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Systems & Components Assistenzsysteme für Landmaschinen im Mittelpunkt

| Redakteur: Katharina Juschkat

Die B2B-Plattform Systems & Components bildet parallel zur Agritechnica im November die Zulieferindustrie ab und stellt Assistenzsysteme für Landmaschinen in den Mittelpunkt.

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Die B2B-Plattform auf der Agritechnica 2019 Systems & Components bildet die Zulieferindustrie ab.
Die B2B-Plattform auf der Agritechnica 2019 Systems & Components bildet die Zulieferindustrie ab.
(Bild: Felix Holland/DLG e.V.)

Parallel zur Agritechnica findet vom 10. bis 16. November in Hannover die Systems & Components statt. Thema sind disruptive Technologien für landwirtschaftliche Geschäftsmodelle und Werkzeuge, Komponenten und Systeme für die moderne Landtechnik. Mit dem Leitthema „Assisted Farming“ rückt die Messe Assistenzsysteme für Landmaschinen sowie das Zusammenspiel mit den vor- und nachgelagerten Bereichen in den Mittelpunkt.

Alternative Antriebe und Kraftstoffe im Fokus

Einer der dominierenden Trends in der Landtechnik ist die Elektrifizierung des Antriebsstranges. In niedrigen Leistungsbereichen ist der alleinige Einsatz von Elektromotoren bereits sinnvoll möglich. Dem gegenüber sind Verbrennungsmotoren in mittleren und schweren Anwendungen als Hauptantriebsquelle bis auf weiteres nicht ersetzbar.

Während die Elektrifizierung im Hybrid-Verbund die Effizienz verbessern kann und ein Downsizing des Verbrennungsmotors ermöglicht, besteht bei der Wahl des Kraftstoffs noch erhebliches Potenzial, die klassischen Vier- und Sechszylinder umweltfreundlich zu betreiben. Dank alternativer Kraftstoffe wie Biodiesel und E-Fuels wird perspektivisch ein CO2-neutraler Betrieb möglich.

Additive Fertigung in der Landwirtschaft

Parallel dazu stellen sich die Konstrukteure auf die additive Fertigung ein. Die Möglichkeiten, dreidimensionale Objekte aus Kunststoff, Keramik oder Metall aufzubauen, haben sich rasant erweitert. Die Fertigung komplexer Geometrien ohne Gussform und Werkzeug mit stark verbesserten Materialeigenschaften ist heute Stand der Technik. Ein Vorteil ist die Freiheit beim Produktdesign: Ein Traktor-Joystick nach Kundenwunsch ist damit ebenso realisierbar wie bionisch geformte Leichtbaukonstruktionen im Mähdrescher oder eine zeitlich und räumlich nahezu unbegrenzte Ersatzteilliefergarantie.

Ungeplante Stillstände vermeiden

Ganz oben auf der Agenda der Landmaschinenhersteller stehen Condition Monitoring und Predictive Maintenance. In den Fokus rückt dabei die Prävention, denn jeder ungeplante Stillstand hemmt die Produktivität. Mithilfe neuer Sensortechnik lassen sich kritische Ereignisse und Betriebszustände mit hohem Verschleißpotenzial bereits frühzeitig vor ihrem Eintreten erkennen. Das Erfassen und Sammeln der Sensordaten, vor allem aber deren intelligente Interpretation mit Hilfe von Big-Data-Analytics helfen, die Effizienz und Betriebssicherheit zu steigern. Ausfallzeiten werden reduziert, da sich Servicetechniker und Ersatzteile zielgerichtet bereitstellen lassen.

Assisted Farming setzt die Verfügbarkeit exakter Daten voraus. Digitale Plattformen sind dabei der zentrale Baustein, um Künstliche Intelligenz und digitale Daten zu vernetzen. Sie eröffnen neue Geschäftsmodelle für Hersteller und Landwirte und erfordern einen hohen Grad der interdisziplinären Zusammenarbeit.

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