Kabelverschraubung Bleifreie Kabelverschraubung von Pflitsch

Redakteur: Peter Königsreuther

Die verschärfte RoHS-2-Richtlinie schränkt den Gebrauch von als gefährlich eingestuften Stoffen in der Elektrobranche noch weiter ein. Dazu gehört auch Blei. Pflitsch bietet Alternativen.

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Mit der bleifreien Kabelverschraubung von Pflitsch kann man heute schon die gesetzlichen Materialanforderungen erfüllen, die erst im Sommer diesen Jahres gelten.
Mit der bleifreien Kabelverschraubung von Pflitsch kann man heute schon die gesetzlichen Materialanforderungen erfüllen, die erst im Sommer diesen Jahres gelten.
(Bild: Pflitsch)

Pflitsch nutzt schon seit Jahren bleifreies Messing für seine Kabelverschraubungen. Da das Unternehmen damit viel Erfahrung gesammelt hat, erfüllen die Produkte bereits heute die verschärften Anforderungen der RoHS-2-Richtlinie, die voraussichtlich ab dem 21. Juli diesen Jahres in Kraft treten wird, heißt es.

Die Expertise in Sachen bleifreiem Messing, führt Pflitsch weiter aus, stellt absolut sicher, dass die technischen Eigenschaften der bleifreien Kabelverschraubungen in keinster Weise beeinträchtigt sind. Dazu gehören die Dichtigkeit, abschirmende EMV-Eigenschaften (elektromagnetische Felder), die Zugentlastung, die Schlagfestigkeit und die bisher geltenden Temperaturbereiche in denen man die Produkte einsetzen kann.

Auch werden die bleifreien Kabelverschraubungen alle wichtigen Zulassungen erhalten, merkt der Hersteller an. Dazu gehören etwa eine VDE-Zertifizierung nach EN 62444 und die UL-Zertifizierung nach UL 514 B. Die Produkte werden übrigens mit dem Kürzel „LF“ für englisch „Lead Free“ (also bleifrei) gekennzeichnet.

Warum der ganze Aufwand überhaupt?

Momentan dürfen Kabelverschraubungen aus Messing noch einen Bleianteil bis maximal 4 % enthalten, erklärt Pflitsch. Das ist aber nur der Ausnahmeregelung 6c der Richtline 2011/65/EU zu verdanken. Die fällt aber im Sommer flach. Danach dürfen Produkte aus Kupferlegierungen nur noch einen auf die Gesamtmasse bezogenen Bleianteil von 0,1 % aufweisen. Weil Blei auch in der REACH-Verordnung als „besorgniserregender Stoff“ geführt wird, will Pflitsch es den Anwendern leichter machen, und selbstverständlich alle Produktlinien in bleifreier Ausführung produzieren.

Es finden sich Kabelverbinder für fast jeden Einsatzzweck

Pflitsch fertigt Kabelverschraubungen in den Größen M4 bis M120 nicht nur aus Messing bleifrei, sondern auch aus Edelstahl und besonders leichte Typen aus den Kunststoffen PA (Polyamid) und PVDF (Polyvinylidenfluorid) serienmäßig mit der hohen Schutzart IP68. Je nachdem ob es sich um Kunststoff- oder Metallvarianten handelt, sind sie für einen Temperaturbereich von -55 bis 200 °C einsetzbar. Kabel bis 110 mm Durchmesser können damit verbunden werden. Die Dichteinsätze sind bei den Metallschrauben aus dem Synthesekautschuk NBR (Nitrilkautschuk) und bei den Kunststofftypen aus TPE (thermoplastischen Elastomeren) oder TPE-V (V = vernetzt, und damit ist das Material chemikalienbeständiger und generell zäher).

Auch andere Hersteller haben sich bereits auf die verschärften Anforderungen der RoHS-2-Richtlinie eingestellt. Hier finden Sie einen Überblick:

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