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Lasersintern Additive Serienfertigung von größeren Metallbauteilen

| Redakteur: Dorothee Quitter

EOS präsentierte mit der neuen EOS M 400 auf der diesjährigen Euromold eine neue Systemgeneration für den etablierten Metallbereich.

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Der Öl-Separator aus der Aluminiumlegierung AlSi10Mg wurde auf der Lasersinter-Anlage EOS M 400 gefertigt.
Der Öl-Separator aus der Aluminiumlegierung AlSi10Mg wurde auf der Lasersinter-Anlage EOS M 400 gefertigt.
(Bild: konstruktionspraxis, D.Quitter )

Die modulare, erweiterbare Plattform bereitet die EOS-Technologie auf den Einsatz in industriellen Produktionsumgebungen vor. Dazu tragen mehrere Faktoren bei: es können größere Bauteile hergestellt werden, die Produktivität stößt in neue Dimensionen der Additiven Fertigung vor, der Automatisierungsgrad wird weiter ausgebaut. Darüber hinaus steht die EOS M 400 für eine optimierte Qualitätssicherung und Bedienbarkeit und entspricht damit den Anforderungen der Kunden im Serienumfeld.

Modulares System für neue Fertigungsdimensionen

Der EOS M 400 liegt ein modulares Konzept zugrunde. Damit ist diese Fertigungslösung zunächst mit Rüst- und Prozessstation erhältlich. Innerhalb eines Jahres wird eine automatisierte Auspackstation verfügbar sein. Bei dieser Systemerweiterung wird ein Wechselrahmen, inklusive Bauteile und Restpulver, nach dem Bauprozess von der Prozessstation in die Auspackstation verfahren, wo der Job durch entsprechende Abreinigungs-Programme - Drehbewegung und Vibration - sehr schnell vom losen Pulver befreit wird. Anwender erhalten so eine zukunftsfähige e-Manufacturing-Lösung, die anwendungsspezifisch konzipiert und modular erweitert werden kann. Eine weitere zentrale Neuerung bei der EOS M 400 ist das Volumen des Bauraumes, der 400x400x400 mm misst, so dass sich in der industriellen Serienfertigung nun neue Anwendungen mit noch größeren Bauteilen realisieren lassen. Die erste Ausbaustufe der Basisvariante mit entsprechenden Prozessen wird zunächst mit den Werkstoffen EOS Aluminium AlSi10Mg und EOS NickelAlloy IN718 angeboten und eignet sich damit insbesondere für den Einsatz im Automobil- und Luftfahrtbereich. Prozesse für weitere Werkstoffe sind noch in der Entwicklung, darunter Werkzeugstahl und Titan.

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Fertigungslösungen mit Ein- oder Mehrfeld-Laser

Zum Einsatz kommt in der EOS M 400 ein Laser mit einer Leistung von bis zu 1.000 Watt. Er ermöglicht die Anwendung neuer Werkstoffe, die eine höhere Laserleistung benötigen. Eine neue Bedienoberfläche mit Touchscreen, die auf Basis vielfältiger Kundengespräche einwickelt wurde, vereinfacht die Arbeit mit dem System weiter. Die gesamte Bedienbarkeit ist weiter optimiert worden. Zusätzlich wird der Filter des Umluftfiltersystems automatisch abgereinigt und verfügt über eine deutlich längere Lebensdauer. Auch hat EOS die Monitoring- und Reporting-Funktionen weiter optimiert, so dass Anwender in puncto Qualitätskontrolle ebenfalls Fortschritte erzielen können. All diese Neuerungen sind ausgerichtet auf die Anforderungen der Serienfertigung und bedeuten damit einen weiteren wichtigen Schritt in diese Richtung.

EOS plant, der EOS M 400 ab 2015 die EOS M 400-4 zur Seite zu stellen, die mit vier Lasern bestückt sein wird. Während die Version mit einem Laser die Erschließung neuer Applikationen ermöglicht, wird der Fokus bei der Mehrfeldvariante auf der Produktivitätssteigerung von bereits auf der EOSINT M 280 qualifizierten Fertigungsprozessen liegen. (qui)

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