Antriebstechnik

ABB investiert in das Geschäft mit Turboladern

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Der Einsatz von Turboladern bei Verbrennungsmotoren erhöht die Leistung um 70 Prozent bei gleicher Baugröße. Das entspricht rund zwei Drittel der Nominalleistung eines Motors. Der Leistungsbereich für die ABB-Turbolader reicht von 400 kW bis maximal 80 000 kW. Gleichzeitig reduziert der Turbolader die Abgasemissionen der Schadgase NOx bzw. CO2, was durch die ständige Weiterentwicklung der Produkte gewährleistet wird. Im Verlauf der letzten zehn Jahre sind Turbolader auch in fast allen Pkw zum Standard geworden.

Binnenländische Werke bedienen Geschäft mit stationären Motoren

Während an den norddeutschen Standorten Hamburg und Bremerhaven der Schwerpunkt der Serviceleistungen auf der Betreuung von Schiffsantrieben liegt, bedienen die binnenländischen Werke Dortmund und Mannheim besonders das Geschäft mit stationären Motoren der BHKW beziehungsweise zusätzlich die Kunden in den osteuropäischen Ländern Slowakei, Ungarn und Tschechien, sowie die Märkte in Österreich und der Schweiz.

ABB beschäftigt im Bereich Turbolader weltweit etwa 2 800 Mitarbeiter. Die Zahl der rund um den Globus eingesetzten Turbolader beläuft sich zurzeit auf mehr als 180 000 Stück. Hier liegt auch die besondere Herausforderung für den After Sales Service dieser Produkte. ABB garantiert für 98 Prozent aller in Betrieb befindlichen Turbolader einen Ersatzteil-Service von 24 Stunden. Das heißt, innerhalb eines Tages werden die Ersatzteile weltweit auf den Weg gebracht, egal ob per Lkw, Bahn oder Flugzeug. Das ist besonders für den großen Kundenkreis der weltweit operierenden Reedereien von besonderer Wichtigkeit. Denn ein Schiff, das mit einem technischen Defekt irgendwo auf der Welt liegen bleibt, kostet pro Tag schnell mehrere 10 000 Euro.

ABB Turbolader bereitet sich mit Investitionen auf die Zukunft vor

In Deutschland bearbeiten rund 60 Mitarbeiter pro Jahr etwa 2 500 Service-Fälle für deutsche Kunden. Hinzu kommen die Fälle, in denen ausländische Kunden über ihre jeweilige ABB-Landesgesellschaft in Europa quasi in Amtshilfe von Deutschland aus mit Ersatzteilen und Montagedienstleistungen bedient wird.

„ABB Turbolader hält an seinem eingeschlagenen Kurs fest und präpariert sich mit den jetzigen Investitionen für die Zukunft“, erklärt Fetzberger weiter. Dies betrifft nicht nur den Ausbau der Service-Standorte, sondern auch – und darauf ist Fetzberger besonders stolz – die Ausbildung des eigenen Nachwuchses für die Turboladertechnik. Die Ausbildungsquote liegt mit durchschnittlich 20 Prozent weit über dem deutschen Durchschnitt.

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