PDM-System

Automobilzulieferer setzt PDM-System auch zur workflow-gestützten Dokumentenverwaltung ein

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PLM-Fokus 1: Wiederfinden der CAD-Unterlagen

In der Konstruktion war das größte Problem das Wiederauffinden der Modelle und Zeichnungen. Da alutec als Zulieferer die Produkte überwiegend in Zusammenarbeit mit externen Konstruktionsabteilungen entwickelt, wird der Hauptteil der Konstruktionsarbeit oft beim Kunden erledigt. Im günstigsten Fall erhält die Konstruktion vom Kunden das 3D-Modell, aus dem dann die Zeichnungen abgeleitet werden. Im Haus werden dagegen alle zur Fertigung notwendigen Vorrichtungen, Betriebsmittel und Fließpresswerkzeuge konstruiert. Vor PDM wurden die Teile inklusive Modelle und Zeichnungen unter der Artikel-Nr. in normaler Windows-Ordnerstruktur abgelegt.

Im Laufe der Zeit, SolidWorks ist seit ca. 2003 im Einsatz, führte das zu aufwändigen Suchaktionen um alte Konstruktionen zu finden. Entweder wurde über den Windows-Baum bis zum Ende gehangelt und dann die Zeichnungen geöffnet, bis man die richtige hatte. Oder mit der genauen Zeichnungsnummer wurde der Rechner in einem längeren Suchabgleich beschäftigt. Andere Nachteile der alten Lösung waren z.B.: beim Ändern einer Zeichnung musste das auch im anderen Format (2D oder 3D) oder den Stücklisten per Hand nachgetragen werden, damit der Bezug nicht verloren geht, es gab keinen Komfort beim Freigabeprozess oder die Aufwendungen für Zeichnungskopien und –pausen, für Mikrofilmgeräte, etc.

Frank Schöninger: „Die Suche nach erstellten Zeichnungen/Modellen dauerte oft genauso lang, als hätten wir das Teil neu konstruiert. Dazu kam die große Fehleranfälligkeit. Nach einer Einarbeitungsphase geht die Konstruktionsarbeit heute über das per Menue in die CAD-Oberfläche integrierte PDM-System wesentlich rationeller vonstatten.“ Jetzt sind über bestimmte Klassifizierungsmerkmale (frei definierbare Sachmerkmalsleisten) die Teile schnell zu finden, wodurch Mehrfachkonstruktionen vermieden und Variantenkonstruktionen erleichtert werden.

Über Verwendungsnachweise lassen sich einem Bauteil mehrere Modelle oder Zeichnungen zuordnen oder auch der Einsatz der gleichen Zeichnung in verschiedenen Baugruppen anzeigen. Die Stücklisten werden automatisch erstellt. Ebenfalls automatisch: die Versionierung der Teile inklusive aller jeweils dazugehörenden Modelle, Zeichnungen und Dokumente. Und Produktdaten, Versionszähler und Stücklisten werden aus PRO.FILE direkt in die Zeichnungsschriftköpfe übergeben und fortlaufend aktualisiert, etc.

(Auf der nächsten Seite: PLM Fokus 2: Dokumentenworkflows bringen Ordnung in die Prozesse)

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