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Switche und Leitungen

Aktive und passive Komponenten für die Datenkommunikation

| Redakteur: Dipl.-Ing. (FH) Sandra Häuslein

Die digitale Kommunikation in der Industrie wird immer leistungsfähiger. Lapp hat für diesen Bereich sowohl sowohl aktive Komponenten wie Switche als auch passive Komponenten wie Leitungen im Portfolio.

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Das IDC-Portfolio von Lapp enthält Komponenten, die ein Anwender benötigt, um seine Fabrik nach den Prinzipien von Industrie 4.0 auszulegen. Dazu zählen Switches und Hochgeschwindigkeitsleitungen.
Das IDC-Portfolio von Lapp enthält Komponenten, die ein Anwender benötigt, um seine Fabrik nach den Prinzipien von Industrie 4.0 auszulegen. Dazu zählen Switches und Hochgeschwindigkeitsleitungen.
(Bild: Lapp)

In der Fabrik der Zukunft kommuniziert alles mit allem, die strikt getrennten Ebenen der Automatisierungspyramide gibt es nicht mehr. So soll eine Bestellung im Online-Shop direkt entsprechende Aktionen in der Maschine auslösen. Umgekehrt melden Sensoren in der Maschine direkt ins ERP-System, wenn Produktionsausfälle drohen – wichtig für die vorausschauende Wartung als neues Geschäftsmodell.

Die Kommunikationsnetze in der Fabrik müssen dafür dichter und leistungsfähiger werden. Das betrifft sowohl aktive Komponenten wie Switche als auch passive Komponenten wie Leitungen. Lapp, vor allem bekannt für letzteres, hat mittlerweile auch aktive Komponenten im Angebot.

Switche für Profinet

Neuester Zuwachs im Portfolio sind unter anderem Profinet-Switche, die Lapp auf der Hannover Messe 2019 unter dem Namen Etherline Access vorstellen wird. Sie eignen sich für den Einsatz in Profinet-Netzwerken. Die Switches haben 4, 8 oder 16 Ports, erkennbar an den Namenskürzeln PNF04T, PNF08T und PNF16T. Mit den Switches erhalten Anwender laut Hersteller eine sehr kompakte, maßgeschneiderte und robuste Lösung für viele industrielle Einsatzzwecke. Sie erfüllen Profinet Conformance Class B und haben eine Priorisierung von Profinet-Telegrammen. So kann der Switch unterscheiden, ob es sich bei dem Telegramm um eine Anfrage aus dem Web, eine FTP-Dateiübertragung, einen Medienstream oder ein Profinet-Telegramm handelt. Ist die Übertragungslast hoch, kann der Switch die wichtigen Profinet-Telegramme priorisieren und verhindern, dass es zu Telegrammverzögerungen kommt.

Die Switches ergänzen die Etherline-Access-Switche für industrielles Ethernet, die Lapp schon vor zwei Jahren vorgestellt hat und die es in mehreren Varianten managed und unmanaged gibt. Sie weisen eine kurze Rekonfigurationszeit auf, das ist die Zeitspanne, bis nach einer Unterbrechung die Kommunikation wiederhergestellt ist. Sie beträgt bei diesen Switches 20 ms bei 250 aktiven Komponenten im Netzwerk. Außerdem sind die Switches mit modernen Diagnose- und Redundanzverfahren ausgestattet.

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Zusammenspiel mit Leitungen, Steckern und Konfektionen

Als vielleicht wichtigsten Vorteil der Switches nennt Lapp das Zusammenspiel mit den eigenen Leitungen, Steckern und Konfektionen. Auch in diesem Bereich gab es einige Neuheiten: zum Beispiel die Leitung Etherline PN CAT.6A Fast Connect. Im Vergleich zu herkömmlichen Kabeln lässt sie sich einfacher und schneller konfektionieren und installieren. Dazu hat die Leitung im Inneren ein Kunststoffkreuz, das die vier Aderpaare trennt, sowie eine gemeinsame Schirmung über einem Innenmantel. Die Schirmung der vier Aderpaare entfällt und somit auch das Entfernen des Folienschirms an jedem der vier Aderpaare. Zum Konfektionieren liefert Lapp passendes Werkzeug. Es bereitet die Leitung in einem Arbeitsgang für die Steckerkonfektion vor. Aufgrund der neuen Schirmung verspricht der Hersteller eine lange Lebensdauer.

Die Hochgeschwindigkeitsleitung erreicht 10 Gbit/s und damit laut Hersteller die derzeit maximale Übertragungsrate bei Kupferverkabelungen im industriellen Umfeld. Die Leitung ist konform zum Profinet-Standard, kompatibel mit allen Profinet-Leitungen von Lapp und anderer Hersteller und zu den Etherline-Access-Switches. Sie ist für den nordamerikanischen Markt zugelassen (UL-zertifiziert).

Leitungen werden dünner

Standen bisher meist immer höhere Übertragungsgeschwindigkeiten im Fokus der Leitungshersteller, ändert sich das gerade. Eine weitere Anforderung ist die leichte Installation. Die kann man auch dadurch erreichen, dass man von den vier Aderpaaren in einer Ethernet-Leitung drei weglässt. Solche Single-Pair-Ethernet-Leitungen eignen sich vor allem für die Anbindung von Sensoren. Lapp hat auch solche Leitungen unter dem Namen Etherline T1 neu im Sortiment.

Hannover Messe 2019: Halle 11, Stand C03

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