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Servohydraulische Achsen 70 Prozent Energie und 90 Prozent Öl gespart

| Redakteur: M.A. Bernhard Richter

Effizientere Energienutzung sowie die Reduzierung der Gesamtbetriebskosten sind hohe Ziele, die oftmals nicht durch den schlichten Austausch von Komponenten erreichbar sind. Mit smarter Systemarchitektur definiert Bucher Hydraulics den Begriff „Einsparpotential“ für sich neu.

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Aufgrund der smarten Systemarchitektur, die Bucher Hydraulics für den Drehgestell-Prüfstand von Nencki projektierte und erstellte, braucht die neue Achse nur noch 30 statt zuvor 250 Liter Ölvolumen. Damit kann die frühere Aufstellfläche für das große Aggregat heute anders genutzt werden.
Aufgrund der smarten Systemarchitektur, die Bucher Hydraulics für den Drehgestell-Prüfstand von Nencki projektierte und erstellte, braucht die neue Achse nur noch 30 statt zuvor 250 Liter Ölvolumen. Damit kann die frühere Aufstellfläche für das große Aggregat heute anders genutzt werden.
(Bild: Bucher)

Effizientere Energienutzung sowie die Reduzierung der Gesamtbetriebskosten sind hohe Ziele, die oftmals nicht durch den schlichten Austausch von Komponenten erreichbar sind. Die erfolgreiche Positionierung in sich stetig ändernden Märkten erfordert deshalb neue Denkansätze. Allerdings bedingen innovative Systeme, in denen Hydraulik, Software, Steuerung sowie auch Vernetzung im Hinblick auf Industrie 4.0, gefragt sind, gebündeltes Know-how. Bucher Hydraulics will hierfür technologieübergreifende Lösungen aufzeigen und intelligente Architekturen mit nachweislichem Nutzen für die Anwender bieten.

Konventionelle Hydraulik ist in zahlreichen Anwendungen weiterhin Standard. Vor allem Drosselsteuerungen werden trotz hoher Verluste noch häufig eingesetzt und bieten aufgrund ihres Funktionsprinzips, Regelung der Energiezufuhr, ein enormes Potenzial zur Verbesserung der Energieeffizienz. Oftmals heißt die bessere Lösung „Verdrängersteuerung – Power on Demand“, dabei wird nur so viel Druck und Volumenstrom erzeugt, wie der Antrieb gerade benötigt. Statt zentraler Positionierung des Aggregats in Verbindung mit langen Leitungen sind die Antriebe dezentral direkt am Verbraucher angeordnet. Dadurch sollen Leitungsverluste und Bauraum ebenso wie Installationsaufwand und -kosten deutlich reduziert werden.

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Bucher Hydraulics hat z. B. einen direkten, servohydraulischen Antrieb von zwei Gleichgangzylindern in einem Prüfstand des Geschäftsbereichs Bahntechnik der Nencki AG eingebaut. Der Drehgestell-Prüfstand ist eine typische Anwendung für lineare Antriebstechnik mit Regelungen von Kraft, Weg und Geschwindigkeit.

Dabei muss die Antriebstechnik durch hohe Leistungsdichte und Robustheit überzeugen. Die bisher genutzte Technik entspricht der konventionellen Hydraulik, bestehend aus einem Antriebsaggregat mit Pumpen-/Motoreneinheit, Zylindern und Proportionalventilen: eine Drosselsteuerung, wie sie vielfach noch zur Umsetzung translatorischer Bewegungen eingesetzt wird.

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