Bediengehäuse Anpassbares Bediengehäuse und Produktionsdatenschrank

Autor / Redakteur: Stefan Körner / Brigitte Michel

Dass an der Schnittstelle Mensch-Maschine das Innovationspotenzial bei der Gehäusetechnik noch lange nicht ausgeschöpft ist, zeigt Rittal mit zwei Neuentwicklungen. Der Systemanbieter für Gehäuse- und Schaltschranktechnik bringt aktuell zwei Innovationen auf den Markt: ein neues Bediengehäuse aus Stahlblech für die Maschinenbedienung sowie einen neuen Produktionsdatenschrank im Hygienic Design für die Nahrungsmittelindustrie.

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Das Bediengehäuse lässt sich über die an den inneren Seitenwänden angeformten Profilschienen, die über ein TS-8-Lochraster verfügen, mit Montagestegen und Systemchassis sowohl vertikal als auch horizontal flexibel je nach Anforderung bestücken.
Das Bediengehäuse lässt sich über die an den inneren Seitenwänden angeformten Profilschienen, die über ein TS-8-Lochraster verfügen, mit Montagestegen und Systemchassis sowohl vertikal als auch horizontal flexibel je nach Anforderung bestücken.
(Bild: Rittal)

Bei der Entwicklung seines neuen Bediengehäuses aus Stahlblech hatte Rittal vor allem die einfachen Kundenanwendungen im kostensensiblen Maschinenmarkt-Segment im Fokus. Bislang hatte der Hersteller für diesen Markt drei Bediengehäuse-Lösungen aus Stahlblech im Angebot – allerdings mit unterschiedlichen Design und Befestigungssystemen. Jetzt fokussiert Rittal sein Angebot auf eine einzige Systemplattform mit insgesamt neun Standardabmessungen mit einheitlichem Systemzubehör für den verbesserten Innenausbau und einem modernen Design angepasst an das Produktportfolio.

Montagefreundliche Gestaltung

Der Gehäusekorpus basiert auf der Gehäuseplattform der AE-Serie (standardmäßig pulverbeschichtet) und steht in den Maßen von 300 mm x 200 mm x 155 mm bis 600 mm x 600 mm x 210 mm (BHT) zur Verfügung. Um einen einfachen Servicezugang von vorne oder hinten zu gewährleisten, lässt sich die Bedienseite des Gehäuses entweder an der scharnierten Tür oder an der festen Rückwand anbringen. Letzteres empfiehlt sich beim Einbau eines PCs ab 120 mm Tiefe, damit ein problemloses Öffnen der Tür möglich ist. Sämtliche Konstruktionsdetails sind auf Montagefreundlichkeit ausgelegt. So lässt sich eine zusätzliche Aluminium-Frontplatte auf Tür oder Rückwand – zum komfortablen Bearbeiten der Bedienseite mit Bohrungen und Ausbrüchen für TFTs, Anzeigegeräte oder Panel-PCs – einfach und schnell montieren oder demontieren.

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Das neue Bediengehäuse verfügt zudem über abgerundete Ecken zum Schutz vor Verletzungen und zeichnet sich insgesamt durch formschönes Design an der Bedienseite aus. Dazu wurden die beiden vertikalen, an den Seiten angebrachten Griffleisten dem Design und der Farbe des neuen Tragarmsystems 60/120/180 angepasst.

Waren bislang für den Innenausbau der verschiedenen Gehäusetypen unterschiedlichste Befestigungssysteme im Einsatz, können Anlagenbauer jetzt auf ein einziges Zubehör-Baukastensystem zurückgreifen. Über dasTS 8 Zubehörsystem , das aus dem Großschrankbereich bekannt ist, lassen sich die unterschiedlichsten Anforderungen im Innenausbau meistern, wie etwa das Bestücken mit SPSen, Schutzschaltern oder Relais. Über die an den inneren Seitenwänden angeformten Profilschienen, die über ein TS-8-Lochraster verfügen, lässt sich das Gehäuse mit Montagestegen und Systemchassis sowohl vertikal als auch horizontal flexibel bestücken.

Auch bei den Verschluss-Systemen setzt man auf verbesserte Technik. So kommt eine optimierte Verschlussmechanik mit integrierter Auflaufkufe für spürbar reduzierte Schließkräfte zum Einsatz.

Passend zur Anwendung und zur jeweiligen Bestückung des Gehäuses lassen sich unterschiedliche Tragarmdurchmesser aus dem ebenfalls neuen Tragarmbaukastensystem 60/120/180 einsetzen. Weitere Merkmale sind außermittige Tragarmanschlüsse für den Anbau in Nischen oder kompakten Maschinen. Dabei verfügt das neue Bediengehäuse über bereits vorbereitete Vorstanzungen mit Verstärkungsplatten, die der Kunde durch einfaches Aufbohren nutzen kann.

Dank des intelligenten Tragarm-Baukastensystems, das über ein durchgängiges Design über einen breiten Lastenbereich abdeckt, erhalten Maschinen- und Anlagenbauer passende Tragarmlösungen für jede Anforderung. Damit lassen sich Tragarmsysteme über die Belastungsstufen von 60, 120 und 180 kg (bezogen auf eine Auslegerlänge von einem Meter) hinweg mit einem einheitlichen Funktions-, Montage- und Projektierungssystem realisieren. Das System, bestehend aus Wandgelenk, Tragprofil, Zwischengelenk und Winkelstücken, lässt sich sowohl oben auf einer Maschine als auch an einer Seitenwand montieren. Durch eine intelligente Arretierungshilfe, bei der sich das Bediengehäuse über eine Schraube an dem Tragarm vorab fixieren lässt, ist sogar eine Ein-Mann-Montage möglich. Dies gilt ebenso für die Montage an Standsystemen, die jetzt auch im neuen Tragarmsystem-Design 60/120/180 erhältlich sind.

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