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Sicherungsautomat

ABB Stotz-Kontakt produziert über 600 Polvarianten auch in kleinen Losgrößen auf einer Anlage

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Weltweit vernetzt zur Analyse von Daten aus der Vorfertigung

Mit der weltweiten Kooperation zwischen verschiedenen Konzernstandorten wächst für ABB auch der Bedarf und der Nutzen eines leistungsfähigen Datenmanagements. „Wir analysieren eine große Datenmenge aus der Fertigung, beispielsweise Qualitätsdaten aus dem Testing oder Daten aus den Montagekreisen, und schaffen über den individuellen QR-Code, den jeder Schalter zu Beginn erhält, vollkommene Rückverfolgbarkeit. Hinzu kommen Analysen, mit deren Hilfe wir die Vorfertigung je nach Bedarf steuern können. Dazu ganze geschieht über eine von uns eigens entwickelte Software, die die Daten weltweit visuell verfügbar macht – und zugleich bei Fragen oder Problemen die Möglichkeit zur Ferndiagnose und Onlinebewertung bietet“, erläutert Mühlon.

Bei ABB setzt man nicht bei der Software zur Live-Datenanalyse auf das hauseigene Know-how, auch die Konstruktion der ML2 wurde von ABB Stotz-Kontakt hausintern mit eigenen Betriebsmitteln realisiert. Von den Robotics-Systemen über die Antriebe bis hin zur Sicherheitstechnik stammen zahlreiche Komponenten von ABB. Eine platzsparende Aufstellung der einzelnen Stationen konnten die Entwickler durch keine separat stehenden Schaltschränke erreichen. „Es gibt eine zentrale Energieeinspeisung für die gesamte Anlage, die in einem Schrank untergebracht ist“, beschreibt Erhan Serbest, Leiter Operations Line Protection bei ABB Stotz-Kontakt. „Jede Maschine ist autark und kommt ohne zusätzlichen Schaltschrank aus. Wir haben sämtliche Elektronikkomponenten unterhalb der Maschinen verbaut. Daher können wir mit kürzeren Leitungen arbeiten und sind so weniger fehleranfällig.“

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ABB will keine Hand mehr am Gerät

„Unseren Grundsatz 'Keine Hand am Gerät' setzen wir ab der Materialbereitstellung in die Tat um“, erklärt Patrick Claeys, der als Projektleiter die Realisierung der Produktionslinie verantwortete. „Auf der Linie könne wir bis zu 600 Pol-Varianten fertigen und erfüllen damit die gegenwärtigen Marktanforderungen.“ Die neue Produktionslinie ist 60 m lang und besteht aus sechs Einzelstationen, die an das Pollager angekoppelt sind und miteinander kommunizieren. Anhand der übermittelten Daten, lassen sich etwaige Störungen schnell lokalisieren und beheben. Auf der Fertigungslinie sind insgesamt sieben ABB-Roboter der Typen IRB 1600 und IRB 360 Flexpicker im Einsatz. Am Ende der Fertigungsstrecke sind die Sicherungsautomaten fertig verpackt und bereit zur Auslieferung.

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