Verbundwerkstoff Biokunststoff auf Holzbasis für den 3D-Druck

Redakteur: Juliana Pfeiffer

Einen biologisch abbaubaren Kunststoff auf Holzbasis, mit dem sich komplexe Strukturen im 3D-Druckverfahren herstellen lassen, hat ein Forschungsteam der Universität Freiburg entwickelt.

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Die Biopaste, die bei diesem Druckvorgang eines Zylinders verwendet wurde, besteht zu je 50 Prozent aus Lignin und Zellulose.
Die Biopaste, die bei diesem Druckvorgang eines Zylinders verwendet wurde, besteht zu je 50 Prozent aus Lignin und Zellulose.
(Bild: Lisa Ebers/Universität Freiburg)

Lignin verstärkt die Zellwände von Pflanzenzellen und bewirkt, dass diese verholzen. In der Papierherstellung bleibt es als Abfallprodukt zurück und wird zum Großteil zur Produktion von Bioenergie verbrannt. In Freiburg forscht man nun nach alternativen Möglichkeiten, um diesen Rohstoff in Zukunft besser nutzen zu können. Herausgekommen ist eine zähflüssige Biopaste, die sich gut verarbeiten lässt, schnell verfestigt und dafür geeignet ist, komplexe Strukturen im 3D-Druckverfahren herzustellen. Das Material besteht einerseits aus Flüssigkristallen auf der Basis von Zellulose. Sie sind neben der Festigkeit für ein gutes Fließverhalten der Biopaste verantwortlich. Der andere Bestandteil ist Lignin, der im Verarbeitungsprozess des Biokunststoffs die Mikrostruktur „verkleben“ kann. Je nach Ausrichtung wird die Eigenschaft des Biokunststoffs bestimmt.

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