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Cinema 4.0 – Großes Kino mit dem Festo Motion Terminal

| Redakteur: Sandra Häuslein

Mit dem Festo Motion Terminal VTEM wird der ganze Körper Teil einer Kinovorstellung. Es steuert nämlich die Bewegungen von Kinositzen an und verbindet damit auf einzigartige Weise Digitalisierung mit Pneumatik.

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Das Festo Motion Terminal macht Kinositze höchst beweglich und sorgt für ungeahnte Effekte. So erlebt der Zuschauer jede Szene mit allen Sinnen.
Das Festo Motion Terminal macht Kinositze höchst beweglich und sorgt für ungeahnte Effekte. So erlebt der Zuschauer jede Szene mit allen Sinnen.
(Bild: Festo )

Die Leinwand zeigt eine Verfolgungsjagd im Sportwagen. In einer Haarnadelkurve neigt sich der Kinositz nach links – und reißt den Kinobesucher plötzlich nach rechts, als das Auto wieder geradeaus fährt. Er fühlt die Unebenheiten des Straßenbelags, hört das Quietschen der Reifen beim Bremsen und riecht verbranntes Gummi und Abgase. Dann macht es „Splash“: Wasser spritzt dem Zuschauer ins Gesicht, weil das Auto durch eine Pfütze fährt. Gleichzeitig weht ein Luftzug durch die Haare.

Die Kinobesucher verschmelzen mit dem Film. Dieses Gefühl, selbst Akteur zu sein, erhalten sie in den Sitzen MX4D Motion EFX des kalifornischen Unternehmens Media Mation. Diese neigen, schlingern und heben sich. Über die Armlehne V2 EFX kommen Effekte und synchronisierte Bewegungen mit Windstößen, Spritzwasser, Vibrationen und Duftstoffen. In der Rückenlehne sind Druckpunkte integriert.

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Digitale Funktionen integriert

Das Festo Motion Terminal VTEM steuert die unterschiedlichen Bewegungen an und löst all die Effekte aus. Denn die pneumatische Lösung integriert digitale Funktionen in einer Ventiltechnologie. Vorprogrammierte Funktionsbausteine, Motion Apps, sollen aufwendige Systemaufbauten ersparen. Die Apps „Proportional-Wegeventil“ und „Proportional-Druckregelung“ regeln Durchfluss und Druck für schnelle und kraftvolle, aber auch weiche und genaue Bewegungsabläufe.

Die Bewegungsprofile der Filme werden im Controller CPX-CEC direkt am Festo Motion Terminal verarbeitet. Viele, früher notwendige Hardware-Komponenten entfallen. Drei Ventile des VTEM steuern die drei Antriebe der Kinositze an, ein Ventil ist für die Druckregelung zuständig. Für Effekte wie Windstöße sind kostengünstige Standardventile vom Typ VUVG-…-S aus dem Kernprogramm von Festo verbunden.

„Mit dem Festo Motion Terminal wird alles viel einfacher für uns. Installation, Inbetriebnahme, Diagnose und Fehlersuche sind jetzt mit viel weniger Komponenten möglich“, freut sich Dan Jamele, Geschäftsführer bei Media Mation.

Apps passend zu jeder Filmszene

Das Festo Motion Terminal VTEM kann dank Digitalisierung und Piezotechnologie viele neue Funktionen integrieren. „Dabei haben wir jetzt schon die Auswahl aus vielen Apps, wie Proportional-Druckregelung, Verfahrzeitvorgabe oder wählbares Druckniveau, passend zu jeder Filmszene“, erklärt Takayoshi Kawakami, technischer Leiter bei Media Mation. Damit will das Unternehmen spielend einfach im Zeitalter von „Cinema 4.0“ ankommen. (sh)

Motek 2017: Halle 8, Stand 8438

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