Gut zu wissen 5 Schritte: So enttarnen und bekämpfen Sie Phishing-Mails

Redakteur: Celine Jäger

Oft landen Mails in Ihrem Postfach, die eigentlich in den Spam-Ordner gehören. Dann gilt: Höchste Vorsicht! Was Sie jetzt tun müssen und woran Sie solche Phishing-Mails erkennen.

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Phisihing-Mails - die unterschätze Gefahr in Ihrem Postfach. Diese Tricks erleichtern es, nicht in die Falle zu tappen.
Phisihing-Mails - die unterschätze Gefahr in Ihrem Postfach. Diese Tricks erleichtern es, nicht in die Falle zu tappen.
(Bild: ©sitthiphong - stock.adobe.com)

Auf den ersten Blick machen Sie einen vertrauenswürdigen Eindruck – doch eigentlich wollen Phishing-Mails nur eines: Ihre persönlichen Daten und Ihr Geld. Getarnt sind die Mails meist als Mitteilungen von großen Online-Portalen, zum Beispiel von Amazon und Netflix. Doch auch wenn die Gefahr nicht auf den ersten Blick auffällt, gibt es ein paar Tipps und Tricks, die es Ihnen erleichtern, nicht in die Falle zu tappen. Arbeiten Sie diese 5 Schritte ab:

Schritt 1: Auf Grammatik- oder Orthografie-Fehler prüfen

Achtung ist geboten bei Mails mit überdurchschnittlich schlechter Rechtschreibung und Zeichensetzung. Oft werden für Phishing-Mails fremdsprachige Texte in Übersetzungsprogramme kopiert, um die benötigte Sprache zu erhalten.

Schritt 2: Unpersönliche oder falsche Anrede checken

Richten Sie Ihren Blick beim Öffnen von Mails immer auf die Anrede! Werden Sie persönlich angesprochen? Ist Ihr Name korrekt geschrieben? Falls nicht, sind das erste Indizien für eine Phishing-Mail.

Schritt 3: Gibt es eine Aufforderung zum Handeln?

Seien Sie vorsichtig bei E-Mails, in denen zur schnellen Handlung aufgefordert wird! Das kann etwa eine Rechnung mit kurzfristiger Zahlungsaufforderung sein und die Androhung einer Sperrung der Kreditkarte, wenn nicht gezahlt wird. Überweisen Sie nie, wenn Sie unsicher sind!

Schritt 4: Dateianhang prüfen

Öffnen Sie keinen Anhang in einer Mail, bei der Sie skeptisch sind. Schauen Sie sich als erstes mit einem Mouseover die ungeöffnete Datei an (das heißt: die Maus ohne zu Klicken über die entsprechende Stelle bewegen). Wenn dort kein fragwürdiger Link hinterlegt ist – zum Beispiel von einer ganz anderen Website als es die Mail vermuten lässt – ist das ein gutes Zeichen.

Schritt 5: Wird eine Eingabe von vertraulichen Daten verlangt?

Wenn Sie aufgefordert werden, vertrauliche Informationen wie Kontodaten oder Adresse einzugeben, gilt die höchste Alarmstufe! Im Normalfall schicken Banken und Ämter ihre Formulare per Post. Haben Sie den leisesten Zweifel an der Echtheit der Mail, fragen Sie telefonisch dort nach, ob es sich wirklich um eine echte Nachricht handelt!

Wichtig: Wenn Sie eine Phishing-Mail entdeckt haben, löschen Sie die Mail sofort und blockieren Sie den Absender (E-Mail-Adresse). Damit hat dieser nicht noch einmal die Chance, mit Ihnen in Kontakt zu treten. Sollten Sie häufiger unseriöse Mails bekommen, wenden Sie sich an Ihre IT-Abteilung oder an Ihren Provider.

Schon gewusst?

Die erste Spam-Mail wurde am 3. Mai 1978 verschickt. Allerdings wurde der Begriff erst ab 1993 genutzt.

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