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CAD-Integration als Highlight
Aus Konstrukteurssicht ist die CAD-Integration das eigentliche Highlight der neuen Version. Sie ermöglicht es, zu jedem Bauteil bzw. jeder Baugruppe ein Berechnungsblatt anzulegen und die Ergebnisse so mit den 3D-Modellen zu verknüpfen, dass sie die Modellgeometrie steuern. "Ich berechne zum Beispiel die Dicke eines Blechs und kann auf Knopfdruck das korrekt dimensionierte Blechteil erzeugen", erläutert Büttner. Der Austausch von Parametern zwischen beiden Anwendungen ist im Vergleich zu älteren Mathcad-Versionen, in denen das ansatzweise auch schon funktionierte, wesentlich einfacher geworden und erfordert keine Programmierung mehr. Die Parameter aus Creo stehen in einer Tabelle zur Verfügung und lassen sich jetzt per Drag & Drop mit der Berechnung verknüpfen.
Klassischer Fall: Getriebeauslegung
PTC Mathcad Prime lässt sich prinzipiell zusammen mit allen verfügbaren Creo-Apps nutzen, aber in Kombination mit Creo Direct kann die Geometrie in Ermangelung der Parameter natürlich nicht über die Berechnungsergebnisse gesteuert werden. "Ideal ist sicher die Kombination mit der App Creo Layout, die üblicherweise für die Konzeptentwicklung von rotationssymmetrischen Bauteilen und Baugruppen wie Getrieben eingesetzt wird", urteilt Steffen Förster, Geschäftsführer von PTC-Vertriebspartner Aristos in Leipzig. Die Getriebe-Auslegung ist einer der klassischen Anwendungsfälle für Mathcad.
500 Vorlagen für Standardberechnungen
Die Software stellt den Anwendern nicht nur Hunderte von mathematischen Standardberechnungen als vordefinierte Funktionen zur Verfügung, sondern auch Vorlagen für solche Anwendungsfälle. Insgesamt stehen den Kunden auf der PTC-Homepage über 500 Vorlagen zur Verfügung, die sie einfach und schnell für ihre konkrete Aufgabenstellung anpassen können. Ähnliche Vorlagen gibt es auch für die grafische Aufbereitung von Auswertungen - zum Beispiel als 3D-Grafik, die sogar drehbar ist, so dass man sie aus verschiedenen Blickwinkeln betrachten kann. Außerdem ist der Softwarehersteller gerade dabei, Nachschlagewerke für Ingenieure mit Standardberechnungen in Mathcad einzubinden.
3D-Modelle über Parameter automatisch auslegen
Die Integration zwischen CAD-System und Berechnungssoftware erlaubt es, generische 3D-Modelle über Berechnungs-Parameter automatisch auszulegen. Förster erläutert das an einem Beispiel: "Einer unserer Kunden stellt Abdichtsysteme für Lecks in Chemieanlagen her, die im laufenden Betrieb montiert werden. Diese Systeme muss man sich wie Koffer vorstellen, die das Leck umschließen und ausgeschäumt werden. Ihre Festigkeit hängt von Druck, Temperatur und Aggressivität des Mediums ab. Die Firma berechnet sie noch in der Anlage mit einer Mathcad-Vorlage des TÜV, um ausgehend von den Ergebnissen in Creo das 3D-Modell aufzubauen. Die Berechnung muss dann nur noch von TÜV abgesegnet werden."
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