Funksensoren

Autarke Funksensoren für die Fabrikautomation

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Alarmmeldung bei Signalverlust

Das DX80-System garantiert eine hohe Verfügbarkeit der Kommunikation und löst bei Signalverlust eine Alarmmeldung aus. Viele Nutzer fragen aber auch nach der Stör- und Abhörsicherheit der drahtlosen Kommunikationsverbindung. Zum Schutz vor „Mithörern“ verwenden die Q45-Sensoren ein spezielleres Frequenzsprungverfahren. Dabei werden die Frequenzen, auf denen das Gateway mit seinen Sensoren kommuniziert, algorithmisch gewechselt. Auf diese Weise erreicht das Funksystem maximale Koexistenz mit anderen industriellen Funksystemen oder W-Lan-Netzen. Andere Systeme im 2,4-GHz-Frequenzband werden durch die Kommunikation der Funksensoren nicht gestört.

Turck hat zunächst vier Varianten der Q45-Sensoren ins Programm aufgenommen, darunter einen Reflexionslichttaster mit einer Reichweite von bis zu 6 Metern. Er wird vornehmlich zur Objekterfassung eingesetzt.

Eine weitere Variante ist ein Winkellichttaster zur Kleinteilerfassung mit 38 mm Brennweite, auch er kann zur Objekterkennung oder für Zählaufgaben verwendet werden, jedoch in einem kleineren Erfassungsbereich. Die Empfindlichkeit des Sensors ist einstellbar. Direkt im Brennpunkt erkennt der Winkellichttaster sogar klare Objekte wie Glas.

Die dritte Variante ist ein Basisgerät zum Anschluss von Glaslichtleitern. Dieser wird unter beengten Einsatzbedingungen oder in Anwendungen mit großen Temperaturschwankungen eingesetzt – ebenfalls für Zählaufgaben oder zur Kleinteile-Erfassung.

Die vierte Variante ist ein Basisgerät zum Anschluss von induktiven Namur-Sensoren, isolierten potenzialfreien Kontakten – wie etwa Drucktaster – oder von aktiven Ausgängen. Mit dieser Variante öffnet Banner die Wireless-Möglichkeiten für zahlreiche Schalter aus dem Turck-Portfolio. Die angeschlossenen Sensoren werden über das Basisgerät mit Strom versorgt. Durch die Möglichkeit zum Anschluss von Drucktastern kann das Basisgerät auch für „Call for Parts“-Aufgaben in der Logistik eingesetzt werden, die häufig über lange Wege hinweg erfolgen.

Bis zu 47 Funksensoren können an ein Gateway angebunden werden. Das DX80-Wireless-System ist in der Industrieautomation bewährt. Über die Jahre wurde es um etliche Knotenvarianten für unterschiedliche Signalformen und andere Komponenten erweitert.

Die gängigsten DX80-Typen sind mit Ein- und oder Ausgängen für digitale und/oder analoge Signale ausgelegt. Kommunikation über Modbus RTU RS485 oder Ethernet beherrschen die DX80-Knoten ebenfalls. Über Multi-Hop-DataRadios, die im Netzwerk als Repeater konfiguriert werden, lassen sich heute auch komplexe Netztopologien abbilden. Die Anwender der Funksensoren profitieren von diesem bewährten und vielseitigen System. (jv)

* *Markus Bregulla ist Produktmanager Opto- und Ultraschallsensorik bei Turck.

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