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CAD-Software Creo 3.0 definiert Multi-CAD neu

| Autor/ Redakteur: Michael Wendenburg / Dipl.-Ing. (FH) Monika Zwettler

Die Creo-Produktfamilie von PTC hat Maßstäbe gesetzt, was die Modularisierung von CAD-Software und die Integration von parametrischer und direkter Modelliertechnik anbelangt. In Kürze kommt die neue Version 3.0 auf den Markt, die den Umgang mit CAD-Modellen aus Fremdsystemen revolutionieren soll.

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(Bild: PTC)

Vor drei Jahren wurde die Creo-Strategie erstmals vorgestellt und war damals mehr Vision als Wirklichkeit. Vier bahnbrechende Innovationen stellte PTC in Aussicht, um die CAD-Technologie auf eine neue Grundlage zu stellen. Eine davon nannte sich Creo Any Data Adoption und adressierte die mangelnde Interoperabilität klassischer M-CAD-Systeme, die oft dazu führt, dass Unternehmen an veralteter Technologie festhalten. In Creo 3.0 hat PTC die versprochene Innovation umgesetzt und die Multi-CAD-Fähigkeit der Software, die in Ansätzen vorher schon vorhanden war, umfassend erweitert - bis hin zu der Möglichkeit, Modelle aus anderen CAD-Systemen ohne Konvertierung einzubinden. PTC nennt diesen innovativen Multi-CAD-Ansatz jetzt Unite Technology.

Zwei Optionen für den Umgang mit Fremddaten

Genau genommen bietet Creo 3.0 den Anwendern zwei Optionen, um mit Fremddaten umzugehen: Einmal können sie Modelle aus Catia, NX und Solidworks im Originalformat öffnen und in eine Creo-Baugruppe einbauen, als wären es native Dateien. Es ist sogar möglich, Beziehungen zu den Fremddaten zu definieren - beispielsweise zwischen einer Bohrung in einem nativen Solidworks-Bauteil und einem Bolzen aus der Intelligent Fastener Extension, der neuen Creo-Bibliothek von intelligenten Standard-Verbindungselementen.

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Das Besondere an der kostenpflichtigen Option der Datenintegration ist, dass die Teile oder Baugruppen bei Änderungen an den Originaldaten automatisch aktualisiert werden. "Dieses Szenario ist sehr interessant für die Kollaboration in Zulieferketten mit heterogenen CAD-Landschaften", sagt Mike Campbell, Executive Vice President CAD bei PTC.

Heterogene CAD-Landschaften konsolidieren

Das andere Szenario zielt auf die Konsolidierung heterogener CAD-Landschaften in der eigenen Kundenbasis ab. Es gibt zahlreiche Multi-CAD-Kunden, die neben Pro/Engineer Wildfire noch ein anderes System einsetzen. PTC möchte sie gerne davon überzeugen, dass es an der Zeit ist, auf Creo zu standardisieren, und stellt ihnen zu diesem Zweck kostenlose Konnektoren für das Öffnen und Importieren von Catia-, NX- und Solidworks-Modellen sowie den Import von CAD-Daten aus Autodesk Inventor und Solid Edge zur Verfügung.

Konvertierung ohne Umweg

Die Schnittstellen, die von einem Partner in den USA stammen, konvertieren die Daten ohne Umweg über ein Neutralformat in Creo-Geometrie, so dass sie mit den Direktmodellier-Funktionen in Creo Direct oder der Flexible Modeling Extension von Creo Parametric editiert werden können. "Ich bin absolut sicher, dass die importierte Geometrie hochpräzise sein wird, da wir direkt die nativen Formate verarbeiten", sagt Campbell.

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