397 Einheiten pro 10.000 Beschäftigten weltweit sorgt dafür, dass Deutschland auf dem 4. Platz steht.

Roboter sollen den USA im Weltraum nützlich sein

Die National Robotics Initiative (NRI) in den USA wird von der US-Regierung unterstützt. Sie dient der Grundlagenforschung und -entwicklung im Bereich der Robotik. Das im Februar 2021 angekündigte NRI-3.0-Programm baut dabei auf den früheren NRI-Programmen auf. Es zielt insbesondere auf die Erforschung integrierter Robotersysteme ab. Die US-Regierung unterstützte den NRI-3.0-Fonds im Jahr 2021 mit 14 Millionen US-Dollar. Die Zusammenarbeit zwischen akademischen, industriellen, staatlichen, gemeinnützigen und anderen Organisationen wird ebenso gefördert.

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Mit dem „Moon to Mars"-Projekt der NASA wird etwa das Ziel verfolgt, eine langfristige Präsenz in der Nähe des Mondes und auf dem Mond selbst zu schaffen. Die Projekte zielen auf die Forschung und Technikentwicklung ab, die Roboterleistungen erheblich steigern sollen, um die Erkundung des Weltraums durch den Menschen und wissenschaftliche Missionen zu unterstützen. Für das Artemis-Mondprogramm etwa plant die US-Regierung ein Budget von 35 Milliarden US-Dollar, die zwischen 2020 und 2024 fließen werden. Das statistische Jahrbuch „World Robotics“ der IFR zeigt mit Blick auf die USA, dass die Roboterdichte in den Vereinigten Staaten von 255 Einheiten im Jahr 2020 auf 274 Einheiten im Jahr 2021 gestiegen ist. Das Land steht damit weltweit auf Platz 9. Hinsichtlich der jährlichen Installationen von Industrierobotern nehmen die USA sogar Platz 3 ein.

So will die EU Robotertechnologien nutzbringend fördern

Das Projekt Horizont Europa ist mit einem Budget von 94,30 Milliarden US-Dollar und einer Laufzeit von sieben Jahren (2021 bis 2027) das wichtigste Rahmenprogramm für Forschung und Innovation in der EU. Die wichtigsten Ziele heißen Stärkung der wissenschaftlichen und technischen Robotikgrundlagen innerhalb der EU, Förderung der Innovationskapazität, der Wettbewerbsfähigkeit und der Beschäftigung in Europa sowie die Umsetzung prioritärer Bürgeranliegen und die nachhaltige Stärkung sozioökonomischer Modelle und Werte. Die Europäische Kommission stellt für das auf die Robotik bezogene Arbeitsprogramm von 2021 bis 2022 insgesamt 198,5 Millionen US-Dollar bereit.

Mehr Einblicke in die aktuelle Robotikwelt vermittelt dieses Video.

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