Pneumatik Absperren mit Druckluft
Armaturen in der Prozessindustrie können mit pneumatischen Antrieben kostengünstig und zuverlässig betätigt sowie im Gegensatz zu Strom gut reguliert werden.
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Mit einer durchschnittlichen Lebensdauer von mehr als 1 Million Schaltspielen überleben pneumatische Antriebe jede Armatur. Und das in rauen Umgebungen bei großen Temperaturunterschieden, Verschmutzung und Feuchtigkeit, wie sie in Prozessindustrien oftmals vorherrschen. Korrosionsgeschützte Pneumatik-Komponenten sind temperaturunempfindlich zwischen -20 °C und +80 °C, spezielle Tieftemperaturausführungen vertragen sogar bis -40 °C und Hochtemperaturausführungen bis +120 °C.
Pneumatik ist eine unkomplizierte Technik, die sich einfach installieren lässt, da außer für die Endlagen-Abfrage und die Überwachung der Druckluftversorgung keine Überwachungs- und Kontrollfunktionen notwendig sind. Pneumatische Antriebe haben sich als erschütterungsfest und langlebig erwiesen, da sie im Gegensatz zu elektrischen Antrieben aus wenigen Bauteilen aufgebaut und dadurch weniger störanfällig sind. Auch sind pneumatische Antriebe dauerlastfest und bleiben über die gesamte Lebensdauer wartungsfrei. Ölwechsel oder Zusatzschmierung ist nicht notwendig.
Durch die geringen Kosten lohnt sich so sogar das nachträgliche Automatisieren von Handarmaturen. Gerade im Vergleich zur elektrischen Antriebstechnik bringt der konsequente Einsatz dezentraler Automatisierungskonzepte mit Ventilinseln erhebliche Kostenvorteile – Einsparungen von teilweise mehr als 50 % sind möglich.
Pneumatischer Antrieb als energieeffiziente Lösung
Lediglich für die Steuerung und die Erzeugung der Druckluft benötigen pneumatische Antriebe Strom, die eigentliche Bewegung erfolgt durch die Druckluft. Während bei elektrischen Antrieben ein Teil der zugeführten Energie in Wärme umgewandelt und durch den Einsatz von Getrieben verbraucht wird, wirken pneumatische Antriebe direkt auf das Absperrorgan. Sie benötigen nur Kolben und Antriebsschaft zur Umsetzung der „linearen“ Druckluftkraft in eine Schwenkbewegung.
Da pneumatische Antriebe überlastsicher sind und sich eine höhere Kraft der Antriebe ganz einfach durch Druckerhöhung erreichen lässt, können häufig kleinere Baugrößen mit geringerem Gewicht eingesetzt werden, als es bei elektrischen Antrieben der Fall wäre. Wird leckagefrei verschlaucht und sind die Anlagen exakt dimensioniert, erhält man damit energieeffiziente Lösungen. Mit pneumatischen Systemen von Festo sind hohe Kräfte bis 50.000 N und Drehmomente bis 10.000 Nm möglich.
Sicherheit für Ex-Bereiche und Überlast
Pneumatische Antriebe verfügen über drei Notfunktionen bei Spannungsabfall – Auf, Zu, Halt – und ermöglichen niedrige Betriebsdrücke. Sie sind prädestiniert für den Einsatz im Ex-Bereich, insbesondere wenn explosionsgeschützte Ventile, z. B. Namur-Ventile mit entsprechenden Spulen, verwendet und die Ventile oder Ventilinseln außerhalb der Ex-Zone platziert werden. Die im Ex-Bereich eingesetzten pneumatischen Antriebe werden dabei über Schläuche versorgt – die Steuerungselektrik kann in ungefährlichen Bereichen installiert werden. Standardmäßig sind pneumatische Antriebe ATEX-zugelassen bis Zone 1.
Ablagerungen oder Verbackungen können zu deutlich erhöhten Losbrechmomenten führen. Dies ist insbesondere dann der Fall, wenn Armaturen unregelmäßig oder über längere Zeit gar nicht betätigt werden, was zum Beispiel in Kläranlagen häufig vorkommt. Hier ist die Überlastsicherheit pneumatischer Antriebe ein großer Pluspunkt. Denn Mit Pneumatik ist es problemlos möglich, den Betriebsdruck und damit die Kräfte zu erhöhen. Sie sind ohne Schaden bis zum Stillstand belastbar und verfügen über große Kraftreserven zum Überwinden von höheren Losbrechmomenten.
Kompetente und fachgerechte Beratung
Experten von Festo helfen bei der Berechnung des Druckluftverbrauchs sowie der optimalen Auslegung des Druckluftnetzes und unterstützen auf Wunsch auch während der Ausschreibungsphase. Der Kunde erhält hier alles aus einer Hand und mit nur einer Teilenummer – das ermöglicht eine einfache Bestellabwicklung und eine schnellere Realisierung des Projekts.
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